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für eine jodbewusste Ernährung: Künstlich mit Jod
angereicherte Milchprodukte
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Das
Weglassen von jodiertem Speisesalz im eigenen Haushalt sowie der
Verzicht auf stark jodhaltige Seefische, Meeresfrüchte und
Algenprodukte ist problemlos möglich.
Jodzusätze in abgepackten Lebensmitteln sind
deklarationspflichtig, so dass der Kauf derartiger Produkte
vermieden werden kann. Ob der Bäcker oder Fleischer um die
Ecke bei der Herstellung seiner Brot- und Backwaren bzw. seiner
Fleisch- und Wurstwaren Jodsalz verwendet kann im Einzelfall mit
geringem Aufwand nachgefragt werden.
Problematisch
ist jedoch der unbekannte und demzufolge nicht deklarierte
Jodgehalt von Milch und Milchprodukten.
Legt
man die Verzehrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung bezogen auf Milch- und Milchprodukte zugrunde, d.
h. täglich 1 Glas/250 ml Milch (Buttermilch, Molke), 1
Becher/200 g Joghurt (Dickmilch, Kefir) und 2 Scheiben/50 g Käse,
nimmt jeder erwachsene Bundesbürger täglich 500 g
Milch/Milchprodukte zu sich. Der Jodgehalt handelsüblicher
Kuhmilch (Grundstoff für diverse Milchprodukte) ist
nachgewiesenermassen unkontrollierten Schwankungen unterworfen,
weil er von mehreren Faktoren (Jodzusätze im Tierfutter,
Melkhygiene usw.) abhängig ist. Verlässliche,
deutschlandweite Untersuchungen sowie aktuelles Zahlenmaterial
fehlen bislang. Bereits anhand der nachfolgend dargestellten, in
unterschiedlichen Zusammenhängen erfassten Milch-Jodgehalte
wird aber deutlich, dass die Unbedenklichkeitsgrenze von 200 µg
Jod täglich für Betroffene der autoimmunen
Schilddrüsenerkrankungen im Einzelfall sehr wohl
überschritten werden kann. Eine seriöse
Grundlagenforschung unabhängiger Institute ist deshalb
unbedingt erforderlich!
Jodgehalt
pro Liter Kuhmilch
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47 – 98 µg
(Vorgemelk)
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21 – 68 µg
(Nachgemelk)
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Quelle:
K. Scherer-Herr: Jodausscheidungen über Urin und Milch in
einem Milchviehbetrieb in Nordrhein- Westfalen (Promotion),
Universität Müchen - Fachbereich Veterinärmedizin,
2001
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100 – 490 µg
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Quelle:
F. Schöne, L. Darnaus, M. Leiterer, A. Greiling, G. Jahreis
(Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft):
Vergleichende Untersuchungen von Milch und Käse und daraus
abgeleitete Produktinnovationen, 2001
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175 – 206 µg
(jodfreie Desinfektion)
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192 – 294 µg
(Desinfektion mit Jodlösung)
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Quelle:
U. Falkenberg: Untersuchungen zum Einsatz verschiedener
Zitzendippverfahren in der Melkhygiene (Promotion), Freie
Universität Berlin – Fachbereich Veterinärmedizin,
2002
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39
– 730 µg
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Quelle:
S. Pallas: Analyse von Eutergesundheit und Rohmilchqualität
im automatischen Melksystem (Promotion), Freie Universität
Berlin – Fachbereich Veterinärmedizin, 2002
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552
µg (2
mg Jodzusatz pro kg Tierfutter)
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1215
µg (5,5
mg Jodzusatz pro kg Tierfutter)
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2760
µg (10
mg Jodzusatz pro kg Tierfutter)
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Quelle:
G. Flachowski (Institut für Tierernährung der
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft): Jod im
Tierfutter erhöht Konzentration in Milch und Eiern,
Braunschweig, 2006
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