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tun bei Arbeitsunfähigkeit?
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Ist
Amalgam die Wurzel allen Übels?
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Muß
ich trotz Schilddrüsenerkrankung meinen Wehrdienst
ableisten?
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Ich
überlege, ob ich zu einem Anthroposophen gehen soll. Können
Sie mir dazu etwas sagen?
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Welchen
Einfluß hat die Ernährung auf
Schilddrüsenkrankheiten?
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Ich
habe eine Schilddrüsenautoimmunerkrankung – soll ich
mich trotzdem gegen Grippe impfen lassen?
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Gibt
es einen Zusammenhang zwischen radioaktiver Strahlung und
Schilddrüsenkrebs?
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Warum
ist das Rauchen beim Morbus Basedow so schädlich?
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Wie
hoch ist die Strahlenbelastung bei der Szintigrafie?
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Was
sind eigentlich Hertoghe-Ärzte?
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Darf
man mit einer Schilddrüsenerkrankung weiterhin Blut-
und/oder Knochenmark spenden?
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Es
geht mir so schlecht, dass ich auf keinen Fall arbeiten gehen
kann. Was soll ich jetzt tun? Habe ich mit meiner
Schilddrüsenerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis Anspruch auf
Erwerbsunfähigkeitsrente?
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22.01.09 Offiziell
gibt es das Problem der Arbeitsunfähigkeit als Folge einer
autoimmunen Schilddrüsenerkrankung nicht. Es heisst:
„Schilddrüsenfunktionsstörungen
(Überfunktion und Unterfunktion [auch nach
Schilddrüsenresektion]) sind gut behandelbar, so dass in
der Regel anhaltende Beeinträchtigungen nicht zu erwarten
sind. Selten auftretende Organkomplikationen (z.B. Exophthalmus,
Trachealstenose) sind gesondert zu beurteilen. Bei der nicht
operativ behandelten Struma richtet sich der GdB/MdE-Grad nach
den funktionellen Auswirkungen. Nach Entfernung eines malignen
Schilddrüsentumors ist in den ersten fünf Jahren eine
Heilungsbewährung abzuwarten; GdB/MdEGrad während
dieser Zeit nach Entfernung eines papillären oder
follikulären Tumors, ohne Lymphknotenbefall 50 sonst 80.“
(Bundesministerium
für Arbeit und Soziales Hrsg.: Anhaltspunkte
für die ärztliche Gutachtertätigkeit
(PDF)).
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Die Ignoranz kennt
also keine Grenzen. Patienten, deren Schilddrüsenerkrankung
z.B. über Jahre hinweg nicht erkannt wurde oder die 20% der
Hashimoto-Thyreoiditis- und Morbus-Basedow-Betroffenen die unter
anhaltenden Beschwerden leiden und deswegen häufig
arbeitsunfähig sind werden im Stich gelassen. Sie haben
praktisch keinerlei Möglichkeit finanzielle Unterstützug
zu erhalten. Etwas anders sieht es nur bei Endokriner
Orbitopathie (Schilddrüsenliga: Grad
der Behinderung bei Endokriner Orbitopathie
(PDF)) und
Schilddrüsenkrebs (Ulrich Wendler: Informationen zum
Versorgungs- und Schwerbehindertenrecht – Fallbeispiel
Schilddrüsenkrebs) aus
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Ist
Amalgam die Wurzel allen Übels?
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31.03.08 In der
Ganzheitsmedizin geht man davon aus, dass enge
Wechselbeziehungen zwischen Zähnen und Organen bestehen.
Diese Ansicht beruht auf der Akupunktur-Meridian-Lehre der
altchinesischen Medizin nach der die Energie über bestimmte
Energiebahnen (Meridiane) durch den Körper fließt.
Blockaden dieses Energieflusses z. B. durch Störfelder im
Zahn-Kiefer-Bereich haben Krankheiten zur Folge.
