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Gästebuch-Archiv: Einträge 101 bis 125


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125. Hannelore Hühne, hannelore-huehnet-online.de am 29.09.2009 um 11:59 Uhr
Hier finde ich meine lebenslangen Symptome endlich aufgeführt. Ich bin jetzt 80. Vor 2 Jahren hat ein Arzt zum ersten Mal eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. Leider kann ich mich nicht bei ihm behandeln lassen weil ich umgezogen bin.
Gallenunterfunktion (Steinbildung, mit 28 Jahren operiert), perniziöse Anemie, (als mir das gesagt wurde, war ich schon 43) und eine ganze Reihe anderer Symptome wie zeitweilig extrem niedriger Blutzucker etc. Keine einzige Diagnose, nur Achselzucken auf der ganzen Linie, bis vor 2 Jahren. Auf dieser Website habe ich sämtliche Symptome wiedergefunden, die ich hatte und noch habe.
Hier in Sachsen aber finde ich überhaupt kaum einen Arzt. Mein gegenwärtiger "Hausarzt" stellt nichts fest und findet mich völlig gesund.
Nur stimmt das eben nicht.
Da ich von einer sehr kleinen Rente leben muß, kann ich mir Privatbehandlungen nicht leisten.
Vielleicht werde ich mich einfach damit abfinden müssen....

124. Maren Osthoff , maren.osthoffyahoo.de am 29.09.2009 um 09:17 Uhr
Hallo liebe Forumleser, ich habe seit 2 1/2 Jahren Hashimoto. Alles ist ein Auf und Ab. Anfänglich hatte ich Glück, dass die Krankheit relativ schnell festgestellt wurde. Nach Hormoneinnahme langsame Besserung der Symptome. 1/2 Jahr später Panik- und Angstattacken mit sämtlichen Symptomen sowie 15 Kg Gewichtszunahme. Seit dem werde ich vom Arzt belächelt (kommt mir jedenfalls so vor). War auch schon 2x im Krankenhaus, weil ich durch heftigste Symptome nur noch Angst hatte (natürlich immer nachts). Mittlerweile ist es mir gelungen, durch viele Gespräche mit Freunden und ständiges Informieren auf dieser tollen Web-Seite, mit den auftretenden Symptomen besser klarzukommen. Auch meiner Angst kann ich begegnen, ohne zu denken "gleich sterbe ich". Für eine Gewichtsreduktion habe ich demnächst einen Termin bei einer Ernährungsberaterin. Weiterhin möchte ich auch die weiblichen Hormone testen lassen. Meine bisherige Gynäkologin meinte, dies nützte eh nichts und hat mir eine Feuchtigkeitscreme für die Scheide in die Hand gedrück!!!! Ich war sprachlos und habe mir eine neue gesucht. Dort will ich nun heute hin, in der Hoffnung einen Schritt weiter zu kommen.
Ich muss sagen, das Schilddrüsennetz Hannover hat mir bisher am meisten geholfen und ich finde auch die Aktion "Farbe bekennen" super.
Für heute allen einen schönen Tag, lasst Euch nicht unterkriegen. Bleibt am Ball!
Liebe Grüße
Maren

