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Verzeichnis häufig verwendeter Fachbegriffe


Adenom: Gutartiger Knoten in der Schilddrüse
Akute Thyreoiditis: Durch Bakterien ausgelöste Schilddrüsenentzündung
Anaplastisches Schilddrüsenkarzinom: Seltener, aber sehr aggressive Form von Schilddrüsenkrebs
Antikörper: Durch Antigene (Fremdeiweiße) hervorgerufene Abwehrstoffe
Apathetic thyrotoxicosis: Hyperthyreose mit ausgeprägter depressiver Symptomatik
Arteria thyroidea superior: obere Schilddrüsenschlagadern
Arteria thyroidea inferior: untere Schilddrüsenschlagadern
Arteria thyroidea ima: selten vorhandene fünfte Schilddrüsenschlagader
Athyreose: Fehlen der Schilddrüse von Geburt an
Autoimmun: Das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an
Autoimmunorbitopathie: Synonym Endokrine Orbitopathie, Augenbeteiligung beim Morbus Basedow
Autoimmunthyreoiidtis: autoimmunbedingte Schilddrüsenentzündung
Autonomes Adenom: Heißer Knoten, der unkontrolliert Schilddrüsenhormone produziert


Benigne Thyreopathie: gutartige Schilddrüsenerkrankung
Blande Struma: Schilddrüsenvergrößerung mit normaler Schilddrüsenfunktion


C-Zell-Karzinom: Synonym Medulläres Schilddrüsenkarzinom, von den C-Zellen ausgehende Form von Schilddrüsenkrebs


Dejodierung: Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 in T3 durch Abspaltung eines Jodatoms
Disseminierte Autonomie: Sonderform einer über die gesamte Schilddrüse verteilten Autonomie
Ductus thyreogossus: kleiner Tunnel zwischen Schilddrüse und Zungengrund


Endemische Struma: Schilddrüsenvergrößerung mit normaler Schilddrüsenfunktion
Endokrin: Innere Sekretion aufweisend (Schilddrüse produziert Hormone, die sie nach außen abgibt)
Endokrine Orbitopathie: Augenbeteiligung beim Morbus Basedow
Endokrine Ophthalmopathie: Synonym Endokrine Orbitopathie, Augenbeteiligung beim Morbus Basedow
Endokrinologe: Auf die Behandlung von Erkrankungen der Drüsen (Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse) spezialisierter Arzt
Endokrines Psychosyndrom: durch Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion bedingte psychische Veränderungen
Epithelkörperchen: Nebenschilddrüsen
Euthyreose: Ausgeglichene Schilddrüsenhormonlage, d. h. es besteht weder eine Unter- noch eine Überfunktion


fT3/T3: Trijodthyronin, Liothyronin (stoffwechselaktives Schilddrüsenhormon)
fT4/T4: Tetrajodthyronin, Thyroxin (stoffwechselinaktives Speicherhomon)
Follikuläres Schilddrüsenkarzinom: Form von Schilddrüsenkrebs mit sehr guten Heilungschancen


Glandula thyroidea: Schilddrüse
Glandulae parathyroideae: Nebenschilddrüsen
Glotzaugenkachexie: Morbus Basedow
Goitrogene: Kropfbildner


Hashimoto, Hakaru: Japanischer Arzt, der die Hashimoto-Thyreoiditis entdeckte
Hashimoto-Thyreoiditis: autoimmune Schilddrüsenentzündung, die zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt
Hashitoxikose: Anfängliche Schilddrüsenüberfunktion bei der Hashimoto-Thyreoiditis
Hertoghe-Zeichen: Ausgedünnte, seitliche Augenbrauen
Hoffmann-Syndrom: Synonym für hypothyreote Myopathie (erhöhte Muskelspannung, Muskelschwäche)
Hormon: Botenstoff, der von Drüsen in das Blut abgegeben wird und die Tätigkeit von Organen beeinflusst
Hyperthyreose: Überfunktion der Schilddrüse (hyper = übermäßig, hier ein Zuviel an Schilddrüsenhormonen)
Hyperthyreosis factitia: Durch eine Überdosierung mit Schilddrüsenhormonen erzeugte Überfunktion
Hypophyse: Hirnanhangdrüse
Hypothalamus: Zwischenhirn
Hypothyreose: Unterfunktion der Schilddrüse (hypo = unzureichend, hier ein Zuwenig an Schilddrüsenhormonen)
Hypothyreotes Koma: Lebensbedrohliche Situation durch Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen (Symptome: Verwirrtheitszustände, Körpertemperatur < 30 °C, extrem niedriger Blutdruck und Puls, Fehlen von Muskelreflexen usw.)


