- Seltene
Komorbiditäten im Bereich des Nervensystems
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Hashimoto-Enzephalopathie
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In sehr seltenen
Ausnahmefällen kommt es zu einer neurologischen
Manifestation der Hashimoto-Thyreoiditis. Diese Ausbreitung auf
Gehirn und Nervensystem wird auch als Hashimoto-Enzephalopathie
bezeichnet. Hierbei treten Symptome wie Verwirrtheit,
Depressionen, Zittern, Schwindel, Unruhezustände,
Sprachstörungen, Halluzinationen und epileptische Anfälle
auf. Bei einigen Betroffenen kommt es auch zu einer
schlaganfallähnlichen Symptomatik. Die Beschwerden treten
unabhängig von der Schilddrüsenfunktionslage, also
auch bei normalen Werten von TSH, fT3 und fT4 auf.
Charakteristisch für dieses Krankheitsbild, welches noch
weitgehend unbekannt ist, sind sehr hohe Konzentrationen von
Schilddrüsenautoantikörpern. Auffällig sind
außerdem oft Veränderungen im Elektroenzephalogramm
(EEG, Aufzeichnung der Hirnströme). Behandelt wird die
Hashimoto-Enzephalopathie mit TSH-suppressiver Thyroxintherapie,
um das Autoimmungeschehen zu unterdrücken. Außerdem
spricht diese Erkrankung in der Regel gut auf die Behandlung mit
Kortison an, so dass sich die Beschwerden rasch zurückbilden.
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Weblink:
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M. K. Hauenstein:
Klinisches
Bild, diagnostische Befunde und Therapieresponz bei der
Hashimoto-Enzephalitis: umfassende Analyse aller bisherigen 175
Fallberichte sowie zweier eigener Fälle
(Dissertation)
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Multiple
Sklerose
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Die Multiple
Sklerose (Encephalomyelitis disseminata) ist eine vermutlich
autoimmun verursachte entzündliche, meist schubförmig
verlaufende Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS) bei der
es zur Zerstörung der Schutzschicht der Nervenfasern
(Myelinscheiden) kommt. Da die charakteristischen
Entzündungsherde überall im ZNS auftreten können
sind die unterschiedlichsten Krankheitssymptome (z.B.
Sehstörungen, Kribbelparästhesien, Spastiken,
Lähmungen, Erschöpfungszustände) möglich. Es
gibt unterschiedliche Krankheitsverläufe: die schubförmig
remittierende MS, die primär progrediente MS, die sekundär
progrediente MS und die extrem seltene fulminant verlaufende MS.
Der Erkrankungsbeginn liegt häufig zwischen dem 15. und 40
Lebensjahr, wobei Frauen doppelt so häufig wie Männer
an einer Multiplen Sklerose erkranken. Die Krankheitsursache
konnte noch nicht eindeutig geklärt werden – als
Auslöser angenommen wird eine Kombination von genetischer
Disposition und äußeren Faktoren. Diskutiert wird
darüber hinaus, daß ein gemeinsamer Defekt des
Immunsystems der Grund dafür sein könnte, daß
eine Multiple Sklerose und die autoimmunen
Schilddrüsenerkrankungen Morbus Basedow, Hashimoto
Threoiditis) gehäuft zusammen auftreten.
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Weblinks
& Literatur
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J. S. Sloka, M.
Stefanelli, C. Joyce: Co-occurrence
of autoimmune thyroid disease in a multiple sclerosis cohort
(PDF)
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► Es gibt ein
breit gefächertes Literaturangebot
zum Thema Multiple Sklerose
(Amazon)
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erstellt am 29.10.07, aktualisiert am 08.06.09
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