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Antioxidantien:
Selen, Zink, Vitamine A, C und E
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Antioxidantien sind
in der Lage Oxidationsvorgänge im Körper zu
verhindern, die durch freie Radikale ausgelöst werden.
Deswegen bezeichnet man sie auch als Radikalfänger. Unter
Oxidation versteht man die Reaktion von Sauerstoff mit anderen
Elementen oder Verbindungen. Bei der Produktion von
Lebensmitteln werden beispielsweise Antioxidantien zugesetzt,
weil sie das Ranzigwerden von Fetten und Ölen verhindern.
Durch unterschiedliche (entzündliche) Stoffwechselprozesse,
aber auch schädliche Umwelteinflüsse, Chemikalien,
Rauchen, bestimmte Medikamente usw. entsteht im Körper
durch diese freien Radikale oxidativer Stress, welcher die
Körperzellen schädigt und aus dem Gleichgewicht
bringt. Antioxidantien hemmen diesen Angriff freier Radikale und
bringen die Körperzellen wieder ins Gleichgewicht.
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Verschiedene
Erkrankungen wie beispielsweise die autoimmunen
Schilddrüsenerkrankungen, aber auch Rheuma,
Arteriosklerose, Krebs usw. werden nach neueren
wissenschaftlichen Erkenntnissen durch freie Radikale
mitverursacht. So dass umgekehrt die gute Versorgung mit
Antioxidantien vor diesen Krankheiten einen gewissen Schutz
bieten oder die Erkrankungen in ihrem Verlauf positiv
beeinflussen kann.
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Natürliche
Antioxidantien sind beispielsweise die Spurenelemente Selen und
Zink sowie die Vitamine A, C und E. Auch verschiedene sekundäre
Pflanzenstoffe wie Carotinoide (Lycopin) oder Flavonoide
(Hesperidin, Rutin, Quercetin) verfügen über
antioxidative Eigenschaften. Diese Stoffe können über
eine antioxidantienreiche Ernährung oder zusätzliche
Nährstoffpräparate aufgenommen werden.
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Selen
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Wurde Selen früher
wegen seiner Giftigkeit gefürchtet, steht es heute wie kein
anderes Spurenelement im Blickpunkt medizinischen Interesses.
Als Hauptbestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase wirkt es
antioxidativ, indem es durch freie Radikale entstandene
schädliche Peroxide abbaut.
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Bei der
Hashimoto-Thyreoiditis ist Selen auf zweifache Weise nützlich:
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1. Das
selenabhängige Enzym Jodthyronin-Dejodase ist für die
Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 (Speicherform z. B.
als Levothyroxinnatrium) in die stoffwechselaktive Form T3
zuständig.
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2. Selen kann, fest
an das Enzym Glutathionperoxidase gebunden, die spezifischen
Antikörper (TPO-AK u. TG-AK) senken. Es wirkt dabei als
Antioxidans (Radikalfänger) und verbessert die
Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Dieser Effekt wurde
durch mehrere Studien belegt.
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Bei der Athener
Studie wurde eine Gruppe von 65 Personen mit einer
Hashimoto-Thyreoiditis im Alter von 21 bis 65 Jahren untersucht.
Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von 6 Monaten
entweder L-Thyroxin plus 200 µg Selen-Methion oder
L-Thyroxin plus Placebo. Der TSH-Wert lag zwischen 0,3 und 2,0
mU/l. Die Serum-Selenkonzentrationen stiegen an, blieben aber
innerhalb des Normbereichs. Die TPO-AK waren bei der
selenbehandelten Gruppe nach 3 Monaten um 46 % abgefallen und
nach 6 Monaten um 55 %. Die Konzentrationen der
Schilddrüsenhormone blieben unverändert. (L.
H. Duntas, E. Mantzou, D. A, Koutras: "Effects of a six
month treatment with selenomethionine in patients with
autoimmune thyroiditis", Eur J Endoc 2003, 4 (148): 389 -
393.)
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An
der Universität München wurde eine Studie bei 70
Patienten mit einer aktiven Autoimmunthyreoiditis durchgeführt.