Iatrogene Hyperthyreose: Durch eine Überdosierung mit Schilddrüsenhormonen erzeugte Überfunktion
Isthmus: Verbindungsstück zwischen den Schilddrüsenlappen


Jod: Spurenelement, welches zur Herstellung der Schilddrüsenhormone benötigt wird
Jodismus: Krankheitsbild infolge einer langandauernden Überdosierung von Jod (Symptome: Schnupfen „Jodschnupfen“, Augenbindehautentzündung, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, vermehrter Speichelfluss, Hautausschläge „Jodakne“)


Kalzitonin: Von den C-Zellen der Schilddrüse gebildetes Hormon
Knoten: Gewebeveränderungen: kalt = nicht hormonproduzierend, heiß = hormonproduzierend
Kolloid: In der Schilddrüse vorkommendes thyreoglobulinhaltiges Gel
Kocher-Debré-Semelaigne-Syndrom: vergrößerte, aber gleichzeitig schwache Muskulatur im Zusammenhang mit einem kongenital erworbenen Myxödem
Kretinismus: Behinderung als Folge einer Schilddrüsenunterfunktion (früher meist durch Jodmangel)
Kropf: Sichtbare Vergrößerung der Schilddrüse


Levothyroxin: künstlich hergestelltes Schilddrüsenhormon T4
Lobuli: Drüsenläppchen
Lobus dexter: rechter Schilddrüsenlappen
Lobus sinister: linker Schilddrüsenlappen


MAK: Mikrosomale Antikörper, veraltete Bezeichnung für TPO-AK
Marine-Lenhart-Syndrom: Erstbeschreiber David Marine u. Carl Lenhart (1911); gleichzeitiges Auftreten einer Schilddrüsenautonomie und eines Morbus Basedow
Medulläres Karzinom: Synonym C-Zell-Karzinom, Krebserkrankung welche von den C-Zellen in der Schilddrüse ausgeht.
Merseburger Trias: Das gleichzeitige Auftreten von Schilddrüsenvergrößerung, schnellem Puls und hervortretenden Augen beim Morbus Basedow
Morbus Basedow: autoimmune Schilddrüsentzündung, die zu einer Schilddrüsenüberfunktion führt
Myxedema madness: Psychosen die im Zusammenhang mit einer Hypothyreose auftreten
Myxödem: Schwellungen (durch Einlagerung von Mucupolysacchariden) bei Schilddrüsenunterfunktion


Neuromonitoring: Verfahren zur Überprüfung der Stimmbandnerven bei SD-OPS
Nuklearmediziner: Arzt, der radioaktive Substanzen bei der Untersuchung und Behandlung von Krankheiten einsetzt


Olivari-Methode: Operative Fettgewebsresektion bei der Endokrinen Orbitopathie
Ord-Thyreoiditis: Andere Bezeichnung für atrophe Autoimmunthyreoiidtis
Ossäre Dekompression: Operative Eröffnung der knöchernden Orbitawände bei der Endokrinen Orbitopathie


Palpation der Schilddrüse: Tastuntersuchung der Schillddrüse
Papilläres Schilddrüsenkarzinom: Form von Schilddrüsenkrebs mit sehr guten Heilungschancen
Parathormon: Hormon der Nebenschilddrüse
Pendred-Syndrom: Erbkrankheit die durch die Kombination von Schwerhörigkeit und Struma gekennzeichnet ist
Plummerung: Verfahren, bei der die Schilddrüsentätigkeit durch extrem hohe Joddosen blockiert wird, z.B. präoperativ bei Schilddrüsenüberfunktionen
Polyendokrines Autoimmunsyndrom Typ II (PAS II): Kombination mehrerer Autoimmunerkrankungen die zu insuffizienten Hormondrüsen führen
Post-partum Thyreoiditis: Eine Schilddrüsenentzündung die typischerweise nach der Geburt auftritt
Prätiables Myxödem: Rötlich-bläuliche Schwellung der Haut im Bereich des Schienbeins beim Morbus Basedow
Punktion: Gewebeentnahme