123. Stefan Kremer, StefanKremer377web.de am 25.09.2009 um 07:51 Uhr
Hallo allen Gleichgesinnten!!
Habe vor 4 Wochen meine komplette SD rausbekommen.. War voller Knoten. Zum Glück alles gutartig. Was ich bis zum heutigen Tag erlebte ist ein Psycho-Film hoch zehn!
Habe bereits zweimal den Notarzt gerufen. Verbrachte eine Nacht in der Psychiatrie.. Einfach klasse. Nun zu meiner Geschichte:
Nach meiner Op Ende August schickte man mich mit 125 er L-Thyroxin nach Hause. Bekam 3 Tage später einen kleinen "Anfall". Holte den Notarzt. Dachte ich bekomme einen Herzinfarkt. Angstzustände, schneller Puls, Schwindel, etc. Ee überprüfte mich und sagte das ich ein gesundes Herz hätte ( liess mir bereits vor 2 Monaten das Herz checken), und er vermutete das das zu 90 % von der Psyche käme...
Der Hausarzt meinte daraufhin das die Hormon-Menge zu viel wäre. Er reduzierte auf 75er. Ich muss dazusagen das ich 1,99 m bei 100 kg habe. Immer sehr sportlich...
Dann ging es drei Wochen lang. Angstzustände, Schwindel, Panikattacken, Atemnot, Herzrasen...
War letzte Woche beim Nuklearler. Der meinte das ich in einer massiven U-Funktion wäre. TSH 34,64 !!
Jetzt nehme ich 150 er. Mal schauen wann/ob es mir besser geht.
Leide wohl auch schon seit längerem an Panikattacken. Werde auch mal ne Therapie machen.--
Aber denke mal das jetzt gerade wo ich noch nicht richtig eingestellt bin auch viel von der nicht mehr vorhandenen SD kommt...
Horror pur!!
Könnt euch ruhig mal melden wenn ihr ähnliches erlebt habt. Wäre euch sehr dankbar.
Lg Stefan aus Gelnhausen

122. Jolanthe, Jolanthe.Schottkagmx.de am 24.09.2009 um 13:29 Uhr
Hallo an alle hier im Forum,
leide auch seit ca. 1,5 Jahren an Hashi und muss sagen, dass ich dank meines sehr guten Hausarztes fast 15 überflüssige Kilos innerhalb von gut einem Jahr verloren habe.. ich habe es ganz simple gemacht.. jeden Morgen Hormone genommen, danach eine Stunde Walken oder Laufen, 10 Minuten Bauchmuskeltraining.. überall mit dem Rad hingefahren, wenn möglich und alle 5 Stunden nur gegessen, habe auch ab und zu was Süsses gegessen.. ich habe auch Phasen, in denen ich mich sehr müde und abgespannt fühle, aber ich gehe dann sofort raus und bewege mich.. vorher habe ich gar nicht mehr in den Spiegel schauen können, mein Gesicht war aufgedunsen, ich habe mich schrecklich gefühlt und immer sehr weinerlich..
über Erfahrungsaustausch würde ich mich sehr freuen!
Jolanthe

121. astrid am 24.09.2009 um 09:00 Uhr
Auch ich bin eine Leid geprüfte.Seit sechs jahren
werde ich nun wegen der Schilddrüse behandelt.Vorher war ich eine art Hypochonder ( Panikattacken usw.)Bis mal endlich einer auf die Schilddrüse kam.
4 Jahre davon zusätzlich mit Jod was total falsch war.Vor 2 Jahren wurde dann Hashimoto festgestellt und die Tabletten auf ohne Jod umgestellt.Und siehe da es läuft besser.Habe zur zeit zwar eine ÜF da die 150 er Tabl.woll zu stark sind ( Schildd.ist entzündet).Nehme jetzt mal 125 er .Habe zur Zeit ein nerviges Zucken am Mundwinkel.Na ja ist schwierig den Wert so hinzubekommen das es passt.

120. beccy, alinabraueraol.com am 21.09.2009 um 11:21 Uhr
ich leide seit 8 jahren unter einer schilddrüsenerkrankung doch es wurde erst dieses jahr festgestellt das ich unter dem hashimoto syndrom leide....
ich habe damit aber zum glück keinerlei probleme doch ich habe manchmal ein bisschen angst vor den nebenwirkungen

