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an Haut und Haaren können auf vielfältige Weise durch
Schilddrüsenerkrankungen verursacht werden. Oft hängen
sie mit einer Schilddrüsenfehlfunktion zusammen, d.h. die
Krankheitssymptome bilden sich langsam zurück wenn der
Schilddrüsenstoffwechsel medikamentös richtig
eingestellt wurde. Manchmal kommt es allerdings auch zu weiteren
Krankheiten die dann unabhängig von der
Schilddrüsenerkrankung behandelt werden müssen.
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Symptome
von Schilddrüsenfehlfunktionen
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Durch eine
Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen
kommt es häufig zu einer kühlen und
gespannten Haut, weil die Blutgefässe verengt sind. Die
auffällige Blässe ist zumeist durch eine begleitende
Blutarmut (Anämie) erklärbar. Die Haut ist insgesamt
eher trocken, rau und schuppt schnell. Durch Einlagerungen von
Wasser oder eines aus Mucopolysacchariden zusammengesetzten
zähen Schleims (Myxödem) sieht das Gesicht aufgedunsen
und geschwollen aus, vor allem um die Augen herum. Ödeme
können aber auch im Bereich der Hände und Fußgelenke
auftreten. Dies wird beispielsweise daran bemerkt, dass gut
sitzende Fingerringe oder Socken plötzlich sichtbare und
schmerzhafte Einkerbungen hinterlassen. Bei einer länger
bestehenden Schilddrüsenunterfunktion kann sich eine
charakteristische Gelbfärbung an den Nasenfalten, den
Handinnenflächen oder den Fußsohlen zeigen. Einige
Betroffene bemerken auch eine verstärkte Neigung zu blauen
Flecken. Die Fingernägel wachsen langsamer als gewöhnlich,
sind dünn, hart und brüchig. Manchmal treten außerdem
auffällige Längs- und Querfurchen auf. Die Haare sind
oft trocken, wirken spröde und strohig. Häufig tritt
Haarausfall auf.
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Bei
einer Überversorgung mit Schilddrüsenhormonen
ist die Haut gut durchblutet, teilweise deutlich gerötet
und unangenehm schweißig-feucht. Neben der Neigung zu
fettigen Haaren kommt es ebenfalls häufig begleitend zu
einem Haarausfall, so dass die Haare dünner werden. Das
Wachstum der Haare ist deutlich beschleunigt. Auch die
Fingernägel wachsen schneller. Bei einer
Schilddrüsenüberfunktion sind die Fingernägel
weich und brüchig. Auch hier kann es zu Längsrillen
kommen. Nach Normalisierung der Schilddrüsenfunktionslage
kann es oftmals Monate dauern bis die genannten Beschwerden
wieder vollständig verschwinden.
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Begleitend
auftretende Erkrankungen
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Betroffene der
autoimmunen Schilddrüsenerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis
leiden überdurchschnittlich häufig an
Pigmentierungsstörungen der Haut wie Vitiligo oder Melasma.
Bei Vitiligo, auch Weißfleckenkrankheit genannt,
treten oft zunächst an den Händen weiße
(pigmentfreie), scharf begrenzte Hautflecken von
unterschiedlicher Größe und Anzahl auf. Die Ursachen
für diese nicht ansteckende Erkrankung sind noch nicht
restlos geklärt: Neben einer genetischen Disposition und
Belastungen der Haut wie z. B. eine starke Sonnenbestrahlung,
werden hormonelle Schwankungen (Einnahme oraler Kontrazeptiva)
sowie negative Einflüsse auf das Immunsystem wie
beispielsweise starker Stress als Auslöser diskutiert. Die
Erkrankung ist nicht heilbar und die schulmedizinischen
Behandlungsmöglichkeiten sind beschränkt – nicht
zuletzt, weil Vitiligo von vielen Ärzten als rein
kosmetisches Problem abgetan wird und es deshalb kaum
Forschungsbemühungen gibt.
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Melasma ist
eine Pigmentierungsstörung bei der es zu scharf begrenzten,
gelblich-braunen bis rötlichen Hautflecken kommt. Diese
treten, bei meist dunkleren Hauttypen, bevorzugt im Gesicht
(Stirn, Schläfen, Wangen, Kinn) aber auch an anderen
Körperstellen auf. Zu den Ursachen für Melasma zählen
hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft, Einnahme oder Absetzen
oraler Kontrazeptiva etc.), aber auch die Benutzung bestimmter
Kosmetika oft in Verbindung mit intensiver Sonnenbestrahlung.
Diese kosmetisch störenden Hautflecken können sich
auch ohne Behandlung von selbst zurückbilden.
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Auch eine Alopezia
areata (kreisrunder Haarausfall) oder eine Urticaria
(Nesselausschlag) treten oft zusätzlich auf.
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Bei der Urticaria
entstehen nach dem Kontakt mit Allergenen oder nach Reizen wie
Kälte oder Wärme juckende, rote Hautquaddeln. Diese
Quaddeln ähneln denen, die durch eine Berührung von
Brennesseln ausgelöst werden.
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Wenn auffällige
rote Äderchen im Gesicht auftreten oder sich die
Gesichtshaut nach dem Verzehr stark gewürzter Speisen oder
Alkohol rötet, kann eventuell eine Rosazea
vorliegen.
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Beim Sicca-Syndrom
sind die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund
ausgesprochen trocken.
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Der Morbus
Addison, eine Autoimmunerkrankung der Nebenniere, zeigt sich
häufig mit einer Braunfärbung der Haut.
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Und auch beim Lupus
erythematodes ist der schmetterlingsförmige, rote
Ausschlag im Gesicht normalerweise der erste Hinweis auf das
Vorliegen dieser weiteren Autoimmunkrankheit.
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