Wechselwirkungen kann es grundsätzlich in beide Richtungen
geben, was konkret bedeutet: 1. ein kranker Zahn kann Störungen
an zugeordneten Organen auslösen und 2. ein erkranktes
Organ kann zu Krankheiten der damit verbundenen Zähne
führen. Welche Zähne nun genau mit der Schilddrüse
in Verbindung stehen - dazu gibt es je nach Literatur
unterschiedliche Angaben. In allen Quellen übereinstimmend
genannt werden nur die jeweils 6. Zähne im Oberkiefer (16,
26). Einzelne Quellen verweisen aber auch auf einen Bezug der
Zähne 14 - 17, 24 - 27, sowie 35 und 45 zur Schilddrüse.
Mögliche Störfelder bzw. Krankheitsherde können
wurzeltote Zähne, unvollständig entfernte Zähne
(d.h. im Kieferknochen verbliebene Wurzelreste), chronische
Entzündungen des Zahnnervs sowie Amalgamfüllungen
sein. Aber nicht jeder Mensch wird z. B. bei einem wurzeltoten
Zahn oder zahlreichen Amalgamfüllungen schilddrüsenkrank,
andere Menschen haben weder wurzeltote Zähne noch
Amalgamfüllungen und trotzdem eine Schilddrüsenerkrankung.
Ob jemand erkrankt hat immer auch mit der individuellen
Veranlagung und der Gesamtkonstitution zu tun. Es gibt kein
monokausales Erklärungsmodell. Die Diagnose, ob bei einem
einzelnen Menschen Krankheitsherde im Zahn-Kiefer-Bereich
vorliegen, erfolgt anhand der Anamnese sowie insbesondere auch
mittels der Elektroakupunktur-Messmethode nach Dr. Voll.
Ganzheitsmediziner gehen davon aus, daß bei festgestellten
Störfeldern eine Sanierung in jedem Fall eine Entlastung
für den Körper bedeutet und erst dadurch eine
vollständige Gesundung möglich wird. Aber es gibt
weder hinreichende wissenschaftliche Beweise noch eine
Erfolgsgarantie für diese Art der Therapie. Bei
fortgeschrittenen Schilddrüsenerkrankungen z. B. einer
durch eine Hashimoto-Thyreoiditis zerstörten Schilddrüse
kann auch nach erfolgreicher Zahnsanierung nicht mehr auf die
lebenslange Substitution von Schilddrüsenhormonen
verzichtet werden. Da derartige Zahnsanierungen außerdem
sehr aufwendig und kostspielig sind, ist ein Behandlungsversuch
in jedem Fall sehr kritisch zu hinterfragen. So ist es ratsam
vor Therapiebeginn eine zweite Meinung und weitere Informationen
einzuholen, z.B. beim Bundesverband
der naturheilkundlich tätigen Zahnärzte in Deutschland
e. V.
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Muß
ich trotz Schilddrüsenerkrankung meinen Wehrdienst
ableisten?
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15.11.07 Dies ist
abhängig von der jeweiligen Schilddrüsenerkrankung und
selbstverständlich auch vom individuellen
Krankheitsverlauf. Die nachfolgende Übersicht gibt einen
groben Anhaltspunkt (Angaben ohne Gewähr). Ergänzende
Informationen bietet ein Artikel zu Morbus Basedow und
Hashimoto-Thyreoiditis (Y
- Das Magazin der Bundeswehr: Der
Körper als Feind)
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Ich
überlege, ob ich zu einem Anthroposophen gehen soll. Können
Sie mir dazu etwas sagen?
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23.10.07 Die
Anthroposophie (Griech.: antropos = Mensch, sophia = Weisheit)
ist eine umfassende Geisteswissenschaft, die ab 1921 von Rudolf
Steiner (1861 – 1925) und Ita Wegmann (1876 – 1943)
begründet wurde. Es gibt verschiedene Teilbereiche,
darunter einen pädagogischen Zweig (Waldorfschulen), eine
theologische Ausrichtung (Christengemeinschaft) und die
anthroposophische Medizin. Anthroposophische Ärzte sind in
der Regel Schulmediziner mit Zusatzausbildung, weswegen diese
teilweise sehr ideologisch geprägte Ganzheitsmedizin von
vornherein als Ergänzung und nicht als Ersatz zur
Schulmedizin angelegt ist. Zu den vielfältigen
Behandlungsmethoden gehören deshalb neben den Verfahren der
klassischen Schulmedizin die medikamentöse Therapie mit
pflanzlichen Präparaten (z. B. Misteltherapie) und
homöopathischen Mitteln (z. B. vegetabilisierte Metalle).
