- Magnesium
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Der Gesamtbestand an
Magnesium im menschlichen Körper beträgt etwa 25 g.
Der größte körpereigene Magnesiumspeicher sind
die Knochen, in denen sich etwa 60 % befindet. Knapp 40 % sind
im Bindegewebe und in der Muskulatur enthalten. Im Blut sind nur
etwa 1 - 2 % des Körpermagnesiums gelöst. Da
der menschliche Körper nicht in der Lage ist Magnesium
selbst zu produzieren, muss dieser wichtige Mineralstoff dem
Körper durch die Nahrung von außen zugeführt
werden. Der tägliche Bedarf liegt laut DGE bei circa 300 -
400 mg. Magnesium ist an vielen Vorgängen im Körper
beteiligt. Es ist für die Aktivierung von mehr als 300
Enzymen wichtig. Magnesium spielt eine wichtige Rolle im
Energiestoffwechsel, bei der Eiweißherstellung, der
Zellerneuerung, der Übertragung von Nervenimpulsen, der
Muskeltätigkeit und dem Knochenaufbau.
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Bei einer länger
bestehenden Schilddrüsenunterfunktion wird aufgrund des
verlangsamten Stoffwechsels nicht ausreichend Magnesium aus der
Nahrung aufgenommen. Selbst bei erhöhter Zufuhr kann ein
bestehender Mangel dann nur sehr schlecht ausgeglichen werden.
Eine japanische Studie an 84 Patienten belegte, dass der
Magnesiumstoffwechsel bei Schilddrüsenerkrankungen nicht
nur grundsätzlich von den Schilddrüsenhormonen
beeinflusst wird, sondern dass dabei die Krankheitsdauer eine
ganz entscheidende Rolle spielt. (Y.
Shibutani, T.
Yokota, S. Iijima, A. Fujioka, S. Katsuno, K. Sakamoto: “Plasma
and erythrocyte magnesium concentrations in thyroid disease:
relation to thyroid function and the duration of illness”
Jpn J Med 1989, 4 (28):496 - 502)
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Insbesondere zu
Beginn der Therapie mit Schilddrüsenhormonen kommt es
dadurch zu Problemen. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin
verbessert zwar die Magnesiumaufnahme in die Zellen, erhöht
aber durch die allgemeine Stoffwechselanregung auch den Bedarf
und fördert die Magnesiumausscheidung. Dabei haben
Betroffene dann oft das Gefühl, Über- und
Unterfunktionssymptome würden gleichzeitig bestehen oder
sich in schneller zeitlicher Folge abwechseln. Insbesondere wenn
alle Schilddrüsenwerte im Normalbereich sind, ist es
wichtig an diese Möglichkeit zu denken. Gerade weil sich
die möglichen Magnesiummangelsymptome nur so schwer von den
durch die Hashimoto-Thyreoiditis bedingten hormonellen
Beschwerden abgrenzen lassen, ist ein Substitutionsversuch
sinnvoll.
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Ein
Magnesiummangel ist schwierig zu diagnostizieren. Die einzelnen
Krankheitszeichen sind sehr unterschiedlich bzw.
uncharakteristisch und auch die Laboruntersuchungen erlauben oft
keinen sicheren Ausschluss eines Mangels. Die Blutuntersuchung
zur Feststellung der Magnesiumversorgung ist nur wenig
aussagefähig, da der Körper bei einer zu geringen
Magnesiumzufuhr zunächst das Magnesium aus den Speichern in
Muskeln und Knochen reaktiviert - erst bei einem sehr starken
Mangel kommt es zu einem Absinken des Serummagnesiumspiegels.
Normale Magnesiumkonzentrationen in der Blutflüssigkeit
schließen einen Mangel also nicht aus. Hinzu kommt, dass
der aktuelle Referenzbereich 0.75 - 1.1 mmol/l umstritten ist
und als untere Grenze eher 0.9 mmol/l angestrebt werden sollte.
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Mangelursachen:
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- Falsche
Zubereitung wie beispielsweise langes Wässern und Kochen
von magnesiumhaltigen Gemüsen wie Kartoffeln, Erbsen,
Kohlrabi, Grünkohl oder auch Fehlernährung führen
zu einer unzureichenden Zufuhr über die Nahrung.
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- Durch starkes
Schwitzen z. B. beim Sport oder bei Sommerhitze kommt es zu
hohen Magnesiumverlusten über den Schweiß.
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- Alkohol hemmt die
Aufnahme von Magnesium und fördert zudem dessen
Ausscheidung.
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- Diäten
(magnesiumreiche Lebensmittel wie Schokolade, Nüsse,
Teigwaren usw. sind sehr kalorienreich.)
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- Chronische
Durchfallerkrankungen, aber auch Missbrauch von Abführ-
oder Entwässerungsmitteln, führen sehr häufig zu
Störungen im Elektrolythaushalt.
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- Bei Einnahme
oraler Kontrazeptiva oder in der Schwangerschaft besteht ein
erhöhter Bedarf an Magnesium. Östrogene führen zu
einer verstärkten Einlagerung von Magnesium in das Skelett,
was zur Folge hat, dass der Magnesiumspiegel im Blut und in den
Muskeln sinkt.
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- Das Bakterium
borrelia burgdorferi benutzt Magnesium als Co-Faktor für
Enzymreaktionen. Bei einer andauernden Infektion (Borreliose)
kommt es dadurch zu einer regelrechten Entmineralisierung von
Skelett und Muskeln.
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- Bei einem Mangel
an den Vitaminen B 1, B 2 und B 6 (z. B. durch erhöhten
Konsum von Süßwaren bei gleichzeitig wenig Verzehr
von Vollkornprodukten) kann das Magnesium aus der Nahrung nur
schlecht verwertet werden.
