- Die
zwei Nebennieren liegen wie Polkappen oberhalb der Nieren. Es
sind kleine Hormondrüsen die aus dem Nebennierenmark und
der Nebennierenrinde bestehen. Im inneren Nebennierenmark werden
die Hormone Adrenalin und Noradrenalin hergestellt. In der
äusseren Nebennierenrinde werden die Hormone Cortisol und
Aldosteron produziert. Das Cortisol ist u.a. wichtig für
die Kohlehydratverwertung (Zuckerstoffwechsel) und den
Fettstoffwechsel. Die Regulation des Wasser- und
Elektrolythaushaltes (Kalium, Natrium) erfolgt mit Hilfe des
Aldosterons.
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Als
Nebennierenschwäche wird manchmal eine vorübergehende
Unterfunktion der Nebennieren bezeichnet die durch
langandauernden psychischen und/oder physischen Stress ausgelöst
wird. Dabei wird zunächst über sehr lange Zeit
vermehrt Cortisol ausgeschüttet bis die Nebennieren
irgendwann so erschöpft sind, dass sie nicht mehr
ausreichend Cortisol herstellen können. Dieses vom Morbus
Addison, der primären Nebennierenrindeninsuffizienz,
abzugrenzende Krankheitsbild ist wissenschaftlich umstritten und
nicht allgemein anerkannt. Bislang wird der Zusammenhang von
Nebennierenschwäche und Hashimoto-Thyreoidtis bzw.
Schilddrüsenunterfunktion fast ausschliesslich von
„Hertoghe-Ärzten“
diskutiert.
Auch die Theorie, dass sich die geschwächten Nebennieren
durch eine mehrmonatige Cortisongabe wieder „aufladen“
bzw. „anspringen“ und das Cortison danach wieder
abgesetzt bzw. langsam ausgeschlichen werden kann ist
wissenschaftlich nicht bewiesen.
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Diagnose:
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Die Diagnose
Nebennierenschwäche wird üblicherweise anhand der
Messung des körpereigenen Cortisols im
24-Stunden-Sammelurin oder im Speichel (Cortisol-Tagesprofil)
gestellt.
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Gelegentlich wird
auch ein ACTH-Test durchgeführt.
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ACTH
(=Adrenocorticotropin) ist ein Hormon welches die
Nebennierenrinde zur Synthese von Glukokortikoiden,
Mineralokortikoiden und Sexualhormonen anregt. Liegt eine
Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison) vor ist das ACTH
erhöht. Die Aussagekraft des ACTH-Tests in Bezug auf die
Nebennierenschwäche ist umstritten.
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Symptome:
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Mögliche
allgemeine Beschwerden:
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- chronische
Müdigkeit, Antriebsarmut und Schwindel
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- Konzentrations-
und Gedächtnisstörungen
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- verminderte
Stresstoleranz, auffällig ist das Zittern in
Stressituationen
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- niedriger
Blutzucker und häufige Unterzuckerungen (Hypoglykämien)
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- niedrige
Körpertemperatur und Frieren auch in warmer Umgebung
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- Infektanfälligkeit
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- ausgeprägter
Salzhunger sowie Besserung aller Symptome nach Nahrungsaufnahme
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Äusserlich
sichtbare Zeichen können sein
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- Fetteinlagerungen
im Bereich des Oberbauches bei ansonsten oft eher schlanker
Figur
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- Veränderungen
der Haut (sowohl auffällige Blässe als auch bräunliche
Verfärbungen)
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Therapie:
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Medikamentöse
Behandlung mit 25 - 50 mg Hydrocortison täglich.
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Sowie unterstützend
oder im Rahmen eines alternativmedizinischen
Behandlungsversuchs:
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- Vermeidung von
Stress
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- Einhalten eines
regelmässigen Tagesablaufs
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- Ausgewogene,
gesunde Ernährung
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- Verzicht auf
anregende Genussmittel (Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Zigaretten)
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- Trinkkur mit
Himalaya-Kristallsalz und/oder Süßholzwurzeltee
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- Nährstofftherapie
(B-Vitamine, Vitamin C, Magnesium)
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Homöopathisches Komplexmittel: Phytocortal
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