Bei Schilddrüsenerkrankungen werden beispielsweise folgende
Homöopathika eingesetzt: Glandula Thyreoidea, Colchicum,
Cuprum, Amnion, Stibium und Solum. Außerdem werden Kunst-,
Musik- und Bewegungstherapie (Heileurythmie) angewendet sowie
eine spezielle, bio-dynamische Ernährung propagiert. Die
anthroposophische Medizin unterscheidet vier Wesensglieder des
Menschen: Physischer Leib (sicht- und messbare Körper),
Ätherleib (Vitalkräfte), Astralleib (Seele,
Bewusstsein, Empfindungen) und das Ich (Persönlichkeit).
Außerdem werden drei Systeme unterschieden:
Nerven-Sinnessystem, Gliedmassen-Stoffwechselsystem und
Herz-Kreislaufsystem (Atmung). Bei Gesundheit befinden sich
diese 4 Wesensglieder und 3 Systeme in einer harmonischen,
dynamischen Balance – kommt es dagegen zu
Ungleichgewichten entsteht eine Krankheit.
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Entzündungen
der Schilddrüse werden nach der anthroposophischen Lehre
durch Störungen des Astralleibs ausgelöst.
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Morbus
Basedow: „Die Qualität des plötzlichen,
überfallsartigen Verlusts von Geborgenheit steht hier
besonders im Vordergrund, das schockartige seelische Erwachen
v.a. im Zeitraum zwischen 9 und 15 Jahren. Betroffen sind vor
allem die seelischen Bindungen an Mutter und Vater, die zu
diesem Zeitpunkt noch die tragenden seelischen Beziehungen des
Kindes sind. Von besonderer Bedeutung scheint die Umkehr in der
Mutterbeziehung zu sein, die das Kind selbst [...] in eine
mutterähnliche Versorgerposition in der Familie zwingt oder
zum Versorger der Mutter macht, während das Bedürfnis
des Kindes nach mütterlicher Versorgung abgespalten und
unterdrückt (statt allmählich abgebaut) wird.“
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Hashimoto-Thyreoiditis:
„Anhaltende Sorgen, der Verlust an Rückhalt (Familie,
Heimat) und die Empfindung einer chronischen Überforderung
können in der Kindheit der Patienten zunächst die
Eltern selbst betreffen, greifen aber im zweiten Lebensjahrsiebt
auch auf das zum Jugendlichen heranreifende Kind über. Sie
lösen den geschilderten Prozess einer Notreifung und
Parentifizierung aus, während insbesondere das Bedürfnis
nach mütterlicher Wärme nicht ausreichend Erfüllung
findet. Der physiologisch in dieser Entwicklungsstufe erfolgende
Abbau der Bindung an die Eltern wird durch deren entstehende
Versorgungsbedürftigkeit behindert, was die
Verselbstständigung des Kindes hemmt.“ (G.
Soldner, M. Sommer: „Autoimmunerkrankungen
der Schilddrüse und Störungen der seelischen Reifung“,
Gekürzte Fassung eines Vortrags auf der öffentlichen
Herbsttagung der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in
Deutschland, Kassel 2003)
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Welchen
Einfluß hat die Ernährung auf
Schilddrüsenkrankheiten?