Radioiodtherapie: Therapie zur Behandlung von Hyperthyreosen, bei der durch Einnahme schwach radioaktiven Jods, welches sich in der Schilddrüse einlagert, Schilddrüsenzellen zerstört werden.
Recurrensparese: Lähmung des Stimmbandnervs als Komplikation bei SD-OPs
Reverse-T3: Inaktive Form des Schilddrüsenhormons T3


Schilddrüsenkarzinom: Krebserkrankung der Schilddrüse
Schmidt-Syndrom: Erstbeschreiber Martin Schmidt (1907); Kombination von Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Addison
Sonografie: Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse
Struma: Vergrößerung der Schilddrüse (umgangssprachlich: Kropf)
Struma maligna: Sammelbegriff für bösartige Neubildungen in der Schilddrüse
Strumitis: Schilddrüsenentzündung einer bereits vorhandenen Struma
Suppression: Unterdrückung des TSH, so dass er nicht mehr messbar ist
Szintigrafie: Nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren, um festzustellen, in welchem Umfang die Schilddrüse Jod speichert


Technetium: Substanz mit jodähnlichen Eigenschaften, die zur szintigrafischen Untersuchung der Schilddrüse verwendet wird.
Technetium-Uptake: Zeigt an, welche Menge Jod die Schilddrüse einspeichert (erhöhter Uptake = Hinweis auf Hyperthyreose, erniedrigter Uptake = Hinweis auf Hypothyreose)
Tg-AK: Thyreoglobulin-Antikörper. Die Tg-AK richten sich gegen das Thyreoglobulin. Dabei handelt es sich um ein an der Produktion und Speicherung von Schilddrüsenhormonen beteiligtes Protein.
Thyreoglobulin: Schilddrüsenspezifisches Speichereiweiß
Thyreoidektomie: Operative Entfernung der Schilddrüse
Thyreoiditis: Entzündung der Schilddrüse (autoimmun, bakteriell oder viral bedingt)
Thyreoiditis de Quervain: Seltene Form einer subakuten Schilddrüsenentzündung
Thyreostatika: Medikamente, welche die Schilddrüsenhormonproduktion hemmen
Thyreotoxikose: Massive Schilddrüsenüberfunktion mit lebensbedrohlichen Komplikationen
Thyreotoxische Krise: Lebensbedrohliche Situation durch Überversorgung mit Schilddrüsenhormonen
Thyreozyten: Schilddrüsenzellen
TPO-AK: Thyreo-Peroxidase-Antikörper. Die TPO-AK greifen die Schilddrüsenperoxidase an. Dieses Enzym ist an der Bildung der Schildrüsenhormone beteiligt.
TRAK: TSH-Rezeptor-Antikörper. Die TRAK docken an den eigentlich für das TSH vorgesehenen Rezeptoren an und blockieren diese dadurch, so dass sich das TSH dort nicht mehr verankern kann.
Transthyretin: Speicher- und Transporteiweiß
TRH: Thyreotropin Releasing Hormon. Das TRH ist ein Hormon, welches im Hypothalamus pduziert wird. Es regt die Hypophyse an TSH freizusetzen.
TSH: Thyreoidea Stimulating Hormon. Das TSH wird von der Hypophyse produziert und stimuliert die Schilddrüse zur Bildung der Schilddrüsenhormone T4 und T3.


Unifokale Autonomie: Synonym Autonomes Adenom, heißer Knoten, der unkontrolliert Schilddrüsenhormone produziert


Zyste: Mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum

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Homepage erstellt am 31.05.05, aktualisiert am 15.02.10
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