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Morbus Basedow
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Allgemeine Informationen zum Krankheitsbild Morbus Basedow
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Krankheitsverlauf

Morbus Basedow führt zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Diese beginnt meistens ziemlich plötzlich und kommt oft wie „aus heiterem Himmel“. Je nach Schwere der Symptome kann es allerdings eine Weile dauern, bis sich ein Betroffener wirklich gewahr wird, dass er ernsthaft krank ist. Wegen der Auswirkungen der Schilddrüsenüberfunktion auf die Psyche und wegen der Ähnlichkeit zu typischen Stressreaktionen des Körpers, werden die Symptome häufig zuerst als vegetative oder psychosomatische Beschwerden (durch psychische Belastung und Stress hervorgerufene körperliche Beschwerden) fehlgedeutet.

Leider schätzen auch Ärzte die Beschwerden zuweilen falsch ein und stellen mitunter die falsche Diagnose. Da sich bei Morbus Basedow oftmals die Schilddrüse sichtbar vergrößert, wird zuweilen ärztlicherseits die verhängnisvolle Falschdiagnose „Jodmangelkropf“ gestellt – verhängnisvoll deswegen, weil bei einer solchen Fehldiagnose Jod verschrieben wird und dieses Jod den Morbus Basedow nur noch verschlimmert.

Auch vegetative Störung, Neurose, Angsterkrankung, Depression, Borderline-Syndrom oder bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung) gehören leider zu den „klassischen Fehldiagnosen“, die im Extremfall auch schon dazu geführt haben, dass an Morbus Basedow Erkrankte als „psychisch krank“ abgestempelt wurden, mit Psychopharmaka behandelt oder gar zur Therapie in eine Psychiatrie eingewiesen wurden.

Neben der Schilddrüse sind bei etwa 50 % der Erkrankten auch die Augen von der Erkrankung betroffen und es kommt zur Entwicklung einer endokrinen Orbitopathie. Die EO kann sich zeitlich unabhängig vom Auftreten der Überfunktionssymptome entwickeln – bei etwa 20 % der Fälle geht die EO der akuten Überfunktion voraus, bei etwa 40 % manifestiert sich die EO zeitgleich mit der Überfunktion und bei 40 % entwickelt sich die EO erst wesentlich später (zumeist ist bei diesen Spätmanifestationen der EO eine Schilddrüsenunterfunktion der Auslöser).

Übermäßige Jodzufuhr kann die Überfunktion bei Morbus Basedow erheblich verschlechtern und die Prognose verschlechtern. Aus diesem Grunde sollten an Morbus Basedow Erkrankte unbedingt zuviel Jod vermeiden, z. B. durch Verwendung von unjodiertem Speisesalz, Verzehr von mit unjodiertem Speisesalz hergestellten Lebensmitteln (schwierig in Deutschland!), nur seltener und sparsamer Verzehr von Seefisch und Meeresfrüchten, Vermeidung von jodhaltigen Medikamenten und Untersuchungen mit jodhaltigen Kontrastmitteln.
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Homepage erstellt am 22.03.05, aktualisiert am 02.09.11.
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