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Richtig essen bei Eisenmangel“
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Nährstofftherapie bei Schilddrüsenerkrankungen
Eisen – Häufig Mangelware bei Schilddrüsenunterfunktion

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Tagesbedarf (DGE): 10 – 15 mg

Bei Schilddrüsenerkrankungen kommt es häufig zusätzlich zu einer Eisenmangelanämie. Diese sollte unbedingt frühzeitig behandelt werden, da in Tierversuchen an Ratten gezeigt wurde, dass ein Eisenmangel zu einer verminderten TPO-Aktivität und damit zu einer Hemmung des Schilddrüsenstoffwechsels führt (S. Y. Hess: "Interactions between Iodine and Iron Deficiencies", Dissertation Zürich 2003).

Im Rahmen einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde untersucht, ob bei Schilddrüsenpatienten ein Eisenmangel mit veränderten Schilddrüsenparametern einhergeht und inwieweit sich daraus diagnostische und therapeutische Konsequenzen für die Behandlung von Schilddrüsenpatienten ergeben. Dazu wurden knapp 200 Probanden erfasst, von denen die eine Hälfte ein normales Ferritin und die andere Hälfte ein erniedrigtes Ferritin aufwies. Zwischen beiden Gruppen gab es signifikante Unterschiede hinsichtlich der Schilddrüsenhormone fT3 und fT4. In der Gruppe mit niedrigem Ferritin fielen auch fT3 und fT4 niedriger aus. Bezüglich des Hypophysenhormons TSH gab es keine signifikanten Unterschiede in den beiden Gruppen. (G. J. Lorenz: „Der Einfluß von Eisenmangel auf die Schilddrüsenfunktion“, Dissertation München 2009)

Der Arzt kann einen Eisenmangel anhand einer Blutuntersuchung (Hämoglobin, Ferritin und Transferrin) feststellen. In einigen Fällen sind danach weitere Untersuchungen nötig, um nach der Ursache für den Eisenmangel zu suchen. Das können z. B. der Hämoccult-Test (Untersuchung einer Stuhlprobe auf Blut), Magen- und Darmspiegelungen, gynäkologische Untersuchungen oder der Eisenresorptionstest sein.

Mangelursachen:

Sowohl bei einer Schilddrüsenunterfunktion, als auch bei einer Überfunktion der Schilddrüse ist die Aufnahme aller Nährstoffe, einschließlich Eisen, verschlechtert. Außerdem können Veränderungen in der Hämoglobinsynthese (Hämoglobin = roter Blutfarbstoff) mit einer Schilddrüsenfehlfunktion einhergehen. Hinzu kommt, daß Eisen ein wichtiger Bestandteil des Enzyms Schilddrüsen-Peroxidase (TPO) ist. Die Bildung von Schilddrüsenhormonen ist also nicht nur von Jod, sondern auch von Eisen abhängig. Die typischen Antikörper bei der Hashimoto-Thyreoiditis, die TPO-AK, richten sich genau gegen dieses Enzym. Zu den Hauptursachen für eine begleitend auftretende Eisenmangelanämie gehören jedoch unterfunktionsbedingte Zyklusstörungen mit starken Menstruationsblutungen durch die es zu abnormen Blut- und damit auch Eisenverlusten kommt.

Mangelsymptome:

Eisen ist besonders wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen und des roten Blutfarbstoffes. Fehlt der Baustein Eisen kann der Körper diese nicht mehr in ausreichender Menge herstellen. Einen Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) bezeichnet man als Blutarmut (Anämie). Typische Eisenmangelsymptome sind niedriger Blutdruck, hoher Puls, Blässe, Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, eingerissene Mundwinkel, Haarausfall und Zungenbrennen.

Eisen-haltige Nahrungsmittel:

Getrocknete Linsen, Bohnen, Erbsen, Haferflocken, Vollkornbrot und natürlich Fleisch (Rind, Lamm, Schwein, Geflügel).

Nebenwirkungen bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:

Die Einnahme von Eisenpräparaten ist nur zeitlich begrenzt (3 - 6 Monate) oder bei einem nachgewiesenen Mangel sinnvoll. Problematisch ist diesbezüglich, dass viele Ärzte auch wenn bereits erste Eisenmangelsymptome vorhanden sind kein Eisenpräparat verschreiben solange Hämoglobin und Ferritin noch im Normbereich liegen. Für die betroffenen Patienten bedeutet dies häufig nichts anderes, als weitere Wochen oder Monate tatenlos zuzusehen wie es mit ihnen gesundheitlich weiter bergab geht, bis die Werte dann endlich so schlecht sind, dass die Ärzte Handlungsbedarf sehen. Dadurch dauert die Aufsättigung mit Eisen sehr viel länger als notwendig.
Häufigere Nebenwirkungen der Eiseneinnahme sind Magen-Darmbeschwerden wie Übelkeit und Verstopfung sowie eine vorübergehende Schwarzfärbung des Stuhls. Eine Gefahr der Überdosierung besteht bei ordnungsgemässer Einnahme (Packungsbeilage beachten!) und menstruierenden Frauen so gut wie nie. Nach der Menopause sollten Eisenpräparate nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

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Homepage erstellt am 30.05.07, aktualisiert am 25.02.10
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