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22.10.07 Einige
Erkrankungen der Schilddrüse lassen sich auch durch die
richtige Ernährung in ihrer Symptomatik bzw. ihrem Verlauf
positiv beeinflussen. Bei einer Hyperthyreose sollte z. B. auf
Kaffee und Cola weitgehend verzichtet werden, weil das darin
enthaltene Koffein zusätzlich anregend wirkt und die
vorhandenen Symptome verschlimmern kann. Einer
jodmangelbedingten Unterfunktion der Schilddrüse kann durch
den regelmäßigen Verzehr von Seefisch und
Algenprodukten sowie die Verwendung von jodiertem Speisesalz
vorgebeugt werden. Beim Morbus Basedow und bei der
Hashimoto-Thyreoiditis sollten stark jodhaltige Lebensmittel
hingegen gemieden werden. Isoflavonhaltige Lebensmittel (Soja,
Hirse) und thiocyanithaltige Gemüse (Blumenkohl, Weißkohl,
Kohlrabi, Wirsing, Rosenkohl) sollten bei einer Hypothyreose nur
in Maßen genossen werden, weil sie die
Schilddrüsenhormonproduktion hemmen können. Bei der
autoimmunen Schilddrüsenentzündung
Hashimoto-Thyreoiditis kommt es gelegentlich zu einer
Beteiligung der Leber. Da Alkohol über die Leber abgebaut
wird, sollte darauf weitgehend verzichtet werden. Vorsicht ist
auch bei einer leichtfertigen Einnahme von
Nahrungsergänzungsmitteln geboten. Viele dieser Präparae
enthalten Jod. Größere Mengen an Vitamin A hemmen
außerdem die Schilddrüsenhormonproduktion. Eines der
Bindungsproteine für Schilddrüsenhormone, das
Transthyretin, transportiert auch Abkömmlinge des Vitamin
A. Theoretisch sind bei extremer Zufuhr unerwünschte
Wirkungen denkbar. Da das Hauptbindungseiweiss Thyreoglobulin
durch Vitamin A nicht beeinflusst wird, sind Nebenwirkungen bei
Dosierungen im Bereich des Tagesbedarfs aber unwahrscheinlich.
Darüber hinaus werden, immer mal wieder, weitere
Wechselwirkungen mit den verschiedenen Nährstoffen (z. B.
Vitamin E soll in hohen Dosen eine Schilddrüsenunterfunktion
auslösen können) diskutiert, aber diesbezüglich
gibt es keinerlei wirklich verlässliche Untersuchungen oder
gar Beweise.
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Ich
habe eine Schilddrüsenautoimmunerkrankung – soll ich
mich trotzdem gegen Grippe impfen lassen? Im letzten Jahr habe
ich mich nach der Grippeimpfung tagelang schlecht gefühlt.
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22.10.07 Das Ziel
einer Impfung ist es, einen Menschen unempfindlich gegenüber
einer bestimmten, z. B. durch Viren oder Bakterien ausgelösten,
Erkrankung zu machen. Zu diesem Zweck werden aktive und passive
Impfungen durchgeführt. 1. Aktive Impfung: Durch künstliche
Verabreichung von Viren oder Bakterien (Antigenen) in
abgeschwächter Form wird das Immunsystem stimuliert
körpereigene Antikörper gegen diese Antigene zu
bilden. Dadurch wird eine langanhaltende Immunität
erreicht. 2. Passive Impfung: Mittels Injektion werden
körperfremde Antikörper gegen bestimmte Antigene
verabreicht, wodurch eine kurzzeitige Immunität gegen diese
Antigene besteht. Wenn das Immunsystem nicht auf jede Impfung
reagieren würde, wären Impfungen wirkungslos.
Nebenwirkungen wie ein leichtes Krankheitsgefühl, erhöhte
Temperatur sowie lokale Schmerzen, Rötungen und
Schwellungen an der Einstichstelle sind deshalb nichts
Ungewöhnliches und auch nicht besorgniserregend. Nur in
sehr seltenen Fällen kommt es durch den Impfstoff zu einer
schweren allergischen Reaktion, dem anaphylaktischen Schock.
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Umstritten ist
hingegen, ob es durch Impfungen zu schwerwiegenden
Komplikationen in Bezug auf Autoimmunerkrankungen kommen kann.
