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Jod, Jodmangel, Jodüberversorgung
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Streitfall: Jod - harmlos oder gefährlich?
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Wissenswertes zum Thema Jod:
- Einleitung
- Spurenelement Jod
- Jod und Schilddrüsenerkrankungen (Jodmangelstruma, Autoimmunthyreopathie)
- Jodversorgung in Deutschland
- Befürworter der Jodmangelprophylaxe (Arbeitskreis Jodmangel)
- Kritiker der „Zwangsjodierung“ (Patienteninitiativen)


Tipps für eine jodbewusste Ernährung:
- Einleitung
- Lebensmittel mit natürlich hohem Jodgehalt
- jodiertes Speisesalz (Jodsalz)
- künstlich mit Jod angereicherte Milchprodukte
- Jod in Brot- und Backwaren sowie Fleisch- und Wurstwaren
- jodhaltige Lebensmittelzusätze und Medikamente
Wissenswertes zum Thema Jod: Befürworter der Jodmangelprophylaxe

Zu den häufigsten Schilddrüsenerkrankungen gehörte bis in die 90er Jahre hinein eine durch einen Jodmangel ausgelöste Schilddrüsenvergrösserung (Jodmangelkropf, Jodmangelstruma), die in einigen Fällen auch zu einer Schilddrüsenfehlfunktion geführt hat. In Deutschland soll es in der Vergangenheit bei bis zu 20 Prozent der Bevölkerung dazu gekommen sein.

Das war 1984 Anlass für die Gründung des Arbeitskreises Jodmangel durch Mitglieder der Sektion Schilddrüse der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Es folgte eine beispiellose Marketingkampagne, welche den Absatz von Jodsalz erheblich steigerte. Jodiertes Salz wurde zwar bereits 1976 in Deutschland eingeführt, trug aber zunächst noch den Aufdruck „Nur bei ärztlich festgestelltem Jodmangel zu verwenden“. Der Jodgehalt betrug max. 5 mg Jod pro kg Salz und der Marktanteil lag bei < 1 %. Heute ist ein Jodgehalt von max. 25 mg Jod pro kg Salz erlaubt und der Marktanteil liegt bei > 80 %.

Alfred Fischer war bis 2008 Geschäftsführer der praxis-press Public Relations GmbH, der damaligen Kontakt- und Organisationsstelle des Arbeitskreises Jodmangel. Im Rahmen eines Vortrags der 2. Sächsischen Ernährungskonferenz "Mir geht's jod" stellte er die Entwicklungsschritte kurz vor:

1989: Jodsalz ist nicht länger Diätlebensmittel sondern Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs. Der Einsatz von Jodsalz in der Lebensmittelherstellung sowie in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung wird ermöglicht.

1991: Die Verwendung von Jodsalz für die Herstellung von Wurst/-Fleischwaren (als jodiertes Nitritpökelsalz) wird erlaubt. Ferner wird die Anreicherung von Säuglingsmilch und Säuglingsbreinahrung mit Jod möglich.

1993: Die Kenntlichmachungsvorschriften für mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel werden neu geregelt: bei verpackten Lebensmittel reicht ein Hinweis im Zutatenverzeichnis, bei lose verkauften Lebensmitteln sowie in der Gemeinschaftsverpflegung ist eine Kenntlichmachung nicht erforderlich, freiwillige Angaben sind jedoch erlaubt.“

Lange Zeit war die Resonanz auf die Bemühungen des Arbeitskreises Jodmangel (AKJ) die Jodversorgung der deutschen Bevölkerung zu verbessern ausgesprochen positiv. Seit einiger Zeit gerät der AKJ allerdings zunehmend in die Kritik. Ihm wird u. a. vorgeworfen, dass er neue wissenschaftliche Erkenntnisse nicht ausreichend berücksichtigt und die möglichen negativen Auswirkungen einer erhöhten täglichen Jodaufnahme verharmlost. Als Motivation für dieses Verhalten werden die Interessen der im Hintergrund agierenden Salz- und Pharmaindustrie angeführt.
SDG-Tipp
Die Internetpräsenz des Arbeitskreises Jodmangel finden Sie unter www.jodmangel.de
Im Rahmen eines Symposiums der Paul Martini-Stiftung hielt der langjährige Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel Prof. Dr. Peter Scriba den aufschlussreichen Vortrag „Wer braucht Jodtabletten?, den Sie sich als PDF-Datei downloaden können.
Homepage erstellt am 22.03.05, aktualisiert am 02.11.11.
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