Die untersuchten Patienten wiesen TPO-AK Konzentrationen über
350 IU/ml auf. Alle Patienten wurden mit Levothyroxinnatrium
substituiert, so dass ihr TSH-Wert im Normbereich lag. Die
Patienten erhielten entweder zusätzlich 200 µg
Natrium–Selenit pro Tag oder Placebo für 3 Monate.
Bei den Patienten, die Natrium-Selenit erhielten, stiegen die
Serum–Selenkonzentrationen signifikant an, blieben aber
innerhalb des Normbereiches. Die TPO–AK Konzentrationen
fielen im Mittel auf 64% des Ausgangswertes ab. Bei 9 von 36
Patienten normalisierten sich die Antikörper-Konzentrationen
sogar vollständig und auch die Schilddrüsensonografie
wies keine entzündungsspezifischen Merkmale mehr auf. Das
TSH und die Schilddrüsenhormonwerte blieben unter der
Selentherapie unverändert. Das Wohlbefinden, evaluiert
durch einen Fragebogen zur
Befindlichkeit,
besserte sich ebenfalls deutlich. Diese Veränderung trat
unabhängig vom Verlauf der TPO-AK-Konzentration ein.
Nebenwirkungen der Seleneinnahme wurden nicht festgestellt. (R.
Gärtner, B. C. Gasnier, J. W. Dietrich, B. Krebs, M. W.
Angstwurm: "Selenium deficiency in patients with autoimmune
thyroiditis decreases thyroid peroxidase antibodies
concentrations", J Clin Endoc a Metab 2002, 87: 1687 –
1691)
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Inzwischen
bestätigte eine weitere Studie diese Ergebnisse (O.
Turker, K. Kumanlioglu, I. Karapolat, I. Dogan: "Selenium
treatment in autoimmune thyroiditis: 9-month follow-up with
variable doses", J Endoc 2006, 1 (190): 151 – 156).
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Mangelursachen:
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Die Böden in
Deutschland sind sehr selenarm, so dass in Pflanzen, die auf
diesen Böden wachsen und damit in unserer Ernährung
nur wenig Selen vorhanden ist. Bei entzündlichen
Erkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis besteht außerdem
ein erhöhter Bedarf, der über die normale Ernährung
erst recht nicht mehr gedeckt werden kann.
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Mangelsymptome:
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Sichtbare
Zeichen eines Selenmangels sind die Aufhellung von Haut und
Haaren. Selenmangel kann sich aber auch in Muskelschwäche
und Herzbeschwerden äußern. Nach dem chinesischen Ort
benannt, wo diese Selenmangelerkrankung erstmals beobachtet
wurde, ist die Keshan-Krankheit, welche zu Veränderungen an
der Herz- und Skelettmuskulatur führt. Bei einem
ausgeprägten Selenmangel kann es außerdem zu einer
verminderten Immunabwehr mit unzureichenden antioxidativen
Schutzmechanismen kommen. Diverse Erkrankungen wie Krebs,
Rheuma, Diabetes, Arteriosklerose und multiple Sklerose werden
deshalb mit einem Selenmangel in Verbindung gebracht.
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Selen-haltige
Nahrungsmittel:
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Da dem Tierfutter in
Deutschland besonders bei Hühnern und Schweinen Selen
zugesetzt wird, sind Fleisch und Wurstwaren die wichtigsten
Quellen, um dem Körper Selen zuzuführen.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Der Tagesbedarf
eines gesunden Erwachsenen wird nach DGE auf 30 - 70 µg
geschätzt. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis wird eine
tägliche Selenzufuhr von 100 bis 300 µg empfohlen. In
Dosierungen ab 100 µg ist Selen in Deutschland
verschreibungspflichtig. Erst ab einer Aufnahme von 750 µg
Selen pro Tag können Nebenwirkungen auftreten. Typische
Vergiftungssymptome sind ein knoblauchartiger Atemgeruch,
trockene Haut, Haarausfall und Durchfall.
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Erhöht
die langfristige Einnahme von 200 µg Selen täglich
das Diabetesrisiko? Eine aktuelle Studie bestätigt diesen
Verdacht (S. Stranges, J. R. Marshall, R. Natarajan, R. P.
