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Morbus Basedow
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Allgemeine Informationen zum Krankheitsbild Morbus Basedow
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Diagnose

Die Verdachtsdiagnose wird wahrscheinlich zunächst einmal der Hausarzt stellen. Allerdings ist es wichtig, daß sich der Betroffene möglichst bald in die Hände eines Facharztes (Endokrinologe, auf Schilddrüsenkrankheiten spezialisierter Internist, Radiologe oder Nuklearmediziner) begibt, da die Therapie des Morbus Basedow unbedingt in erfahrene Arzthände gehört!

Zu Beginn der Diagnose sollte unbedingt eine gründliche Anamnese erfolgen, in der neben dem Krankheitsverlauf und den Symptomen und einer eventuellen übermäßigen Jodbelastung (etwa nach Untersuchungen mit jodhaltigen Kontrastmitteln oder Behandlung mit jodhaltigen Medikamenten) auch unbedingt nach Schilddrüsenerkrankungen in der Familie gefragt werden sollte. Auch die Frage, ob der Betroffene Raucher ist, sollte nicht fehlen, da Rauchen einen Risikofaktor darstellt und den Verlauf der Erkrankung negativ beeinflussen kann.

Danach sollte der Arzt die Schilddrüse untersuchen und abtasten, um festzustellen, ob sie vergrößert ist und ob ihre Struktur auffällig verändert ist (Knoten). Bei Morbus Basedow lässt sich bei der Tastuntersuchung häufig das typische „Schwirren“ feststellen – eine leichte Vibration in der Schilddrüse, ausgelöst durch die verstärkte Durchblutung des Gewebes.

Anschließend sollte immer eine Sonografie (Ultraschall) der Schilddrüse erfolgen. Bei Morbus Basedow ist die Schilddrüse in der Regel diffus vergrößert (Struma diffusa) und das Ultraschallbild ist echoarm (das Bild der Schilddrüse erscheint dunkel im Ultraschall). Daneben muß auf Knoten in der Schilddrüse geachtet werden.

Eine Szintigrafie sollte immer dann vorgenommen werden, wenn mittels Ultraschall oder Abtasten Knoten in der Schilddrüse gefunden werden (zwecks Abgrenzung zur funktionellen Autonomie (Überfunktion durch heiße Knoten in der Schilddrüse)) oder wenn die bisherige Diagnostik keine eindeutige Diagnose erlaubt. In der Regel kann auf eine Szintigrafie allerdings bei Morbus Basedow verzichtet werden.
Um eine Schilddrüsenüberfunktion festzustellen oder auszuschließen sollte unbedingt eine Blutuntersuchung erfolgen, bei der TSH, fT3 und fT4 bestimmt werden sollten. Eine Schilddrüsenüberfunktion liegt dann vor, wenn TSH supprimiert ist (<0,1) und fT3 und fT4 erhöht sind.

Wird eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt, sollten die Schilddrüsenautoantikörper bestimmt werden, und zwar TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper), TPO-AK (Antikörper gegen die Schilddrüsenperoxidase), sowie evtl. zusätzlich Tg-AK (Thyreoglobulin-Antikörper; auf diese Antikörperart kann normalerweise bei positiven TRAK/TPO-AK auch verzichtet werden; bei negativen oder grenzwertigen TRAK/TPO-AK kann die Bestimmung jedoch sinnvoll sein).

Werden zusätzlich zu einer Schilddrüsenüberfunktion auch typische Symptome einer endokrinen Orbitopathie vorgefunden, so gilt der Morbus Basedow als bewiesen (auch wenn die Antikörperbefunde vielleicht nicht eindeutig sind). Bei Diagnose eines Morbus Basedow mit endokriner Orbitopathie sollte unbedingt ein auf diesem Gebiet erfahrener Augenarzt aufgesucht und in die Therapie mit einbezogen werden.
SDG-Tipp
Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Diagnoseverfahren finden Sie hier

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Homepage erstellt am 22.03.05, aktualisiert am 02.09.11.
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