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Schilddrüsenkrank in den Urlaub - worauf muss man achten?
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Nachfolgend finden Sie die Antworten auf weitere wichtige Fragen, beispielsweise „Wie nehme ich meine Schilddrüsenmedikamente bei einer Zeitumstellung im Urlaub ein?“, „Beeinflussen extreme Temperaturen am Urlaubsort (Hitze, Kälte) die Wirksamkeit meiner Schilddrüsentabletten?“ und „Muss ich meine Schilddrüsenhormondosis anpassen, wenn ich im Urlaub sehr viel Sport treibe?“

Lagerung der Schilddrüsenmedikamente

Schilddrüsenhormone sollten möglichst nicht längere Zeit über 25°Celsius, nur bei geringer Luftfeuchtigkeit und dunkel gelagert werden. Deshalb einige Tipps: Auf Reisen grundsätzlich nur den benötigten Bedarf und nicht die komplette 3-Monatspackung mitnehmen. Die Medikamente nicht im Handschuhfach des Autos transportieren oder auf der Fensterbank eines überheizten Hotelzimmers lagern, sondern z.B. in einer Thermobox verstauen oder in einer Schublade aufbewahren.

Schilddrüsenmedikamente & Zeitverschiebung

Die regelmässige Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten ist zwar sehr wichtig, andererseits ist das einmalige Auslassen oder einmalig zeitlich verzögerte Einnehmen der Tabletten für die überwiegende Mehrzahl der Schilddrüsenpatienten kein Problem. Deshalb ist es ratsam den üblichen Einnahmerhythmus, z.B. immer morgens eine halbe Stunde vor dem Frühstück, auch am Urlaubsort entsprechend der Ortszeit beizubehalten. Hilfreich kann hier eine Tablettenbox mit Timer sein.

Anpassung der Medikamentendosis bei sportlicher Belastung

Das ist ein schwieriges und sehr umstrittenes Thema! Bei Einnahme eines T4-Monopräparates bringt eine Erhöhung kurzfristig keinen nennenswerten Effekt, sondern wirkt sich im Normalfall erst nach circa 10 Tagen aus. Anders sieht dies bei zusätzlicher Einnahme eines T3-Medikamentes aus. Hier ist eine Reaktion auf sportliche Belastungen zwar möglich, sollte aber mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, um eine Schilddrüsenüberfunktion zu verhindern.

Jodhaltige Ernährung

In bestimmten Regionen (Nord- und Ostsee, Mittelmeer, Skandinavien, Asien) sind Fisch, Meeresfrüchte und Algen oft ein Hauptbestandteil der Ernährung. Die Verträglichkeit ist bei Schilddrüsenkranken individuell sehr unterschiedlich, aber um kein unnötiges Risiko einzugehen sollten Schilddrüsenkranke diesbezüglich lieber etwas zurückhaltender sein. Aufpassen müssen schilddrüsenkranke Patienten bei den gerade in Deutschland sehr beliebten Trinkkuren. Denn dabei wird nicht selten Wasser aus örtlichen Jodquellen oder neuerdings auch abgefülltes Jodwasser (z.B. Aqua Sola, Jodis) gereicht.
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Homepage erstellt am 22.03.05, aktualisiert am 02.09.11.
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