Donahue, M. Trevisan, G. F. Combs, F. P. Cappuccio, A. Ceriello,
M. E. Reid: "Effects of Long-Term Selenium Supplementation
on the Incidence of Type 2 Diabetes",
Ann Intern Med 2007,
147: 217 – 223). Sicherheitshalber
sollte deshalb nur eine kurmässige Einnahme über 3 - 6
Monate erfolgen um die körpereigenen Selen-Speicher wieder
aufzufüllen. Darüber hinaus gilt es im Einzelfall
abzuwägen, ob das aktuelle Wohlbefinden oder ein mögliches
Diabetesrisiko wichtiger sind.
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Zink
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Die Aktivität
von mehr als 200 Enzymen wird von Zink beeinflusst, so dass Zink
an vielen Funktionen im Körper mitbeteiligt ist. Eine
Hauptwirkung des Spurenelements Zink betrifft die Entwicklung
und Funktion der Geschlechtsorgane, den Stoffwechsel der
Geschlechtshormone sowie die Fortpflanzung. Außerdem ist
Zink wichtig, um die Gesundheit von Fingernägeln, Haut und
Haaren aufrechtzuerhalten. Weißfleckige Fingernägel
sind ein typisches Zinkmangelsymptom. Medizinisch eingesetzt
wird das Spurenelement Zink beispielsweise in der Aknetherapie.
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Bei der
Hashimoto-Thyreoiditis ist die zeitlich begrenzte Zufuhr von
Zink sinnvoll, da diesem Spurenelement eine entscheidende Rolle
im Immunsystem zukommt und Zink zudem eine zentrale Bedeutung
für den Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone hat.
Verschiedene Tierversuche an Ratten zeigten, dass eine
Hypothyreose im Vergleich zu einer ausgeglichenen
Schilddrüsenstoffwechsellage mit einem schlechteren
Zinkstatus einhergeht. (H. C. Freake, K.
E. Govoni, K. Guda, C. Huang, S. A. Zinn: "Actions and
interactions of thyroid hormone and zinc status in growing
rats.", J Nutr 2001, 4 (131): 1135 – 1141)
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Mangelursachen:
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Die moderne
Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft führt zu einem
Verlust an Zink im Ackerboden und auch die Weiterverarbeitung
landwirtschaftlicher Produkte zu Lebensmitteln führt zu
einem Zinkverlust. Ein Zinkmangel kann außerdem durch
Aufnahmestörungen, wie sie beispielsweise bei entzündlichen
Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulzerosa
vorkommen, bedingt sein. In bestimmten Lebenssituationen wie z.
B. in der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei verschiedenen
Krankheiten wie Krebs, Diabetes mellitus, Infektionen oder
chronischen Entzündungen kann der Zinkbedarf deutlich
erhöht sein. Oral eingenommene Verhütungsmittel sind
zudem regelrechte Zinkräuber.
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Mangelsymptome:
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Von einem Zinkmangel
ist als erstes unser Immunsystem betroffen, welches bei einem
länger andauernden Zinkmangel deutlich geschwächt
wird, so dass es häufiger zu Infektionen kommt.
Charakteristisch sind darüber hinaus Störungen des
Geruchs- und Geschmackssinns. Auch Wachstumsstörungen der
Haare, Haarausfall, Wundheilungsstörungen, die bereits
beschriebenen weißen Flecken in den Fingernägeln und
unreine Haut können sichtbare Zeichen eines Zinkmangels
sein.
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Zink-haltige
Nahrungsmittel:
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Reich an dem
Spurenelement Zink sind beispielsweise Weizenkeime. Aber auch
Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Käse enthalten größere
Mengen an Zink.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Der
Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen liegt nach DGE bei 7 - 11
mg. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis wird die zeitlich begrenzte
Einnahme von 20 mg Zink täglich empfohlen. In Deutschland
freiverkäuflich erhältliche Präparate enthalten
zwischen 5 und 25 mg Zink pro Tablette. Über das Internet
beziehbare ausländische Zinkpräparate sind mit 50 -
100 mg deutlich höher dosiert. Von einer täglichen
Zinkzufuhr von mehr als 25 mg ist allerdings abzuraten, weil
dadurch Übelkeit und Erbrechen ausgelöst werden
können. Eine Zinksupplementierung sollte auch nicht länger
als 6 Wochen durchgeführt werden, da es ansonsten zu
Wechselwirkungen mit den Spurenelementen Kupfer und Eisen mit
den Folgen einer Anämie kommen kann. Personen mit einer
Hashimoto-Thyreoiditis sollten außerdem berücksichtigen,
dass Zink die Schilddrüsenfunktion stimuliert (M.