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- Phosphatreiche
Getränke wie z. B. Cola, Kaffeekonsum oder eine
kalziumreiche Ernährung sowie die Einnahme hoher Dosen
Eisen oder Zink behindern die Aufnahme.
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- Bei Diabetikern
ist die Magnesiumausscheidung über den Urin erhöht.
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- Bei Stress wird
ebenfalls verstärkt Magnesium benötigt.
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Mangelsymptome:
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Das
unwillkürliche Zucken eines oder beider Augenlider wird oft
als das Leitsymptom für einen Magnesiummangel bewertet.
Auffällige Rötungen im Gesicht, rechts und links neben
der Nase (verstärkt nach Alkoholgenuss, sog. Magnesia-Röte)
sowie hektische Flecken im Bereich von Hals und Dekollete in
Stresssituationen können ebenfalls auf einen
Magnesiummangel hinweisen. Ein weiteres charakteristisches
Merkmal ist auch ein regelrechter Heißhunger auf
Schokolade.
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Weitere
Magnesiummangelsymptome können sein:
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- Schlafstörungen,
Reizbarkeit, innere Unruhe, Angst, Panikattacken,
Schwindelanfälle, Benommenheit, Erschöpfung schon nach
kleinen Anstrengungen, allgemeines Schwächegefühl,
Stressanfälligkeit mit Schweißausbrüchen,
Geräuschempfindlichkeit
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Beklemmungsgefühle, Atemnot, Hyperventilation, vermindertes
Lungenvolumen, Herzrasen (Tachykardie), Herzschmerzen,
Bluthochdruck
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- Kopfschmerzen,
Migräne, Muskelzittern, Augenlidzucken, Waden- und
Fußsohlenkrämpfe besonders in den frühen
Morgenstunden, Muskelverspannungen, Rückenschmerzen,
Kribbeln und Taubheit in Händen und Füßen
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- Appetitlosigkeit,
Übelkeit, Verstopfung auch im Wechsel mit Durchfällen,
Magen-Darm-Krämpfe, Blähungen, Schmerzen der
Gallenblase (Calciumoxalatsteine)
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Schwangerschaftserbrechen, Neigung zu Ödemen, vorzeitige
Wehentätigkeit
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Magesium-haltige
Nahrungsmittel:
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Kakaopulver
(Schokolade), Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Nußmischung
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Nebenwirkungen
bei Überdosierug von Nährstoffpräparaten:
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Grundsätzlich
gilt, dass Magnesium nur sehr schlecht resorbiert wird.
Lediglich 15 - 35 % des zugeführten Magnesiums wird im
Dünndarm aufgenommen. Die absorbierte Menge sinkt mit
steigender Zufuhr. Außerdem wurde nachgewiesen, dass
Magnesium in anorganischen Verbindungen (Mg-carbonat, Mg-oxid)
schlechter vom Körper verwertet werden kann als in
organischen Verbindungen (Mg-aspartat, Mg-glutamat, Mg-citrat).
Als grobe Richtschnur kann man davon ausgehen, dass bei einem
Mangel etwa 5 mg Magnesium pro kg Körpergewicht über
einen längeren Zeitraum (empfohlen werden 6 Monate)
substituiert werden müssen. Es ist sinnvoll, keine
Einzeldosen von mehr als 250 mg einzunehmen und dazwischen einen
Mindestabstand von 6 Stunden einzuhalten. Dadurch lässt
sich der resorbierte Anteil deutlich erhöhen. Die
B-Vitamine Thiamin, Riboflavin und Pyridoxin sowie die Vitamine
C und D begünstigen ebenfalls die Aufnahme von Magnesium.
Es ist sehr wichtig, Magnesium ausreichend hoch dosiert und vor
allem auch ausreichend lange einzunehmen, um die körpereigenen
Magnesiumspeicher wieder aufzufüllen!Bei Tagesdosen >
500 mg kann es als Nebenwirkung zu Durchfall kommen. Ursache
dafür ist, dass Magnesium leicht Wasser anzieht und es
dadurch zu einer Aufweichung des Stuhls kommt. Eine
Überdosierung kommt praktisch nur bei schweren
Nierenfunktionsstörungen vor. Neben Durchfall oder
Verstopfung sind dann meist weitere Symptome wie Übelkeit
und Erbrechen, aber auch Müdigkeit, Bewusstseinsstörungen
und Atemlähmung vorhanden.
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- Weil
das oft nachgefragt wird, nachfolgend eine Übersicht von
frei verkäuflichen Nahrungsergänzungspräparaten
mit denen ich selbst gute Erfahrungen gemacht habe und die ich
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- Cefasel ®,
Cefak KG (100 µg Selen)
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- Zinkorotat-POS ®,
Ursapharm Arzneimittel GmbH (20 mg Zink)
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- Vitamin C 1000 ®,
Wörwag-Pharma GmbH (1000 mg Vitamin C)
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- Ferrro sanol
duodenal ®, Sanol GmbH (100 mg Eisen)
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- Vigantoletten ®,
Merck Pharma GmbH (1000 I.E. Vitamin D)
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- Vitamin-B-Komplex
ratiopharm ®, ratiopharm GmbH (15 mg Vitamin B1, 15 mg
Vitamin B2, 10 mg Vitamin B6, 10 µg Vitamin B12, 150 µg
Biotin, 450 µg Folsäure, 15 mg Niacin, 25 mg
Pantothensäure)
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Bei Magnesium
und Calcium sind die günstigen Präparate von
Aldi meiner Ansicht nach vollkommen ausreichend.
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Bromelain,
Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 usw. bekommt
man z.B. bei Supplementa.
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Insbesondere
neu diagnostizierte Schilddrüsenpatienten sind oft
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