Also ob sich bereits bestehende Autoimmunerkrankungen durch
Impfungen verschlechtern oder ob durch Impfungen sogar
Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden können.
Speziell für die Hashimoto-Thyreoiditis oder den Morbus
Basedow wurde dieser mögliche Zusammenhang bisher nicht
untersucht. Laut Ärzte Zeitung geht Professor Sieghart
Dittmann (STIKO) davon aus, dass es z.B. durch die Grippeimpfung
zu keiner Verschlechterung von Autoimmunkrankheiten kommt. Er
hält die Impfung auch für Personen mit
Autoimmunkrankheiten für sinnvoll, weil sie schwere und
komplikationsreiche Verläufe verhindern kann, während
das Risiko einer Verschlechterung bestehender
Autoimmunerkrankungen eher als gering einzuschätzen sei.
Allerdings scheint die Influenza-Impfung bei Personen mit
Autoimmunerkrankungen einen weniger guten Schutz vor Grippe zu
bieten als bei gesunden Personen (Ärzte
Zeitung: „Grippe-Impfung nützt auch bei
Autoimmunleiden“ 19.12.2003). Die Ständige
Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes in Berlin
veröffentlicht regelmäßig Impfempfehlungen, die
allgemein als medizinischer Standard angesehen werden. Darin
sind weder die Hashimoto-Thyreoiditis noch der Morbus Basedow
als Kontraindikation für Impfungen genannt. Allerdings ist
die STIKO nicht unumstritten. So werfen ihr Kritiker vor, dass
einige Studien, auf deren Grundlage diese Impfempfehlungen
ausgesprochen wurden, ausgerechnet durch Pharmaunternehmen
finanziert wurden, welche die betreffenden Impfstoffe
herstellen. Weitgehende Übereinstimmung herrscht darüber,
dass bei akuten, besonders infektiösen und fiebrigen
Erkrankungen nicht geimpft werden sollte. Deshalb sollten
sicherheitshalber auch während eines akuten
Krankheitsschubs bei der Hashimoto-Thyreoiditis oder dem Morbus
Basedow keine Impfungen durchgeführt werden. Grundsätzlich
gilt es Nutzen und Risiko einer Impfung genau gegeneinander
abzuwägen.
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Gibt
es einen Zusammenhang zwischen radioaktiver Strahlung und
Schilddrüsenkrebs?
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05.11.06 Gesichert
ist, dass es nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl als Folge der
freiwerdenden Radioaktivität zu einem gehäuften
Auftreten von Schilddrüsenkrebserkrankungen bei Kindern in
der Ukraine und in Weissrussland gekommen ist (C. Reiners: “Die
Folgen von Tschernobyl“,
Dt. Ges. f. Nuk.med). Nach Angaben des Institut national de la
santé et de la recherche médicale (INSERM) haben
auch die von Frankreich durchgeführten Atomwaffentests in
Französisch Polynesien (Südsee) zu einer Zunahme der
Schilddrüsenkrebserkrankungen bei den Inselbewohnern
geführt, so dass radioaktive Strahlung inzwischen als eine
mögliche Ursache von Schilddrüsenkrebs belegt wurde.
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Ich
habe Morbus Basedow. Mein Arzt sagt, dass ich deshalb mit dem
Rauchen aufhören soll. Klar ist Rauchen ungesund. Aber
warum ist das (Nicht-) Rauchen im Hinblick auf die
Schilddrüsenerkrankung so wichtig?