Kilic, A. K. Baltaci, M. Gunay, H. Gokbel, N. Okudan, I.
Cicioglu: "The effect of exhaustion exercise on thyroid
hormones and testosterone levels of elite athletes receiving
oral zinc", Neuro Endoc Lett 2006, 1 (27): 247 –
252). Besteht aktuell eine
Überfunktionssymptomatik, sollte Zink deshalb
vorsichtshalber nicht eingenommen werden. Wurde Zink über
einige Wochen supplementiert, so ist die Einnahme langsam
auszuschleichen, damit es nicht durch das abrupte Absetzen zu
Unterfunktionsbeschwerden kommt. Sinnvoll ist eine kurmäßige
Einnahme von Zink, z. B. während der Erkältungszeit im
Herbst, um Infekten vorzubeugen. Bei übermäßig
hoher Zufuhr kann sich dieser Effekt ins Gegenteil verkehren, d.
h. es kommt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit.
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HEUFELDER/BRAKEBUSCH
verweisen auf die Erkrankung Hämopyrrollaktamurie (HPU) als
Differentialdiagnose zur Hashimoto-Thyreoiditis. Diese wenig
bekannte Störung des Porphyrinstoffwechsels führt u.
a. zu einer vermehrten Ausscheidung von Zink und Vitamin B6. Die
Krankheitssymptome sind ausgesprochen vielgestaltig. Es können
u. a. Unruhezustände, Konzentrationsstörungen,
Infektanfälligkeit, Allergien und Magen-Darm-Beschwerden
auftreten. Die Diagnose wird anhand der Untersuchungen von Urin,
Blut und Stuhl gestellt. Bei einem positiven Befund werden
vermehrt Pyrrole gemessen. Allerdings führt auch das
Schilddrüsenhormon Trijodthyronin zu einer gesteigerten
Hämsynthese und damit zu mehr Pyrrolen z. B. im Urin. Bei
einer Schilddrüsenüberfunktion wäre das
HPU-Testergebnis deshalb falsch positiv. Beeinflusst wird die
Hämsynthese auch durch eine hohe Aktivität des
Immunprozesses. Beim Abbau der Schilddrüsenperoxidase
entstehen ebenfalls Pyrrole. Während eines Krankheitsschubs
könnte das Testresultat deshalb ebenfalls falsch positiv
ausfallen. Ein Test ist deshalb nur bei guter Einstellung des
Schilddrüsenstoffwechsels sinnvoll.
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Vitamin
A (Retinol)
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Am bekanntesten ist
die positive Wirkung von Vitamin A auf die Augen. Es ist als
Bestandteil des Sehpurpurs essentiell für den Sehvorgang
und verbessert die Sehfähigkeit, insbesondere das
Dämmerungssehen. Aufgrund seiner haut- und
schleimhautschützenden Wirkung wird Vitamin A auch zur
Behandlung von trockenen Augen eingesetzt. Es schützt die
oberste Hautschicht (Epithelzellen), die durch äußere
Einflüsse geschädigt werden kann. Vitamin A ist am
Fett- und Eiweißstoffwechsel in der Leber beteiligt und
wird außerdem für die Synthese der Geschlechtshormone
(Testosteron, Östrogen) benötigt. Diskutiert wird
ebenfalls ein Zusammenhang zwischen Unfruchtbarkeit,
Fehlgeburtsrisiko und Vitamin A-Mangel. Schwangere Frauen
sollten jedoch kein Vitamin A einnehmen. Vitamin A ist ein
wichtiges Antioxidans, welches das Immunsystem nicht nur bei der
Hashimoto-Thyreoiditis stärkt und das Infektionsrisiko
senkt. Es hilft auch bei der Bewältigung akuter viraler
oder bakterieller Infektionen.
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Mangelursachen:
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Ein Mangel kann
entweder durch eine zu niedrige Zufuhr (Vitamin-A-arme Kost,
Störung der Aufnahme), durch einen erhöhten Verbrauch
(Operationen, Sonnenlicht, Computerarbeiten) oder eine vermehrte
Ausscheidung (Alkoholkonsum, Abführmittel) entstehen.
