- B-Vitamine
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Die B-Vitamine
gehören zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine und
sind wichtige Co-Enzyme in Stoffwechselprozessen. Sie sind an
der Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen in
körpereigene Energie beteiligt. B-Vitamine haben aber auch
wichtige Aufgaben innerhalb des Nervensystems. Mit Ausnahme des
Vitamins B 12 können B-Vitamine nicht im Körper
gespeichert werden, müssen also täglich neu mit der
Nahrung aufgenommen werden.
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Die einzelnen
Vitamine des B-Komplexes wirken untereinander synergistisch, d.
h. sie unterstützen und verstärken sich gegenseitig in
ihrer Wirkung. Wenn ein einzelnes B-Vitamin fehlt, ist dadurch
auch die Wirkungsweise anderer B-Vitamine eingeschränkt.
Aufgrund dieses gemeinsamen Wirkungskonzeptes macht die Einnahme
eines einzelnen Vitamins auch nur wenig Sinn. B-Vitamine sollten
immer nur in einem Komplex kombiniert eingenommen werden.
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Folsäure,
Biotin, Cholin, Inositol und PABA sind eigentlich keine echten
B-Vitamine, werden aber dieser Gruppe meist zugerechnet, da sie
ähnliche Eigenschaften haben.
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Eine Studie des
renommierten Robert-Koch-Institutes ergab, dass die
Vitaminzufuhr in Deutschland nicht optimal ist. Besonders der
Bedarf an Vitaminen des B-Komplexes wie Folsäure ist
demnach nur unzureichend gedeckt. Bei anderen B-Vitaminen wie
Thiamin, Riboflavin, Niacin und Kobalamin ist der
Versorgungsstatus deutlich zurückgegangen, so dass in
bestimmten Lebenssituationen bereits jetzt ein Mangel besteht
und allgemein eine unzureichende Versorgung in den nächsten
Jahren zu erwarten ist. (Beitz,
Mensink, Fischer, Thamm: “Vitamins – dietary intake
and intake from dietary supplements in Germany“, Eur J
clin nutrition 2002, 56: 539 - 545)
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Thiamin
(Vitamin B1)
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Tagesbedarf (DGE):
1,0 – 1,4 mg
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Thiamin ist an der
Herstellung von Acetylcholin beteiligt, welches eine
entscheidende Rolle bei der Gedächtnisleistung und
Konzentrationsfähigkeit spielt. Thiamin sorgt außerdem
für eine positive Grundhaltung und mehr Gelassenheit im
Umgang mit belastenden Situationen.
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Mangelursachen:
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Kaffee-, Tee- und
Alkoholgenuss sowie die Einnahme oraler Verhütungsmittel
oder Antibiotika führen ursächlich zu einem
Thiaminmangel.
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Mangelsymptome:
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Ein Thiaminmangel
äußert sich hauptsächlich in Müdigkeit,
Gedächtnisschwäche, Mutlosigkeit, Depressionen sowie
Taubheit, Kribbeln und Krämpfen in Armen und Beinen.
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Thiamin-haltige
Nahrungsmittel:
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Vollkornnudeln,
Erbsen, Orangen, Eier.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Beschleunigter Puls,
Schlafstörungen und Gereiztheit sind äußerst
seltene Nebenwirkungen, die bei extremer Überdosierung
auftreten können.
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Riboflavin
(Vitamin B2)
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Tagesbedarf (DGE):
1,2 – 1,6 mg
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Riboflavin ist am
Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel beteiligt.
Zusammen mit Pyridoxin wird Riboflavin oft zur Behandlung des
Karpaltunnelsyndroms eingesetzt. Riboflavin ist außerdem
wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen und
die Eisenverwertung, so dass es bei einem Mangel an Riboflavin
zu einer Blutarmut kommen kann.
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Mangelursachen:
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Alkohol, Rauchen,
die Einnahme oraler Kontrazeptiva, starke körperliche
Betätigung aber auch die Einnahme von zu viel Zink oder
Eisen können zu einem Mangel an Riboflavin führen.
