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Lokale Behandlungstechniken


Lehmwickel

Bei Entzündungen und auch bei Überfunktionen wirken Lehmwickel beruhigend auf die Schilddrüse. Lokale Beschwerden können dadurch spürbar gelindert werden - das gilt selbstverständlich nicht für Lokalsymptome die durch eine Schilddrüsenvergrößerung verursacht werden. Die Anwendung ist denkbar einfach: Es werden 2 - 3 Eßlöffel Heilerde (Heilerde ist in Drogeriemärkten, Reformhäusern und Apotheken preisgünstig erhältlich) mit etwas Waser zu einer streichfähigen Paste verrührt. Dieser Brei wird mindestens eine Stunde im Kühlschrank kaltgestellt und dann messerrückendick auf ein angefeuchtetes Leinentuch gestrichen. Das Tuch wird anschließend mit der bestrichenen Seite auf den Hals aufgelegt. Anschließend einen trockenen Wollschal um den Hals binden und den Wickel so fixieren. Der Lehmwickel sollte mindestens 20 Minuten getragen werden. Wirksamer ist es, den Wickel erst abzunehmen wenn die Heilerde (nach mehreren Stunden) getrocknet ist. Lehmwickel sollten über ein bis zwei Wochen täglich angewendet werden.


Neuraltherapie

Bei der Neuraltherapie werden Schmerzmittel (Procain, Lidocain, Xylocain) direkt in die Schilddrüse gespritzt. Es erfolgt je eine Injektion in den rechten und linken Schilddrüsenlappen. Dadurch soll die Funktion der Schilddrüse bei Über- und Unterfunktionen reguliert werden. Direkt nach der Injektion kommt es lokal zu einer Erweiterung der Gefäße und einer stärkeren Durchblutung, wodurch sich ein Druck-, Enge- oder Kloßgefühl verbessern kann. Wie bei fast allen alternativen Behandlungsmethoden konnte auch die Wirkung der Neuraltherapie bislang nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Durchgeführt werden sollte sie grundsätzlich nur durch einen sehr erfahrenen, gut ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker.

Weblinks & Literatur:

Internationale Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke e. V.
Dort können Sie auch nach Ärzten in Ihrer Nähe suchen die diese Therapie anwenden.
Auswahl an Literatur zum Thema Neuraltherapie (Amazon)


Alkoholinjektionen

Die Einordnung der Alkoholinjektionen in den Bereich der alternativen Heilmethoden ist sicher nicht ganz korrekt, da sie bereits seit 1964 von Schulmedizinern durchgeführt wird. Dennoch gehört diese Behandlungsmethode nicht zur Standardtherapie die deutschlandweit flächendeckend angeboten wird. Als Gründe dafür werden weniger Zweifel an der Effizienz der Methode selbst sondern ein Mangel an in dieser Technik ausgebildeten Ärzten sowie eine unzureichende Vergütung angeführt.

Einziges geprüftes Anwendungsgebiet dieser Behandlungsmethode (Fachbegriff: perkutane Ethanol-Injektion) ist die unifokale Autonomie, d. h. ein einzelner heißer Knoten. Bei dieser Therapie wird hochprozentiger Alkohol mehrfach direkt in den Schilddrüsenknoten gespritzt, wodurch dieser langsam über einen Zeitraum von mehreren Wochen zerstört wird. Die Alkoholinjektionen führen in 70 - 85 % der Fälle zum gewünschten Erfolg. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen sollte die perkutane Ethanol-Injektion nur durch in dieser Technik erfahrene Ärzte durchgeführt werden.

Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Dr. Rainer Hoffmann

Linkes Bild: Autonomes Adenom Autonomes Adenom vor der Behandlung Schilddrüse nach der Alkoholverödung
Rechtes Bild: Der Knoten ist 8 Monate nach der Alkoholverödung verschwunden. Die restliche Schilddrüse wieder aktiv.

Wo wird diese Therapie angewendet?

04103 Universitätsklinikum Leipzig AöR (www.medizin.uni-leipzig.de)
10117 Charité - Universitätsmedizin Berlin (www.charite.de)
27356 Diakoniekrankenhaus Rotenburg-Wümme gGmbH (www.nukleardiagnostik.de)
72764 Kreiskliniken Reutlingen GmbH (www.kreiskliniken-reutlingen.de)

Weblinks:

R. Hoffmann: Percutane Alkohol Injektion der Schilddrüse“
B. Braun, W. Blank: „Äthanolinstallation bei Schilddrüsenknoten, - adenomen und -zysten“ (PDF), Vortrag im Rahmen des Wiesbadener Schilddrüsen-Symposium 2006


Lasertherapie

Die Lasertherapie (Fachbegriff: laser-induzierte Thermocoagulation) als Behandlungsmethode zur Verkleinerung von Schilddrüsenknoten wurde von dänischen Forschern im Rahmen einer Studie an 30 Patientinnen untersucht. Auch wenn sich dieses Therapieverfahren noch im experimentellen Stadium befindet – die Ergebnisse sind vielversprechend. So reduzierte sich das Volumen des Knotens innerhalb eines halben Jahres um annähernd 50 %, wodurch es bei 2/3 der Patientinnen auch zu einer Verbesserung der Lokalsymptome kam (F. N. Bennedbaek, H. Dossing, L Hegedüs: „Effect of ultrasound-guided interstitial laser photocoagulation on benign solitary cold thyroid nodules – a randomised study“, Eur J Endoc 2005, 152: 341 – 345). Weitere Untersuchungen sind jedoch notwendig.

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Eine Schilddrüsenunterfunktion geht oft mit einem Eisenmangel einher. Warum es wichtig ist diesen auszugleichen,
können Sie im Rahmen dieser Homepage beispielsweise
hier nachlesen.

Homepage erstellt am 23.05.05, aktualisiert am 16.04.09
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