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Nährstofftherapie
bei Schilddrüsenerkrankungen
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Mit
diesem Text soll der Erfahrung zahlreicher
Schilddrüsenerkrankter Rechnung getragen werden, die unter
schwerwiegenden, langanhaltenden oder immer wiederkehrenden
Nährstoffmängeln leiden. Auch wenn die Wirksamkeit
einzelner Vitamine oder Mineralstoffe bisher nicht immer
zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte: Aufgrund des geringen
Nebenwirkungspotentials ist gegen eine kurmäßige,
zeitlich begrenzte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln
als begleitende Therapie nichts einzuwenden. Von einer
leichtfertigen Dauereinnahme dieser Vitamine und Mineralstoffe
in höheren Dosierungen ist aber abzuraten, da es auch zu
unerwünschten Wirkungen auf die Schilddrüsenfunktion
kommen kann. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt konsultiert werden,
der in den meisten Fällen durch Blutuntersuchungen einen
Mangel feststellen bzw. ausschließen und die
Nährstofftherapie entsprechend überwachen kann. Leider
müssen die Kosten dafür oftmals privat getragen
werden.
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1. Antioxidantien:
Selen,
Zink, Vitamine A, C und E
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2. Bromelain,
Coenzym Q 10, Omega-3-Fettsäuren – aktiv
gegen Entzündungen
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3. Stresskiller
Magnesium
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4. B-Vitamine
– die Stoffwechselspezialisten
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5. Eisen
– Häufig Mangelware bei Schilddrüsenunterfunktion
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6. L-Carnitin,
Aminosäuren & Co.
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7. Vitamin
D – Wichtig für Knochen und Immunsystem
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Wer
braucht Nahrungsergänzungsmittel?
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Der Sinn oder Unsinn
von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) wird seit längerer
Zeit kontrovers und oft nur wenig sachlich diskutiert. Die
Meinungen diesbezüglich reichen von „unverzichtbar“
bis zu „überflüssig“. Es gibt zahlreiche
Untersuchungen zu diesem Thema, die aber keinen eindeutigen
Trend belegen, sondern mal die eine und mal die andere
Sichtweise stützen.
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Unter anderem von
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es
allgemeine Empfehlungen zum Tagesbedarf an Vitaminen und
Mineralstoffen (vgl.
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr:
http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=3&page=1).
Diese Empfehlungen wurden 2003 überarbeitet und sind für
gesunde Personen ohne besondere Belastungen gedacht. Ob ein
erhöhter Bedarf besteht, der über die normale
Ernährung nicht gedeckt werden kann, ist aber unter anderem
von Faktoren wie Ernährungsgewohnheiten, Stressbelastung,
Alter, Gesundheitszustand und Geschlecht abhängig. Diese
Nährstofftabellen bieten also nicht mehr als grobe
Anhaltspunkte.
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Bei chronischen
Erkrankungen zu denen auch fast alle Schilddrüsenkrankheiten
zählen ist eine ausgewogene Ernährung allein oft nicht
mehr ausreichend, um den Körper mit allen benötigten
Vitalstoffen zu versorgen. Dann ist die Einnahme von
Nahrungsergänzungsmitteln empfehlenswert. Für
Hashimoto- oder Basedow-Betroffene ist in diesem Zusammenhang
allerdings problematisch, dass viele der in der Apotheke frei
verkäuflichen Multimineralstoffkomplexe Jod enthalten und
deshalb ungeeignet sind.
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Studien,
welche den Nutzen von Nahrungsergänzungsprodukten speziell
bei Schilddrüsenpatienten untersucht haben, gibt es
allerdings nur sehr wenige. In drei voneinander unabhängigen
Untersuchungen wurden jedoch die positiven Wirkungen des
Spurenelements Selen auf den der Hashimoto-Thyreoiditis
zugrundeliegenden Autoimmunprozess nachgewiesen. Außerdem
gibt es zum Einfluss von Zink auf den Schilddrüsenstoffwechsel
und das Immunsystem einige Untersuchungen. Bislang konnte jedoch
noch nicht zweifelsfrei geklärt werden, ob auch eine
Dauereinnahme in höheren Dosierungen gesundheitlich
unbedenklich ist. Desweiteren wurde der Magnesiumhaushalt
mehrfach in wissenschaftlichen Studien in Bezug auf
Schilddrüsenkrankheiten betrachtet. Vielversprechende
Ergebnisse gibt es inbesondere bei der Behandlung von im
Zusammenhang mit Erkrankungen der Schilddrüse auftretendem
Bluthochdruck und Tachykardien mit hochdosiertem Magnesium.
Interessant ist zudem der mehrfach von Schilddrüsenspezialisten
geäußerte Behandlungsansatz Hyperthyreosen mit der
Substanz L-Carnitin
zu
therapieren. L-Carnitin hemmt die Schilddrüsenhormonwirkung
an den verschiedenen Organen. Eine weitere, aktuelle
Untersuchung befasste sich insbesondere mit den positiven
Effekten von sekundären Pflanzenstoffen (A.
Ranjbar: Ernährungsintervention bei Autoimmunprozessen –
Benefit von Obst und Gemüse bei Autoimmunthyreoiditis,
http://www.enaonline.org/files/veranstaltungen/7/ENA_Kongressbericht_Berlin_2007.pdf)
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Was
sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente?
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Ganz allgemein wird
zwischen Vitaminen sowie Mineralstoffen und Spurenelementen
unterschieden.
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Vitamine
sind essentielle Stoffe, die mit der Nahrung zugeführt
werden müssen und die für die Gesunderhaltung des
Körpers lebensnotwendig sind. Grundsätzlich
unterscheidet man fettlösliche und wasserlösliche
Vitamine. Fettlöslich sind die Vitamine A, D, E und K,
welche im Fettgewebe des Körpers gespeichert und deshalb
auch überdosiert werden können. Wasserlöslich
sind die Vitamine des B-Komplexes und Vitamin C, die mit
Ausnahme des Vitamins B 12 nicht im Körper gespeichert
werden können und deshalb täglich neu aufgenommen
werden müssen. Nicht benötigte Überschüsse
an wasserlöslichen Vitaminen werden mit dem Urin
ausgeschieden.
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Mineralstoffe
sind anorganische Salze, die ebenfalls ständig über
die Ernährung aufgenommen werden müssen und für
den Aufbau von Körpersubstanzen unverzichtbar sind. Bei den
Mineralstoffen differenziert man zwischen Mengenelementen
(Calcium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und
Schwefel) und Spurenelementen (Chrom, Eisen, Fluorid, Jod,
Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen und Zink). Da
Spurenelemente nur in sehr geringen Mengen im Körper
vorhanden sind und größere Mengen Schaden anrichten
können, sollte eine Überdosierung unbedingt vermieden
werden. Sinnvoll ist eine kurmäßige Einnahme über
wenige Monate und keine Daueranwendung. Das Spurenelement Eisen
sollte, besonders in höheren Dosierungen, nur bei einem
mittels Blutuntersuchung festgestellten Mangel und nach
Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
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Außer
Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gibt es weitere
Substanzen mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Dazu
zählen beispielsweise Enzyme, Aminosäuren oder auch
Fettsäuren.
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erstellt am 30.05.07, aktualisiert am 25.02.10
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