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Mangelsymptome:
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Ein Mangel an
Vitamin A macht sich als Störung des Dämmerungssehens
mit erhöhter Blendempfindlichkeit bis hin zur
Nachtblindheit bemerkbar. Neben trockenen Augen kann es zu einer
schuppigen, faltigen Haut oder auch vermehrten
Zahnfleischentzündungen kommen.
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Vitamin A-haltige
Nahrungsmittel:
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Der Hauptlieferant
für Vitamin A ist Leber. Aber auch Milch, Butter und Käse
enthalten größere Mengen Vitamin A. Sehr gute
pflanzliche Quellen für die Vitamin A-Vorstufe Beta-Carotin
sind gelb-orange Obst- und Gemüsesorten (Pfirsiche,
Karotten, gelbe Paprika). Das in ihnen enthaltene Beta-Carotin
wird durch den gleichzeitigen Verzehr von etwas Fett wesentlich
besser vom Körper verwertet.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Vitamin
A reichert sich im Körper an, so dass es bei längerer,
übermäßiger Zufuhr deutlich oberhalb des
geschätzten Tagesbedarfs von 800 – 1500 µg auch
zu Nebenwirkungen kommen kann. Eine solche Überdosierung
kann sich in Hautveränderungen, Haarverlust, Erschöpfung,
Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Menstruationsstörungen
zeigen. Schwangere Frauen sollten kein Vitamin A einnehmen und
auch auf den Verzehr von Leber verzichten, da es ansonsten zu
Missbildungen des Fötus kommen könnte. Eines der
Bindungsproteine für Schilddrüsenhormone, das
Transthyretin, transportiert auch Abkömmlinge des Vitamin
A. Theoretisch sind bei extremer Zufuhr unerwünschte
Wechselwirkungen denkbar. Da das Hauptbindungseiweiß
Thyreoglobulin durch Vitamin A nicht beeinflusst wird, sind
Nebenwirkungen bei Dosierungen im Bereich des Tagesbedarfs aber
unwahrscheinlich.
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Vitamin
C (Ascorbinsäure)
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Der Mensch kann
Vitamin C weder selbst herstellen noch längere Zeit
speichern und ist deshalb auf die tägliche Zufuhr über
die Ernährung angewiesen. Vitamin C ist für unsere
Abwehrkräfte der wichtigste Mikronährstoff überhaupt.
Es kommt praktisch in allen Zellen des Immunsystems vor, aus
denen sich unser Abwehrsystem zusammensetzt. Vitamin C hemmt z.
B. die Bildung von Nitrosaminen, welche bei der Krebsentstehung
eine Rolle spielen. Vitamin C hat aber auch wichtige Aufgaben im
Stoffwechsel. Es wird für den Abbau von Cholesterin
benötigt, stimuliert das Entgiftungssystem der Leber und
beeinflusst die Umwandlung von Fett in Energie. Eingesetzt wird
Vitamin C auch bei anhaltenden Erschöpfungszuständen
wie sie beim chronischen Müdigkeitssyndrom, Hepatitis C
oder bei der Borreliose vorkommen.
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Mangelursachen:
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Neben falscher,
vitaminarmer Ernährung können Stress, Alkoholkonsum
oder die Einnahme bestimmter Medikamente (orale Kontrazeptiva,
Aspirin) Ursache für einen Mangel an Vitamin C sein.
Raucher haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin C, weil
durch das Rauchen Vitamin C schneller abgebaut wird.
Verschiedene chronische Erkrankungen, insbesondere Infektionen
und Entzündungen, bedeuten für den Körper Stress,
der mit einem erhöhten Vitamin C-Bedarf einhergeht.