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05.11.06 Rauchen
erhöht grundsätzlich das Risiko eine autoimmune
Schilddrüsenerkrankung zu entwickeln, so fördert es
beispielsweise das Wachstum der Thyreozyten (Schilddrüsenzellen)
und damit die Entstehung einer Struma. Die TSH-Werte sind bei
Rauchern höher als bei Nichtrauchern. Neben dem negativen
Einfluss des Nikotins auf die Schilddrüsenfunktion scheint
besonders das im Zigarettenrauch enthaltene giftige Thiocyanid
ein Risikofaktor für die Entwicklung einer endokrinen
Orbitopathie verantwortlich zu sein. Bei Rauchern wurden
signifikant höhere Thiocyanidkonzentrationen im Urin
gemessen als bei Nichtrauchern. Das Risiko eine Endokrine
Orbitopathie zu entwickeln ist bei Rauchern 8mal höher als
bei Nichtrauchern. Umgekehrt wird das Erkrankungsrisiko durch
Nikotinabstinenz vermindert und der Krankheitsverlauf günstig
beeinflusst.
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Mein
Hausarzt hat bei der Sonografie einen großen, echoarmen
Knoten in meiner Schilddrüse entdeckt. Jetzt sollte eine
Szintigrafie gemacht werden, aber ich habe Angst vor der
Strahlenbelastung und bin deshalb nicht hingegangen. Habe ich
Krebs? Ist eine Szintigrafie wirklich notwendig? Wie hoch ist
die Strahlenbelastung?
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30.10.06
Schilddrüsenknoten können sich bei der Sonografie als
echoarm (dunkel), echonormal oder echoreich (hell) darstellen.
Kalte Knoten sind häufig - nicht immer - echoarm (dunkel).
Aber eine Sonografie als alleiniges Diagnoseverfahren ist zu
unsicher. Deswegen sollte immer zusätzlich eine
Szintigrafie durchgeführt führen. Kann ein echoarmer
(dunkler) Knoten im Szintigramm ausserdem als "kalt"
klassifiziert werden und ist der Knoten größer als 1
cm wird als nächster Diagnoseschritt eine Feinnadelbiopsie
durchgeführt. Besteht dann der Verdacht auf Bösartigkeit,
wird oft sofort operiert. Kalte Knoten sind in den meisten
Fällen gutartig. In ca. 5 % der Fälle sind sie jedoch
bösartig (Schilddrüsenkrebs). Auch wenn
Schilddrüsenkrebserkrankungen selten sind, sollten
vorhandene Schilddrüsenknoten zeitnah durch einen
Radiologen oder Facharzt für Nuklearmedizin abgeklärt
werden. Schilddrüsenkrebs hat, wenn er rechtzeitig erkannt
wird, sehr gute Heilungschancen. Die
Strahlenbelastung bei einer Szintigrafie der Schilddrüse
ist sehr gering. Sie entspricht ungefähr 0,5 msv. Zum
Vergleich: Die natürliche Strahlenbelastung der wir
ausgesetzt sind liegt bei 1 - 3 msv pro Jahr. Es besteht also
wirklich kein nennenswertes, gesundheitliches Risiko, wogegen
der diagnostische Nutzen klar im Vordergrund steht. Die
Szintigrafie ist ein schmerzfreies und nebenwirkungsarmes
Untersuchungsverfahren.
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Wer
ist Thierry Hertoghe? Was sind Hertoghe-Ärzte?
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14.07.06 Dr. Thierry
Hertoghe ist ein Endokrinologe und Anti-Aging-Spezialist, der in
Brüssel (Belgien) praktiziert. Er ist u. a. Mitglied der
International Hormone Society sowie Präsident der European
Academy for Quality Life & Longevity Medicine. Hertoghe
entstammt einer Arztfamilie (Eugene Hertoghe, Luc Hertoghe,
Jacque Hertoghe), aus der seit 1892 immer wieder
Hormonspezialisten hervorgegangen sind. Seine Schwester Dr.
Therese Hertoghe praktiziert in der Nähe von Brüssel.
Einigen vielleicht bekannt ist das nach Eugene Hertoghe benannte
Hertoghe-Zeichen (ausgedünnte, seitliche Augenbrauen),
welches z. B. bei einer Hypothyreose auftritt.
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In einigen
Schilddrüsenforen kursieren von Betroffenen erstellte
Listen von dort sogenannten „Hertoghe-Ärzten“.