119. Peter, redbarrettgmx.net am 11.09.2009 um 18:48 Uhr
Bin heute auf Deine Seite gestoßen und noch gar nicht fertig die vielen Beiträge zu lesen. Auch bei mir wurde vor 3 Jahren Hashimoto diagnostiziert. Nehe L-Thyrox 75 und es geht mir so weit ganz gut.
ABER - ich habe mich mindestens seit 1980 damit herum gequält, bis ein Internist fragte, wurde schon einmal die Schilddrüse untersucht ? NEIN, sagte ich und Bingo war dies ein Volltreffer. Ich war schlapp, müde, reizbar und hatte Verdauungsbeschwerden. Das Essen lag träge im Magen und der Weitertransport kam nicht so in die Gänge. Übelkeit, Magendruck und Völlegefühl begleiten mich seitdem und das auch heute noch.
Alle anderen Symptome sind weg nur die Verdauung ärgert mich weiter. Geht es Jemanden ähnlich ? Habt Ihr Tipps ? Würde mich freuen von Euch zu hören. Beste Grüße aus Halle, Peter

118. Andrea*** ,am 11.09.2009 um 16:03 Uhr
Hallo Nicole,
ganz lieben Dank für diese tolle Internetseite!!! Du hast mir mit all den zur Verfügung gestellten Informationen sooo sehr weitergeholfen meine Erkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis) zu verstehen. Die Ärzte lassen einen ja ziemlich im Unklaren. Jetzt fühle ich mich super informiert und kann viel besser mit meiner Schilddrüsenerkrankung umgehen.
Herzliche Grüße
Andrea***

117. EL am 11.09.2009 um 14:04 Uhr
Wieso betonen Sie eigentlich im Beitrag http://www.schilddruesenguide.de/hashimoto_thyreoiditis.pdf so sehr, dass Hashimoto nicht heilbar ist? Fühlt sich dann irgendjemand besser? Ich denke nicht...

116. Lisa am 25.08.2009 um 23:18 Uhr
hallo,
ich bin gerade jetzt erst auf diese Seite aufmerksam geworden und habe jetzt natürlich die obligatorische Vegetarier Frage: Hashimoto und Tofu: geht das? ich bin seit ca 12 Jahren Vegetarier. Vor 2 jahren wurde Verdacht auf Hashimoto gestellt aber erst vor ca. einem halben Jahr "Abgesegnet". Ich hatte wohl einen radikalen Anfang der Erkrankung mir 15 kg Gewichtsabnahme und typischen Überfunktionserscheinungen. Mittlerweile musste ich aufgrund bemerkbarer Gewichtzunahme neu eingestellt werden. ( dennoch habe ich immer das Gefühl dass man mit dem Gewicht besser nicht anfangen sollte.)
aber ok...zurück zu meiner Frage.....: ??
Kommentar: Hallo Lisa! Es gibt Ärzte die Flavonoide wie Isoflavone als endokrine Störfaktoren betrachten, welche über eine Hemmung der Thyroidea-Peroxidase die Schilddrüsenhormonproduktion stören und über diesen Wirkungsmechanismus eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen können. Isoflavone sind besonders reichlich in Sojaprodukten (Tofu = Sojabohnenquark) enthalten, aber es kommt natürlich darauf an in welchen Mengen diese verzehrt werden. Wechselwirkungen zwischen eingenommenen Schilddrüsenhormonen und Isoflavonen sind mir nicht bekannt. Ein ursächlicher Einfluss auf die Hashimoto-Thyroiditis ist mir ebenfalls nicht bekannt. Fazit: Wenn Sie also in etwa gleichbleibende Ernährungsgewohnheiten haben wird der eventuell vorhandene Einfluss der im Soja enthaltenen Isoflavone durch die Behandlung Ihrer Schilddrüsenunterfunktion mit dem Schilddrüsenhormonpräparat ohnehin bereits ausgeglichen. MFG Nicole Rolfsmeier

