- Schilddrüsenhormone
haben erhebliche Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit
von Magen und Darm, die sich bei einem Mangel bzw. Überschuss
derselben in einer vielgestaltigen Symptomatik zeigen.
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Im Rahmen der
Schilddrüsenunterfunktion kommt es aufgrund der
verlangsamten Darmmotilität zu Verstopfung. Auch
Völlegefühl, Übelkeit, Appetitverlust und
Blähungen können auftreten. Durch die ödematöse
Verdickung der Darmschleimhaut entstehen Resorptionsstörungen,
die eine ausreichende Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und
Spurenelementen verhindern. Sehr häufig kommt es im Rahmen
einer Schilddrüsenunterfunktion auch zu einer gestörten
Gallenproduktion.
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Da
Schilddrüsenhormone eine anregende Wirkung auf die
Darmmotilität haben führt eine
Schilddrüsenüberfunktion fast immer zu
Durchfall oder häufigen, weichen Stühlen. Der
Überschuss an Schilddrüsenhormonen kann darüber
hinaus krampfartige Magen-Darm-Beschwerden zur Folge haben.
Manchmal tritt ein regelrechter Heißhunger auf. Die
Passage der Lebensmittel durch den Dünn- und Dickdarm ist
deutlich verkürzt, so dass es zu einer mangelhaften
Ausnutzung der Nahrung mit daraus folgenden Nährstoffdefiziten
kommt. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion kann eine
gestörte Gallenproduktion zur Folge haben.
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Die bereits
genannten Störungen im Magen-Darm-System sind bei guter
Einstellung mit Schilddrüsenhormonen voll
rückbildungsfähig.
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Zusätzlich
zu den durch eine Schilddrüsenfunktionsstörung
verursachten gastro-intestinalen Beschwerden gibt es einige
Erkrankungen des Verdauungsapparates, die gehäuft zusammen
mit der Hashimoto-Thyreoiditis auftreten und ähnliche
Symptome verursachen können. Dazu zählen Krankheiten
wie perniziöse Anämie, Autoimmunhepatitis
(chronische, autoimmune Leberentzündung), Zöliakie,
Morbus Crohn und Colitis ulzerosa. Auch eine
Lactoseintoleranz tritt häufig auf.
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