- Einleitung
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Die
Hashimoto-Thyreoiditis gilt allgemein als harmlose
Bagatellerkrankung, die keine oder kaum Beschwerden verursacht
und die beobachtet, aber nicht unbedingt behandelt werden muss.
Oft ist sie tatsächlich nur ein Zufallsbefund bei einer
umfangreicheren Routineuntersuchung, manchmal wird sie aber auch
erst nach einem jahrelangen Leidensweg mit unzähligen
Fehldiagnosen entdeckt. Im Hinblick darauf ist es ein Skandal,
wie unzureichend die Kenntnisse von niedergelassenen Ärzten
über diese recht häufig auftretende Erkrankung sind.
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Fest steht, die
Hashimoto-Thyreoiditis ist keine Befindlichkeitsstörung,
die man vernachlässigen kann, sondern eine chronische
Erkrankung, die einer konsequenten und individuell angepassten
Behandlung bedarf. Durch diese Schilddrüsenerkrankung
vielleicht sogar dauerhaft in der Lebensqualität
beeinträchtigt zu sein ist weder Ausdruck einer
übertriebenen Wehleidigkeit noch Zeichen für eine
Willensschwäche. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine
psychosomatische Erkrankung!
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In
etlichen Fällen ist vermutlich die viel zu spät
einsetzende Behandlung die Hauptursache dafür, dass nicht
mehr alle Symptome voll reversibel sind. Erschwerend kommt
hinzu, dass nur die Schilddrüsenunterfunktion ausgeglichen,
nicht aber die zugrunde liegende Autoimmunerkrankung, die auch
Beschwerden verursacht, behandelt werden kann.
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