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Jod, Jodmangel, Jodüberversorgung
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Streitfall: Jod - harmlos oder gefährlich?
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Wissenswertes zum Thema Jod:
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Tipps für eine jodbewusste Ernährung:
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Wissenswertes zum Thema Jod: Spurenelement Jod

Jod ist ein chemisches Element und gehört zur Gruppe der Halogene. Der Name "Jod" leitet sich vom altgriechischen Wort „ioeides“ ab, welches so viel wie "veilchenfarbig" bedeutet. Der Hintergrund für die Namensgebung ist die Tatsache, dass die beim Erhitzen von Jod freigesetzten Dämpfe eine sehr charakteristische violette Farbe haben.

Medizinische Bedeutung von Jod

Die Bedeutung von Jod für die menschliche Gesundheit war eigentlich schon im Altertum bekannt. Bereits von den Pharaonen (1500 v. Chr.) sind Empfehlungen bzgl. der Anwendung von „unterägyptischem Salz“ zur Kropftherapie überliefert. Vitruv beschrieb um 10 v. Chr. in seinem Werk „homo bene figuratus - Theorie des wohlgeformten Menschen“ ausgeprägte Kröpfe bei den Alpenbewohnern. Anderen Überlieferungen zufolge wurden Schilddrüsenvergrösserungen schon damals mit Algen, Meertangasche oder getrocknetem Meerschwamm behandelt – lange bevor der französische Salpetersieder Bernard Courtois 1811 das Spurenelement Jod entdeckt hat.

Jod ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Organismus und in besonders hoher Konzentration in der menschlichen Schilddrüse vorhanden. Etwa 8 mg, das sind 65 % des körpereigenen Jods, befinden sich in der Schilddrüse. Da der menschliche Körper Jod nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung zugeführt werden. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Jod beträgt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung 180 - 200 µg. Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation) hält 1 – 2 µg Jod pro kg Körpergewicht für erforderlich. Das über die Ernährung zugeführte Jod wird im Darm resorbiert. Mit dem Blut gelangt das aufgenommene Jod zur Schilddrüse. Diese filtert das Jod aus dem Blut heraus. Die Schilddrüsenzellen transportieren das Jod in ihr Zellinneres, wo daraus die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin hergestellt werden.

Einflussfaktoren auf die Jodaufnahme
- Hohe Wassernitritgehalte und hohe Wasserhärtegrade beeinträchtigen die Jodaufnahme.
- Genussgifte wie Alkohol, Koffein und Nikotin vermindern die Verwertung von Jod.
- Daneben gibt es eine Vielzahl goitrogener Lebensmittel. „Die Resorption von Jod wird durch so genannte Glucosinolat-Progoitrogene gehemmt, Substanzen, die in Kreuzblütlern (besonders Kohl, Steckrüben) vorkommen. Auch Erdnüsse, Maniok und Sojabohnen beeinträchtigen die Jodaktivität in der Schilddrüse. [..] Wie gut Jod im Körper genutzt wird, hängt auch von Fluor, Brom und Chlor ab.“ (Quelle: Amanda Ursell, Vitamine & Mineralstoffe, München 2001).
SDG-Tipp
Lesen Sie dazu auch „Natürliche Goitrogene – Diese Lebensmittel können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen.
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Homepage erstellt am 22.03.05, aktualisiert am 27.01.12.
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