- Wissenswertes
zum Thema Jod: Jod und Schilddrüsenerkrankungen
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Jodmangelstruma
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Ein
Jodmangel hat zunächst eine euthyreote Kropfbildung zur
Folge, d.h. die Schilddrüse vergrößert sich ohne
dass die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt ist. Erst
ein längere Zeit anhaltender, ausgeprägter Jodmangel
führt zu einer Schilddrüsenfehlfunktion. Diese
Unterfunktion der Schilddrüse ist durch eine unzureichende
Synthese der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin
gekennzeichnet. Schilddrüsenhormone tragen entscheidend zur
körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit bei.
Nahezu alle Organe wie Herz, Gehirn, Niere, Lunge, Leber, Darm
und die Skelettmuskulatur werden durch die Schilddrüsenhormone
beeinflusst. Dabei haben sie vielfältigste Wirkungen im
Körper. Aus der Vielzahl dieser Funktionen können sich
dann aber auch im Gegenzug bei einem Mangel an
Schilddrüsenhormonen zahlreiche Krankheitssymptome
(Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Melancholie,
Verstopfung, strohige Haare, trockene Haut, Muskelschmerzen)
zeigen.
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Autoimmunthyreopathie
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Weitgehende
Übereinstimmung herrscht darüber, dass Jod (bei
entsprechender genetischer Veranlagung) zum Ausbruch einer
Hashimoto-Thyreoiditis oder eines Morbus Basedow beiträgt
und auch, dass Jod den Zerstörungsprozess der Schilddrüse
bei bestehender autoimmuner Schilddrüsenerkrankung
beschleunigt. Umstritten ist hingegen bei welcher, über
einen längeren Zeitraum, täglich aufgenommenen Menge
Jod es zu diesen negativen Effekten kommt. Während einige
Experten den Grenzwert bei circa 200 µg Jodaufnahme täglich
sehen, halten andere Experten täglich aufgenommene Mengen
von bis zu 500 µg Jod noch für unbedenklich. Diese
voneinander abweichenden Einschätzungen der
Schilddrüsenexperten sind u. a. auf die bislang wenig
erforschten Zusammenhänge zwischen Jodzufuhr,
Schilddrüsenfunktion und Autoimmunerkrankungen
zurückzuführen.
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Jodismus
(Jodunverträglichkeit,
Jodallergie, Jodakne, Jodvergiftung)
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Neben
den Auswirkungen von Jod auf die Autoimmunerkrankungen der
Schilddrüse, werden unabhängig davon noch weitere
gesundheitliche Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit einer
erhöhten Jodaufnahme diskutiert. Dazu gehören –
nach Aussage von Betroffenen - die Jodunverträglichkeit, die
Jodallergie, die Jodakne und die Jodvergiftung. Mögliche
Symptome des Jodismus können demnach Reizungen der
Mundschleimhaut, Hautausschläge und Entzündungen der
Bindehaut des Auges sein. Die Möglichkeit, dass der Verzehr
von jodhaltigen Lebensmitteln oder der Hautkontakt mit
jodhaltigen Desinfektionsmitteln derartige Reaktionen auslösen
kann, ist
allerdings sehr umstritten.
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Mastopathie/Mammakarzinom
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Die
Wirkung von Jod ist nicht nur auf die Schilddrüse und Haut-
bzw. Schleimhäute beschränkt, sondern es scheint auch
Einflüsse auf weitere Gewebe zu geben. So wird seit einigen
Jahren der Zusammenhang von Jod und Veränderungen des
Brustgewebes diskutiert. „Höhere Jodgaben ließen
bei Frauen, die gutartige Geschwülste und Schwellungen in
der Brust hatten, die Schmerzen und die Zystenbildung abklingen.
[…] Präkanzeröse Schädigungen des
Brustgewebes scheinen mit einer zu geringen Jodaufnahme
zusammenzuhängen.“ (Quelle:
Amanda Ursell, Vitamine & Mineralstoffe, München 2001).
Um das therapeutische Spektrum einschätzen zu können,
sind jedoch noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen
erforderlich.
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