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Mangelsymptome:
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Mundwinkeleinrisse,
trockene Augen, Juckreiz, Kopfschuppen und Haarausfall können
ebenso wie Gliederzittern, Schwindelgefühle und
Konzentrationsschwäche auf einen Riboflavinmangel
hinweisen.
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Riboflavin-haltige
Nahrungsmittel:
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Innereien, Eier,
Rindfleisch, Milch.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Überschüsse
werden mit dem Urin ausgeschieden, so dass Überdosierungs-
bzw. Vergiftungserscheinungen sehr selten sind. Die Gelbfärbung
des Urins bei Riboflavineinnahme ist unbedenklich. Die
langfristige Einnahme hoher Dosen Riboflavin kann das Risiko für
Grauen Star erhöhen.
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Niacin
(Vitamin B3)
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Tagesbedarf (DGE):
13 - 17 mg
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Niacin wirkt
beruhigend und entspannend beispielsweise bei Panikattacken.
Durch seine gefäßerweiternde Wirkung hilft es aber
auch bei Kopfschmerzen und Migräne.
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Mangelursachen:
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Bestimmte
Medikamente (Antibiotika, Pille) sowie Genussmittel wie Kaffee
und Alkohol entziehen dem Körper Niacin.
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Mangelsymptome:
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Sonnenbrandähnliche
Hautveränderungen, aber auch Appetitlosigkeit und Übelkeit
sowie eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber
hellem Licht sind charakteristisch für einen Niacinmangel.
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Niacin-haltige
Nahrungsmittel:
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Hühnerfleisch,
Schweinefleisch, Rindfleisch, Weizenkeime, Vollkornbrot.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Bei der Einnahme als
Nicotinsäure kann es zum sogenannten Niacin-Flush kommen,
einer harmlosen, nach wenigen Minuten vorübergehenden
Hautrötung, die auch mit einem kurzzeitigen Hitzegefühl
einhergehen kann. Darüber hinaus sind keine Nebenwirkungen
bekannt.
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Pantothensäure
(Vitamin B5)
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Tagesbedarf (DGE): 6
mg
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Pantothensäure
ist wichtig für den Zellaufbau und fördert die
Regenerationsfähigkeit des Körpers. Sie hat außerdem
die Fähigkeit die Nebennieren zur Herstellung von Hormonen
anzuregen, welche stressmindernd wirken und zur Abwehr
entzündlicher Erkrankungen benötigt werden.
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Mangelursachen:
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Durch Kaffee- und
Alkoholgenuss wird die Aufnahme von Pantothensäure gehemmt.
Bei starkem Stress gehen große Mengen an Pantothensäure
verloren.
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Mangelsymptome:
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Ein Mangel an
Pantothensäure äußert sich in Muskelbeschwerden
wie Zittern, Krämpfen, Taubheit, Kribbeln oder auch
brennenden Schmerzen z. B. in den Fußsohlen. Ein
Pantothensäure-Mangel kann außerdem zu
Erschöpfungszuständen, Müdigkeit und Depressionen
führen.
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Pantothensäure-haltige
Nahrungsmittel:
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Erdnüsse,
Avocado, getrocknete Aprikosen.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Bei der Einnahme
höherer Dosen kann es sehr selten zu Magen-Darm-Störungen
wie Durchfall kommen.
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Pyridoxin
(Vitamin B6)
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Tagesbedarf (DGE):
1,4 – 1,9 mg
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Pyridoxin spielt
durch seine enzymaktivierenden Eigenschaften eine sehr
bedeutsame Rolle im Stoffwechsel. Es wird auch als
Frauen-Vitamin bezeichnet, weil es harmonisierend auf den
weiblichen Hormonhaushalt wirkt. Es hilft beim praemenstruellen
Syndrom oder bei Schwangerschaftsübelkeit. Zusammen mit
Riboflavin wird es beim Karpaltunnelsyndrom und zusammen mit
Kobalamin zur Senkung erhöhter Homocysteinspiegel
(Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall) eingesetzt.
