- Ursachen
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Die
genauen Ursachen und Auslöser für die Entstehung von
Morbus Basedow sind bisher leider noch unbekannt. Da Morbus
Basedow und auch die Hashimoto-Thyreoiditis häufig familiär
gehäuft auftreten, wird stark vermutet, dass eine
gemeinsame genetische Prädisposition (Veranlagung) für
diese Erkrankungen vererbt wird. Als Risikofaktor hat man das
Vorkommen bestimmter Antigene im Erbmaterial (Antigene HLA-DR3,
HLA-DR5 und HLA B8) ausgemacht.
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Allerdings
bedeutet das Vorkommen dieser Antigene im Erbgut eines Menschen
auch nicht, dass dieser Mensch zwangsläufig irgendwann in
seinem Leben an Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis
erkranken wird. Denn es bedarf offensichtlich unbedingt noch
anderer zusätzlicher Faktoren, um die Erkrankung zum
Ausbruch zu bringen. Zu solchen zusätzlichen Faktoren
gehören neben Stress, hormonellen Umschwüngen
(Pubertät, Schwangerschaft, Entbindung, Wechseljahre),
Umwelteinflüssen (Zellgifte, Nikotin) auch eine übermäßige
Jodzufuhr. Daneben werden Infektionen mit verschiedenen Viren
(z. B. Eppstein-Barr) oder Bakterien (z. B. Yersinia
enterocolitica) und Kreuzreaktionen des TSH-Rezeptors mit diesen
Erregern als möglicher Krankheitsauslöser diskutiert.
Inwieweit eine Veränderung des Antigens durch
Viren/Bakterien oder TSH-Rezeptor-Mutationen für die
Entstehung von Morbus Basedow ursächlich beteiligt sind
oder für die Entwicklung der Krankheit sogar zwingend nötig
sind, ist noch unbekannt.
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