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Nährstofftherapie
bei Schilddrüsenerkrankungen
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- Bromelain,
Coenzym Q 10, Omega-3-Fettsäuren – aktiv gegen
Entzündungen
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Schilddrüsenerkrankungen“
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Bromelain
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Als Bromelain
bezeichnet man ein Enzym, welches vorwiegend aus den unreifen
Früchten und den Stämmen der Ananas (botanischer Name:
ananas comosus) gewonnen wird. Hauptanwendungsgebiete
von Bromelain sind akute und chronische Entzündungen
viraler oder bakterieller Ursache wie beispielsweise
Harnwegsentzündungen, Entzündungen im gynäkologischen
Bereich oder auch entzündliche Erkrankungen im HNO-Bereich
wie z. B. akute und chronische Sinusitiden. Darüber hinaus
wird Bromelain in der Schulmedizin auch bei Sportverletzungen
sowie Muskel- und Gelenkschmerzen z. B. rheumatischer Ursache
eingesetzt. Einige Betroffene mit atropher
Hashimoto-Thyreoiditis berichten, dass sich bei Ihnen Druck- und
Engegefühle im Hals durch die tägliche Einnahme von
500 mg Bromelain spürbar lindern lassen.
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Bromelain hat ein
ausgesprochen breites Wirkungsspektrum und beeinflusst
Entzündungen auf sehr vielfältige Art und Weise.
Nachfolgend sind die derzeit bekannten Hauptwirkungsweisen
dargestellt:
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- Bromelain baut
Zellfragmente und Entzündungsmediatoren ab. Dadurch wird
deren Abtransport über Blut und Lymphe erleichtert. Diese
Wirkung bezeichnet man auch als antiphlogistisch.
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- Bromelain wirkt
auch antiödematös. Ödeme werden normalerweise
durch Plasmaproteine verursacht, die aus dem Blut ins Gewebe
eingedrungen sind. Bromelain hilft diese zu spalten.
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- Als fibrinolytisch
charakterisiert man die Fähigkeit von Bromelain die
Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern und so die
Durchblutung zu fördern.
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- Immunologisch
wirkt Bromelain, da es die Aktivitäten der Abwehrzellen
reguliert und unterstützend helfen kann pathogene
Immunkomplexe aufzulösen.
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Coenzym
Q 10 (Ubichinon)
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Es handelt sich
dabei um eine körpereigene, vitaminähnliche Substanz,
die in Verbindung mit Eiweißmolekülen eine
enzymähnliche Wirkung hat. In neueren
wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurden die positiven
Eigenschaften von Coenzym Q 10 in Bezug auf das Immunsystem. Die
Einnahme von Coenzym Q 10 stärkt das Immunsystem, indem es
als Antioxidans wirkt. Aufgrund dieser antioxidativen Wirkung
macht sein Einsatz auch bei der Hashimoto-Thyreoiditis Sinn,
die, wie bereits beschrieben, durch freie Radikale getriggert
wird. Diskutiert wird außerdem eine krebsvorbeugende
Wirkung von Coenzym Q 10, die jedoch wissenschaftlich noch nicht
ausreichend erforscht ist.
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Bei Herzerkrankungen
hilft das Coenzym Q 10 die Blut- und Sauerstoffversorgung des
Herzens zu verbessern. Dadurch werden Symptome wie schelle
Erschöpfung, Schwindel, Herzklopfen und Kurzatmigkeit
gelindert. In den USA wird das Coenzym Q 10 auch in der Therapie
von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt, wo es mit
Magnesium, Omega-3-Fettsäuren und weiteren Nährstoffen
kombiniert wird. Eine therapeutische Wirksamkeit ist ab einer
täglichen Dosis von 100 mg gegeben. Üblich sind aber
weitaus höhere Dosen bis 400 mg täglich.
Nebenwirkungen sind kaum bekannt, nur teilweise wird von einer
leichten Übelkeit bei höheren Dosierungen berichtet.
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Omega-3-Fettsäuren
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Omega-3-Fettsäuren
werden meist aus Fischöl gewonnen. Der Jodgehalt
standardisierter Fertigpräparate ist aber verschwindend
gering. Zu den Omega-3-Fettsäuren zählen die
Alpha-Linolensäure sowie deren Abkömmlinge (Derivate)
Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure.
Omega-3-Fettsäuren haben ausgeprägte
entzündungshemmende Eigenschaften, welche inzwischen auch
durch einige wissenschaftliche Studien belegt wurden. Außerdem
können sie bei regelmäßiger Einnahme
nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
vermindern.
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Das
erste Einsatzgebiet von Omega-3-Fettsäuren umfasst nicht
nur entzündliche Hauterkrankungen und rheumatische
Entzündungen, sondern auch Entzündungen im
Magen-Darm-Bereich. Dabei wirken sie wie im Folgenden kurz
dargestellt auf zweifache Art und Weise:
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Körpereigene, entzündungsspezifische Substanzen wie
Prostaglandine und Leukotriene werden durch Omega-3-Fettsäuren
reduziert. Diese Substanzen werden bei entzündlichen
Prozesses vermehrt gebildet und sind Ursache für Schmerzen,
Rötung, Schwellung und erhöhte Temperatur im
Entzündungsgebiet.
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- Omega-3-Fettsäuren
haben eine Gegenspielerfunktion zur Arachidonsäure, die
eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Unterhaltung von
Entzündungen spielt.
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Das
zweite Anwendungsgebiet der Omega-3-Fettsäuren sind
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So können sie beispielsweise
erhöhten Blutdruck und Puls senken und sind ein sinnvoller
Baustein zur Prophylaxe von Herzinfarkt und Schlaganfall. Diese
positiven Effekte kommen auf dreierlei Weise durch Verminderung
der Risikofaktoren der Arteriosklerose zustande:
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- Omega-3-Fettsäuren
verhindern die Verklumpung der Blutplättchen und verbessern
dadurch die Durchblutung.
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- Die Bildung von
Stickstoffmonoxid, einem Stoff, der die Adern erweitert und so
die Verengung der Gefäße vermindert, wird durch
Omega-3-Fettsäuren angeregt.
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- Omega-3-Fettsäuren
senken erhöhte Blutfettwerte, insbesondere den
Triglyceridspiegel.
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Aufgrund der
genannten Wirkungsspektren sind Omega-3-Fettsäuren bei der
Hashimoto-Thyreoiditis unverzichtbar. Die therapeutisch wirksame
Dosis beginnt bei 1000 mg täglich und kann bis auf eine
Tagesdosis von 5 g gesteigert werden. Nebenwirkungen durch
Einnahme von Omega-3-Fettsäuren sind nicht bekannt.
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erstellt am 30.05.07, aktualisiert am 25.02.10
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