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Mangelursachen:
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Genussmittel wie
Alkohol, Kaffee und Rauchen vernichten große Mengen an
Pyridoxin. Bei der Einnahme von oralen Verhütungsmitteln
oder während einer Östrogenersatztherapie besteht ein
deutlich erhöhter Bedarf an Pyridoxin.
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Mangelsymptome:
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Ein Mangel an
Pyridoxin zeigt sich in Hautproblemen wie trockener, entzündeter
Haut aber auch psychische Symptome wie Nervosität,
Reizbarkeit und erhöhte Stressanfälligkeit können
auf einen Pyridoxinmangel hinweisen.
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Pyridoxin-haltige
Nahrungsmittel:
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Weizenkeime,
Rindfleisch, Kartoffeln, Bananen.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Bei täglichen
Dosierungen von über 200 mg kann es in Einzelfällen zu
Nervenbeschwerden wie Kribbeln und Taubheit bis hin zu
schmerzhaften Nervenentzündungen kommen.
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Kobalamin
(Vitamin B12)
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Tagesbedarf (DGE):
3,0 – 4,0 µg
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Kobalamin ist
Bestandteil einiger sehr wichtiger Enzyme und wird außerdem
zur Übermittlung von Nervenimpulsen benötigt. Es wird
sehr häufig bei Erschöpfungszuständen eingesetzt,
da es aufbauend wirkt.
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Mangelursachen:
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Risikogruppen,
welche gefährdet sind einen Kobalaminmangel zu entwickeln,
sind Raucher, Schwangere, Senioren, Vegetarier, Diabetiker oder
insbesondere auch Personen, die an chronischen
Durchfallerkrankungen leiden.
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Mangelsymptome:
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Ein Kobalaminmangel
verursacht unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Schwäche,
depressive Verstimmung oder Vergesslichkeit. Eine bestimmte Form
der Blutarmut, die perniziöse Anämie, geht mit einem
Mangel an Kobalamin einher und führt dann zu weiteren
Symptomen wie Zungenbrennen, eingerissenen Mundwinkeln usw.
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Kobalamin-haltige
Nahrungsmittel:
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Innereien,
Schweinefleisch, Rindfleisch, Eier.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Obwohl Kobalamin das
einzige B-Vitamin ist, welches vom Körper gespeichert wird,
sind Nebenwirkungen auch bei hohen Dosierungen unbekannt.
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Folsäure
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Tagesbedarf (DGE):
400 - 600 µg
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Folsäure ist an
der Herstellung der Blutkörperchen beteiligt und fördert
damit nicht nur die Energieversorgung (rote Blutkörperchen),
sondern stärkt auch das Immunsystem (weiße
Blutkörperchen). Zusammen mit Pyridoxin und Kobalamin wird
Folsäure zur Senkung erhöhter Homocysteinspiegel
eingesetzt. Für Schwangere oder Frauen, die eine
Schwangerschaft planen, ist eine Substitution unerlässlich,
da ein Mangel zu schweren Missbildungen des Fötus führt.
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Mangelursachen:
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Ein Mangel an
Folsäure gehört zu den häufigsten
Nährstoff-Defiziten in Deutschland. Die Einnahme der Pille,
verschiedene Medikamente zur Behandlung des Diabetes oder auch
Alkoholgenuss können einen Folsäure-Mangel
verursachen.
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Mangelsymptome:
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Neben Müdigkeit,
Erschöpfung, Gedächtnisschwäche und Melancholie
zeigt sich ein Folsäure-Mangel wie bei fast allen
B-Vitaminen auch in verschiedenen Hautproblemen.
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Folsäure-haltige
Nahrungsmittel:
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Bohnen, Rosenkohl,
Spinat, Brokkoli.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Hohe Dosen Folsäure
können eine perniziöse Anämie maskieren.