115. Sonja Haak am 03.08.2009 um 20:47 Uhr
Hallo,
wenn ich diese Seiten lese dann könnte ich auf meine Ärzte richtig sauer werden. Das kann ja wohl nicht wahr sein, fast alles was ich in den letzten Jahren für Probleme hatte kommen von meiner Hashimoto Erkrankung die übrigens nur auf Drängen meiner Eltern als ich 16 Jahre alt war erkannt wurde allerdings uns nur als Unterfunktion dargestellt und nie erklärt wurde. Jahre später habe ich zufällig bei einer Voruntersuchung für eine Operation erfahren dass ich Hashimoto habe und dann meinte mein Hausarzt doch glatt ja klar, hätte er mir ja vielleicht mal sagen können. Außerdem kamen ja alle Probleme die ich hatte grundsätzlich nur vom Übergewicht (damals 152 Kilo), wie Nackenschmerzen, Karpaltunnelsyndrom und ihr wisst ja was man alles so bekommt. Aber der größte Aufreger ist für mich jetzt echt die Sache mit dem TSH wert, so weit ich mich erinnern kann wurde bei mir noch nie ein anderer Schilddrüsenwert gemessen außer dem TSH und daran dann meine Dosis bestimmt, teilweise mit einem Wert von 3,9 noch als in der Norm bezeichnet und die Dosis gesenkt bei erniedrigtem Wert obwohl ich schlimmste Symptome hatte. Ich werde jetzt nach einem Spezialisten suchen und hoffen schnell einen Termin zu bekommen. Wenn mir dieser meiner Vermutung bestätigt dann bekommt mein Hausarzt einen unangenehmen Besuch mit mir, dann sage ich ihm mal richtig die Meinung, außerdem werde ich sicherlich meine Krankenkasse informieren um auf das Problem aufmerksam zu machen und es jedem erzählen den ich kenne.
Danke für diese tolle Seite ich kann mir jetzt so einiges erklären woran ich in den letzten Jahren schier verzweifelt wäre.
Sonja

114. Doro, schaefer.burgdorffreenet.de am 28.07.2009 um 17:10 Uhr
Sehr geehrte Frau Rolfsmeier,
im Jan. 09 wurde bei mir die Diagnose: Struma multinodosa Grad I, Autoimmunthyreoiditis, Euthyreose gestellt. Zuerst nahm ich ein T4-Präparat 50 [Anm.: Produktname wurde entfernt] ein. Die Untersuchung des TSH-Wertes nach 6 Wochen ergab 0,13. Jetzt wurde die Dosis auf 25 Mikrogramm reduziert. Erneuter TSH-Wert nach 6 Wochen = 1,9. Die Werte sind sehr unterschiedlich und trotzdem meint mein Hausarzt jedesmal, alles o.k. Die linke Seite der Schilddrüse weist viele kleine und 2 große Knoten auf. Aufgrund von Recherchen im Internet wird diese Krankheit nicht so verharmlost, wie von meinem Hausarzt. Oder mache ich mir unnötiger weise Gedanken?

113. Andrea Zaddach, andrea.zaddachfreenet.de am 15.07.2009 um 13:23 Uhr
Hallo Frau Rolfsmeier,
ich finde Ihre Seiten sehr übersichtlich und informativ ...
Ich leide seit einigen Jahren an Überfunktion und nehme ein "Jod-T4-Kombinationspräparat [Anm.: Produktname wurde entfernt]", erst 50, jetzt 75.
Vor einigen Monaten habe ich einen überhöhten Blutdruck (150/93) festgestellt.
Meine gewohnten Werte lagen immer bei 120/80.
- Kann dies mit dem Medikament zusammenhängen ?
- Kann man ohne Medikamente die Produktion der Hormone anregen?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Zaddach
Kommentar:
Hallo Frau Zaddach, ich weiss nicht, ob Sie sich vielleicht vertippt haben?
Denn bei einer Überfunktion der Schilddrüse sollte man definitiv weder Schilddrüsenhormone noch zusätzliches Jod in Form von Medikamenten zu sich nehmen. Eine ohnehin auf Hochtouren arbeitende Schilddrüse mit einer Jodgabe noch weiter anzuregen wäre völlig falsch.
Bluthochdruck kann sowohl bei einer Schilddrüsenüberfunktion als auch bei einer Unterfunktion der Schilddrüse vorkommen. Typischerweise tritt bei einer Schilddrüsenunterfunktion ein diastolischer Bluthochdruck (z. B. 140 : 110) auf, während es bei einer Überfunktion der Schilddrüse zu einem systolischen Bluthochdruck (z. B. 140 : 70) kommt.
MFG Nicole Rolfsmeier