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Mangelsymptome:
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Ein Vitamin-C-Mangel
zeigt sich relativ schnell, da das Vitamin von unserem Körper
nicht gespeichert werden kann. Ausgeprägte Mangelzustände
sind aber eher selten. Wenn ein Mangel an Vitamin C auftritt, so
stehen Symptome wie Müdigkeit, Abgespanntheit, Erschöpfung,
vermindertes Leistungsvermögen, Schläfrigkeit und
Schlafstörungen im Vordergrund. Auch eine erhöhte
Infektanfälligkeit kann auftreten. Die früher unter
Seefahrern weit verbreitete Vitamin-C-Mangelerkrankung Skorbut
kommt heutzutage praktisch nicht mehr vor. Sie würde sich
durch schwammiges Zahnfleisch mit lockeren und ausfallenden
Zähnen, Haarausfall, frühzeitiger Haarergrauung sowie
Muskel- und Gelenkbeschwerden äußern.
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Vitamin C-haltige
Nahrungsmittel:
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Besonders hoch ist
der Vitamin C-Gehalt in frischem Obst und Gemüse. Nicht nur
Südfrüchte wie Zitronen und Apfelsinen enthalten
größere Mengen an Vitamin C, sondern auch heimische
Kohlsorten wie Grünkohl, Blumenkohl, Kohlrabi und Brokkoli.
Bei der längeren Lagerung von Obst und Gemüse geht
jedoch Vitamin C verloren, im Gegensatz dazu sind die Vitamin
C-Verluste beim Einfrieren von erntefrischem Obst und Gemüse
unerwartet gering.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Der
von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
angegebene Tagesbedarf liegt bei 100 - 150 mg. Verschiedene
Nährstoffpräparate enthalten Vitamin C allerdings in
weitaus höheren Dosierungen von bis zu 3000 mg. Derartig
hohe Dosen von Vitamin C können Übelkeit, Blähungen
und Durchfall verursachen. Bei der Neigung zu Nierensteinen oder
erhöhten Harnsäurewerten (Gicht) sollte Vitamin C
nicht längere Zeit in hohen Dosen eingenommen werden.
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Vitamin
E (Tocopherol)
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Vitamin E ist für
die Gesunderhaltung von Herz und Kreislauf unverzichtbar. Es
schützt vor Arterienverkalkung, indem es den Spiegel des
„bösen“ LDL-Cholesterins senkt und verhindert,
dass dieses sich an den Arterienwänden ablagert.
Andererseits erhöht es den Spiegel des „guten“
HDL-Cholesterins. Außerdem hat Vitamin E eine
Antithrombosewirkung und verhindert die Verklumpung der
Blutplättchen. Vitamin E ist das wichtigste, fettlösliche
Antioxidans. Es schützt Fette vor dem Angriff freier
Radikale und verhindert so deren Oxidation. Aufgrund dieser
antioxidativen Eigenschaften ist die Substitution von Vitamin E
bei der Hashimoto-Thyreoiditis sinnvoll.
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Mangelursachen:
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Erkrankungen von
Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle führen zu einer
gestörten Fettverdauung und einem daraus resultierenden
Mangel an Vitamin E.
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Mangelsymptome:
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Manifeste
Mangelzustände sind ausgesprochen selten. Diskutiert werden
Auswirkungen im Bereich der Nerven und der Muskulatur. Ob
Gelenkschmerzen ursächlich mit einem Vitamin E-Mangel
zusammenhängen, wurde wissenschaftlich noch nicht
zweifelsfrei nachgewiesen.
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Vitamin E-haltige
Nahrungsmittel:
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Vitamin E ist fast
ausschließlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten.
Einer der bekanntesten Vitamin E-Lieferanten ist das Olivenöl,
aber auch Sonnenblumenöl und Sojaöl enthalten
reichlich Vitamin E. Gute Quellen sind auch Nüsse und Samen
wie Weizenkeime, Leinsamen, Haselnüsse, Walnüsse usw.
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Nebenwirkungen
bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
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Bezüglich
Vitamin E wird allgemein eine Tagesdosis von 12 - 15 mg
empfohlen. Handelübliche Präparate, wie sie z. B. zur
Behandlung von Gelenkschmerzen angewendet werden, sind jedoch
wesentlich höher dosiert. Unerwünschte Nebenwirkungen
sind aber auch bei diesen hohen Dosen nicht bekannt, selbst wenn
sie über lange Zeit eingenommen werden. Für die
Behauptung, dass Vitamin E in hohen Dosen eine
Schilddrüsenunterfunktion auslösen kann gibt es
bislang noch keine hinreichenden Beweise.
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