Dies ist irreführend da es sich bei der Bezeichnung
„Hertoghe-Arzt“ nicht um eine offiziell anerkannte
Zusatzqualifikation handelt. Die aufgeführten Mediziner
haben oftmals lediglich an einem oder mehreren von Dr. Thierry
Hertoghe durchgeführten Seminaren teilgenommen. In dem
Zusammenhang sollte ausserdem erwähnt werden, dass sehr
viele dieser Ärzte ausschliesslich oder überwiegend
Privatbehandlungen durchführen deren Kosten nicht von den
gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Dass
„Hertoghe-Ärzte“ dennoch einen so regen Zulauf
von Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen zu
verzeichnen haben zeigt zum einen wie hoch der Leidensdruck der
schilddrüsenkranken Patienten ist und zum anderen wie
unzureichend die herkömmlichen Therapien sind.
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Gemeinschaftspraxis
L.-A. Hotze: Optimale
Werte für Hormone, Mineralstoffe, Vitamine und
Risiko-Indikatoren nach Dr. Thierry Hertoghe
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Ist
das Blutspenden trotz autoimmuner Schilddrüsenerkrankung
(Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) grundsätzlich oder
nur zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt? Wird eine abgegebene
Blutspende auf Antikörper (TRAK, TG-AK, TPO-AK) untersucht?
Wie sieht es im Notfall oder bei Eigenblutspenden vor planbaren,
größeren OPs aus?
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11.07.06 Laut
Auskunft des Blutspendedienstes
der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)
dürfen Personen mit einer autoimmun bedingten
Schilddrüsenerkrankung kein Knochenmark bzw. Stammzellen
spenden, da es dokumentierte Fälle einer Übertragung
von Autoimmunerkrankungen gibt. Was die Blutspende betrifft
scheint es in Deutschland bei verschiedenen Instituten ein
unterschiedliches Vorgehen zu geben – überwiegend, so
auch beim Blutspendedienst der MHH, werden
Hashimoto-Thyreoiditis- und Morbus-Basedow-Erkrankte aber
grundsätzlich nicht als Spender zugelassen. Nach Abschnitt
2.2.1 „Kriterien für einen Dauerausschluss“ der
Richtlinien
zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung
von Blutprodukten (Hämotherapie)
gemäß §§ 12 und 18 des Transfusionsgesetzes
sind Personen, die an chronischen Krankheiten leiden, bei denen
die Blutspende eine Gefährdung des Spenders oder des
Empfängers nach sich ziehen kann als Spender
auszuschliessen. Betroffene der autoimmunen
Schilddrüsenerkrankungen (Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus
Basedow) sind als Spender zwar nicht selbst gefährdet, aber
ob und welche Wirkungen die Antikörper beim Empfänger
entfalten ist nicht zweifelsfrei geklärt. Die
Eigenblutspende vor geplanten, größeren Operationen
bleibt davon unberührt und ist auch für Betroffene der
autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen jederzeit möglich.
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Ist eine
Knochenmark- und Stammzellspende möglich?
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05.12.06 Wie mir
eine Mitarbeiterin des Norddeutschen Knochenmark- und
Stammzellspender-Registers auf Anfrage mitteilte sind
Personen mit Autoimmunerkrankungen auch als Knochenmark- und
Stammzellspender ausgeschlossen. Bezüglich anderer (nicht
autoimmun bedingter) Schilddrüsenerkrankungen gilt, dass
Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion
ausgeschlossen sind, während die Knochenmark- und
Stammzellspende von Patienten mit einer
Schilddrüsenunterfunktion akzeptiert wird.
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Stellen
Autoimmunerkrankungen eine Kontraindikation für eine
Organspende dar?
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05.12.06 Anders als
bei der Blut- und Knochenmark- bzw. Stammzellspende stellen
Autoimmunerkrankungen nach Auskunft der Deutschen
Stiftung Organtransplantation
in der Regel keine Kontraindikation zur Organspende dar. Weitere
Informationen zum Thema Organspende und einen Organspendeausweis
zum Download finden Sie auf der Homepage der Deutschen
Stiftung Organtransplantation.
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