112. Simone am 11.07.2009 um 10:25 Uhr
Ausdauersport trotz Hashimoto
Als bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion festgestllt wurde, war mein TSH-Wert über das 20ig-fache unter der Norm und ich hatte bis dahin schon 10 kg an Gewicht/Fett zugenommen, trotz Ernährungsplan und Kraftsport.
Heute bin ich eingestellt und nehme am Marathonprojekt Frankfurt teil, eigentlich mit dem Gedanken: Wenn schon fett, dann aber fit!
Von der Leisungsentwicklung bin ich in der Norm. Bei der Ernährung achte ich darauf, dass ich nur zum Tagesstart und vor und während dem Lauf Kohlehydrate und Obst zu mir nehme, sonst viel Eiweiss und Ballaststoffe, Gemüse.
Bisher habe ich 6 cm Taillenumfang abgenommen, so dass ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin.
Zu empfehlen ist die webside von Laufguru Steffny. Er hat nicht nur das Laufen im Sinn sondern auch die Ernährung und Sport in Verbindung mit chronischen Erkrankungen.
Also, schön langsam los laufen und langsam steigern. Alles wird gut.
Kommentar: Hallo Simone, vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Ich habe die Internetseite von Herbert Steffny verlinkt und drücke Ihnen für den 25. Oktober 2009 die Daumen. Wenn Sie mögen, schreiben Sie doch danach noch einmal wie es gelaufen ist. MFG Nicole Rolfsmeier

111. slü am 09.07.2009 um 13:07 Uhr

Danke, das haben Sie sehr gut und verständlich beschrieben, ich werde diese Seite weiterempfehlen !
Ich habe noch nie einen Leserbrief geschrieben und tummle mich in der Regel nicht im Internet, doch hier kommt die Ausnahme:
Nach 6 verpassten Jahren (meine Kinder wurden in der Zwischenzeit einfach so erwachsen, ohne dass ich nennenswerte Erinnerungen habe) ...

In den ersten beiden Jahren der Symptombildungen kaufte ich mir monatlich neue Kleidung und habe 26 Kg zugenommen; später wurden es dann 42 Kg. Mein Hausarzt erklärte es mit dem Alter ... Weitere Symptome wurden dann von den Ärzten (Plural!) auf berufstätige Mutter und an den Haaren herbeigezogene kritische Lebensereignisse im Sinne eine Belastungsstörung oder Anpassungsstörung und Stress am Arbeitsplatz interpretiert,- ohne hierfür überhaupt Anhaltspunkte genannt bekommen zu haben (gab´s auch nicht). Mein Gynokologe meinte, ich solle "mein Frau-sein" und die nun einsetzende Menopause genießen und solange ich noch Sex hätte, sei das mit der Schilddrüse auch nicht akut, der übrige Hormonstatus sei nicht zu beanstanden. Die ewigen schlimmen Verstopfungen führten zu einem Vorfall im Vaginalbereich, den ich operativ beheben ließ,- der Arzt hätte das lieber mit Übungen behandelt und unterstellte dann auch noch fix,dass evtl. ein Bedürfnis nach Krankheit und Narkose vorläge ... doch was hätten die empfohlenen Übungen gegen die Verstopfungen bewirkt? Der erste Internist setzte mich aufs Fahrrad: ich (früher sehr sportlich) erbrachte eine sehr schlappe Leistung, doch er sagte, es sei alters-entsprechend gut (über 50!).Der zweite legt mir ein Langzeit-EKG an. Eine Überweisung zum HNO-Arzt führte zu einer OP, -er hatte Belegbetten-, jedoch nicht zur Befindlichkeitsänderung.

