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Vermutet
der Kinderarzt nach dem Gespräch mit den Eltern das
Vorliegen einer Schilddrüsenerkrankung, müssen in der
Regel mehrere Untersuchungen durchgeführt werden bis eine
zweifelsfreie Diagnose gestellt werden kann. Anders als bei
Erwachsenen kann der Arzt auch deutliche Veränderungen der
Schilddrüse wie beispielsweise eine auffällige
Größenzunahme nicht durch Abtasten
(Palpation) der
entsprechenden Halsregion feststellen. Deshalb ergeben sich
eindeutigere Hinweise auf das Vorliegen einer
Schilddrüsenerkrankung häufig erst aus der
Blutuntersuchung.
Dabei muss zwischen den Hormonen (TSH, T3, T4), welche die
Schilddrüsenfunktionslage beschreiben und den Antikörpern
(TPO-AK, Tg-AK, TRAK), die für die Diagnose der autoimmunen
Schilddrüsenerkrankungen wegweisend sind, unterschieden
werden. Unabhängig davon, ob diese Blutwerte noch im
Normbereich liegen oder bereits verändert sind, sollte bei
(für eine Schilddrüsenerkrankung) typischen
Beschwerden eine Sonografie
durchgeführt werden.
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TSH-Referenzbereiche
in Abhängigkeit vom Lebensalter
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Häufig
wird zunächst nur der TSH-Wert bestimmt. Diesbezüglich
ist zu berücksichtigen, daß jedes Labor seine eigenen
Referenzbereichsgrenzen ermittelt und es sich hier um ungefähre
Angaben handelt die lediglich eine grobe Richtschnur bieten.
Hinzu kommt, daß Laborwerte allein keine ausreichende
Aussagekraft haben, sondern die Beurteilung von
Schilddrüsenkrankheiten bei Kindern immer das sorgfältige
Abwägen von durch das Kind geäusserten Beschwerden,
von den Eltern beobachteten Veränderungen sowie
Laborbefunden und weiteren Untersuchungen voraussetzt.
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Richttabelle
bzgl. Schilddrüsengröße
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Ein
weiterer wichtiger Anhaltspunkt bei der Diagnose von
Schilddrüsenerkrankungen ist die sonografische Untersuchung
der Schilddrüse. Dieses schmerzlose Diagnoseverfahren gibt
dem Arzt die Möglichkeit die Lage, Größe,
Struktur und den Gewebeaufbau der Schilddrüse exakt zu
beurteilen. Er kann damit feststellen, ob Entzündungen,
Knoten, Zysten oder Kalkablagerungen vorhanden sind.
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Das
Schilddrüsenvolumen ist abhängig von verschiedenen
Faktoren wie z.B. Lebensalter, Körpergewicht und -größe
sowie Geschlecht, so daß die nachfolgenden Tabellen nur
als grobe Anhaltspunkte dienen können.
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