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Biotin
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Tagesbedarf (DGE):
30 – 60 µg
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Biotin
ist sehr wichtig für den Kohlenhydratstoffwechsel. Zusammen
mit dem Spurenelement Chrom wirkt es blutzuckerstabilisierend
und wird deshalb neuerdings auch zur unterstützenden
Behandlung bei Diabetes eingesetzt. Hauptsächlich bekannt
ist Biotin jedoch durch seine positiven Wirkungen auf Haut,
Haare und Fingernägel.
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Mangelursachen:
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Die Aufnahme von
Biotin aus der Nahrung wird bei dem regelmäßigen
Genuss von Alkohol gehemmt.
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Mangelsymptome:
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Ein Biotin-Mangel
zeigt sich in trockener, schuppiger Haut oder büschelweisem
Haarausfall. Auch anhaltende Müdigkeit und Depressionen
können auf ein Defizit an Biotin hinweisen.
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Biotin-haltige
Nahrungsmittel:
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Erdnüsse,
Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Selbst bei Einnahme
sehr hoher Dosen Biotin sind Nebenwirkungen bisher nicht
festgestellt worden.
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Cholin
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Tagesbedarf (DGE):
keine Angabe
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Cholin
sorgt innerhalb der Leber für die Verarbeitung und den
Transport von Fettmolekülen. Fehlt Cholin, können
Fettmoleküle weder verarbeitet noch abtransportiert werden.
Auch Gallenerkrankungen werden mit einem Cholinmangel in
Verbindung gebracht.
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Mangelursachen:
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Ein hoher
Alkoholkonsum kann ebenso wie ein bestehender Folsäuremangel
ein Defizit an Cholin nach sich ziehen.
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Mangelsymptome:
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Vergesslichkeit,
Konzentrationsschwäche, Lustlosigkeit, aber auch
Schlafstörungen, Angst und Gereiztheit können auf
einen Cholin-Mangel hinweisen. Manchmal ist ein Cholinmangel
auch Ursache für die Entstehung einer Fettleber.
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Cholin-haltige
Nahrungsmittel:
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Leber, Eigelb,
Bierhefe, Weizenkeime.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Bei extrem hohen
Dosen kann es zu Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel kommen.
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Inositol
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Tagesbedarf (DGE):
keine Angabe
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Inositol
ist unentbehrlich für die Entspannung unserer Nerven.
Außerdem schützt es Haut- und Schleimhäute.
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Mangelursachen:
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Nach
Antibiotikaeinnahme kommt es häufig zu einem Pilzbefall und
dadurch bedingt zu einem Mangel an Inositol. Auch der Genuss von
Kaffee beeinträchtigt die Aufnahme von Inositol
beträchtlich.
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Mangelsymptome:
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Ein Defizit an
Inositol kann sich in Verdauungsstörungen wie
beispielsweise Verstopfung äußern, zeigt sich aber
auch in Haarausfall, Ekzemen und Hautentzündungen.
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Inositol-haltige
Nahrungsmittel:
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Leber, Rosinen,
Weizenkeimen.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Keine bekannt
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Paraaminobenzoesäure
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Tagesbedarf (DGE):
keine Angabe
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Paraaminobenzoesäure
(PABA) ist ein Bestandteil der Folsäure. PABA ist ein
antioxidativ wirkendes Vitamin, welches vor Sonnenbrand schützt,
die Haarpigmentierung fördert und so ein frühzeitiges
Ergrauen der Haare verhindert. Auch bei Vitiligo wird
Paraaminobenzoesäure erfolgreich eingesetzt.
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Mangelursachen:
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Ein Mangel an
Folsäure geht immer auch mit einem Mangel an PABA einher.
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Mangelsymptome:
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Müdigkeit und
Depressionen können die Folge eines PABA-Mangels sein.
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PABA-haltige
Nahrungsmittel:
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Innereien, Bierhefe.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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keine bekannt
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