Als in einer Klinik berufstätigen Psychologin gelang es mir auch nicht, unter Kollegen, hilfreichen, fachlichen ärztlichen Rat zu bekommen! Ich selber kannte mich nicht wieder, suchte dann auch nach psych. Störungen bei mir ..., obwohl ich kein psych. Krankheitsbild kenne, das diese Symptome abdeckt.

Nach 6 Jahren, versch. Ärzten (auch Allergologe weil ich ja auch mal neue Möbel kaufte, so meinte der nun gewechselte Hausarzt) und letztendlich einer vehement fordernd vorgetragenen Liste der Symptome wieder beim ehemaligen Hausarzt, hatte ich plötzlich eine Überweisung zum Psychiater in der Hand. Da packte mich der Zorn: Ich habe den 4.Internisten (ohne Überweisung) aufgesucht und nun auf eigene Kosten ein großes Blutbild verlangt. Doch der sagte, er würde mal meinen Vitaminstatus prüfen wollen, denn für die von mir vermutete Unterfunktion der Schilddrüse sei ich ihm einfach noch zu "fordernd, lebendig und kräge"! Ich habe dann der Helferin im Labor gesagt, dass die Schilddrüse auch abgefragt werden müsse. Währenddessen kam der Arzt vorbei; ein kleines Wortgefecht bei offener Tür und ein volles Wartezimmer halfen ... Am nächsten Tag beim Kofferpacken in den Urlaub kam der Anruf aus der Praxis: ich möge vorbeikommen ... Ich sagte, dass ich den Flieger bekommen müsse und in drei Wochen erst wieder ... Dann rief der Arzt selber an: es habe sich ein Hiweis auf eine "geringe" Unterfunktion .... etc etc ... Ich sagte:"Keine Zeit...!" Und, oh Wunder, aus der Apotheke unterhalb der Arztpraxis wurde es persönlich vorbeigebracht: das Schilddrüsenpräparat, Anfangsdosis lag bereits bei 100 !

Wäre ich nicht eine lebenserfahrene Person vom Fach, mit viel Energie von Natur aus und mit einem tragfähigem familiären Bezugsrahmen, mit Freundschaften und Bekanntschaften und durch leitende Position geübt und anerkannt (so kompliziert, krankheitsorientiert und neurotisch, wie mich diese Ärzte sehen wollten, bin ich nicht), wer weiß, was letztendlich in meinem Leben beruflich, privat und gesundheitlich schief gelaufen wäre ....

Ich habe viel verpasst, ausschließlich gearbeitet und geschlafen. Bin oft sogar vor Erschöpfung Treppen hinab- und hinaufgestürzt, habe Einkäufe nicht zu Ende geführt und wichtige Dinge nicht durchgehalten oder Termine versäumt. Auch das Traumverhalten war schwer, depressiv und belastend. Konnte ich beruflich noch Ruhe und Wärme ausstrahlen, so war dies daheim nur noch mit letzter Anstrengung möglich und ich habe hier oft versagt und schlief bereits ein, während ich auf meinen Feierabendkaffee wartete. Oft wurde ich auch ungeduldig, alles mußte sofort sein, bevor mich die Kräfte verließen ... Am Schlimmsten war es für mich, mich immer wieder aufzuraffen und gegen Wände zu laufen ... Heute bin ich gelegentlich traurig über die "verlorenen" Jahre, die nicht nachzuholen sind ...

Und nun zum Schluss möchte ich Mut machen zum Durchhalten: Bereits am Abend nach der ersten Medikamenteneinnahme veränderte sich mein Leben: ich spürte wirklich, wie ich einfach tief durchatmete und wie sich meine Gesichtszüge entspannten. Im Spiegel sah ich fast wieder die mir bekannten großen Augen, die in der zurückliegenden Zeit immer stärker in die Augenhöhlen eingetreten waren. Auch das Gesicht begann sichtbar seine verquollenen Züge abzulegen. Und ich spürte, ich hatte einen Tag lebendig verbracht und nicht nur durchgehalten!

Ich habe etwas gelernt: wir Psychologen und auch die Kollegen Psychiater behandeln sicher oft Patienten, bei denen die eigentliche Ursache, nämlich die medizinische-, nicht erkannt wurde. Wenn Sie meine Erfahrungen verwerten möchten, können Sie das gerne tun.
Allen Betroffenen rate ich, nicht aufzugeben. Man darf die Verantwortung für das eigene Schicksal nicht anderen überlassen, dazu sind das Leben und die Lebensqualität viel zu kostbar!

Kommentar: Hallo slü, herzlichen Dank für Ihren ausführlichen Erfahrungsbericht. Ich habe einige Absätze eingefügt, damit man den Text am Bildschirm etwas leichter lesen kann. Es war sehr interessant für mich einmal Aspekte einer professionellen psychologischen Sichtweise nachempfinden zu können, da ich sehr oft E-Mails von schilddrüsenkranken Frauen erhalte die vor der Behandlung mit Schilddrüsenhormonen jahrelang Psychopharmaka genommen haben und/oder in Psychotherapie waren weil sie einfach keine Kraft mehr hatten zu kämpfen. MFG Nicole Rolfsmeier

110. Nina, Nina-Lorkowskilive.de am 01.07.2009 um 22:04 Uhr
Hi (0;
Finde eure Internetseite super.
Habe selbst das Hashimoto und konnte viele Situationen wieder erkennen (0; und mich köstlich amüsieren.
Der eine sagt ich brauche keine Medis, der andere sagt auf jedenfall müßen Medis genommen werden ...
Habe alle Symtome der Autoimunkrankheit, aber das erkenne ich anscheinend nur, es ist echt nicht einfach ...
Man muß es echt kämpfen!!!
LG Nina

109. diana, Dianat-online.de am 01.07.2009 um 14:29 Uhr
Hallo, man hat vor ca. 14 Jahren bei mir das Hashimoto Syndrom festgestellt. Ich nehme seid dem ein T4-Präparat 100 µg [Anm.: Produktname wurde entfernt].Der Arzt sagte das ich keine Schilddrüse mehr habe. Ich merke eigentlich keinen großen unterschied ob ich die Tabletten nehme oder nicht. Ich habe schon länger Probleme mit Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen. Kann es auch daran liegen? Gruß Diana

108. lillie am 29.06.2009 um 17:04 Uhr
Nun ja, ich denke nicht dass hier tatsächlich absichtlich Wissen zurückgehalten wird. Ich denke das Problem liegt darin, dass neue Studien/Erkenntnisse einfach nicht gegen die allgemeine "Schiddrüse = harmlos"- Meinung ankommen. Man interessiert sich daher schlichtweg nicht für Weiterbildungen auf diesem Gebiet und wendet sich lieber anderen Bereichen zu.
Das Beispiel zeigt es doch ganz deutlich: zwar sind die Auswirkungen einer ausgeprägten Schilddrüsenfehlfunktion bekannt und werden ernst genommen, neuere Erkenntnisse über die Zusammenhänge von Schilddrüse und Psyche oder die korrekte Beurteilung des TSH (+ der freien Werte) sind jedoch unbekannt. Artikel zu den letzteren zwei Themen gab es schon zu genüge in diversen Ärtzefachzeitschriften ... aber sie scheinen nicht gelesen zu werden oder nicht ernst genommen zu werden. Sehr traurig. Und die Schilddrüse-ist-harmlos-Meinung wird fortwährend an jeden Medizinstudent genauso weiter gegeben.
Man müsste genau dort ansetzten: an dem Wissen der Hochschuldozenten.

107. Silvy, Silvia-GrWeb.de am 29.06.2009 um 12:04 Uhr
Hallo, Lillie!
Ich kann Ihnen nur zustimmen. Ich habe mich schon manchmal gefragt, ob da nicht "System" dahintersteckt,und man manches Wissen bewusst nicht an die studierenden Ärzte weitergibt.( Und zwar aus Kostengründen). Denn wenn in der Schilddrüsendiagnostik- und Therapie so sauber vorgegangen würde,wie es erforderlich wäre, hätten wir bedeutend mehr Fälle von Schilddrüsenpatienten, die therapiert werden müssten, und immense Kosten verschlingen würden. Bin selber von SD-Krankheit (MB) betroffen. MfG

106. lillie am 29.06.2009 um 02:54 Uhr
Im Rahmen meines Studiums nehme ich auch an Lehrveranstaltungen im Bereich der Psychiatrie teil.
Dort wird gepredigt, wie wichtig doch bei Depressionen bzw. Angststörungen die Differentialdiagnostik sei: die Schilddrüsenwerte müssten unbedingt überprüft werden!
---> alles schön und gut ... nur traurig, dass bei genauerem Nachhaken den Herren Proffessoren die "Wickham-Studie" beispielsweise völlig unbekannt ist und man zu hören bekommt, die Psyche würde von der Schilddrüse ohnehin erst bei enormen TSH-Werten von >10 beeinträchtigt.
Und sowas wird an den Universitäten gelehrt????!
Na dann wünsche ich viel Erfolg bei der fälschlichen Behandlung künftiger Schilddrüsenpatienten mit Antidepressiva. :(

105. Katharina am 21.06.2009 um 13:39 Uhr
Hallo,
ich habe eine Schilddrüsenunterfuktion und nehme täglich ein T4-Präparat 88 µg [Anm.: Produktname wurde entfernt]. Lt. Packungsbeilage ist die Tablette eine halbe Stunde vor dem Frühstück einzunehmen. Ich trinke jedoch bereits ca. 15 Min. nach der Einnahme zwei Tassen Kaffee, ist das noch in Ordnung? Um meine sehr schlechte Verdauung anzuregen nehme ich außerdem etwas später entweder 2 Magnesiumtabletten oder 2 TL Leinöl. Im Laufe des Vormittags esse ich noch ein Naturjoghurt mit 2 TL Flohsamen. Ich möchte gerne wissen, ob durch Magnesium, Leinöl oder Flohsamen die Wirksamkeit des T4-Präparats [Anm.: Produktname wurde entfernt] beeinträchtigt wird.
Gruß Katharina
Kommentar:
Hallo Katharina, natürlich wäre es prinzipiell am besten, wenn Sie sich an die Angaben in der Packungsbeilage halten würden. ;-)
Aber wenn Sie den Kaffee schwarz trinken ist das nach bisheriger deutscher Lehrmeinung kein Problem - es gibt allerdings eine 2008 veröffentlichte italienische Studie (S. Benvenga u.a., Thyroid 2008; 18: 293-301) bei der eine mässige Resorptionsverminderung durch das gleichzeitige Trinken von Kaffee und Einnahme des Thyroxins festgestellt wurde. Von Milchkaffee ist grundsätzlich abzuraten, weil durch das enthaltene Calcium die Aufnahme der Schilddrüsenhormone deutlicher vermindert sein könnte.
Wechselwirkungen zwischen Schilddrüsenhormonen und dem im zeitlichen Abstand stehenden Genuss von Leinöl, Flohsamen usw. sind mir nicht bekannt
- dazu müssten Sie im Zweifelsfall Ihren behandelnden Arzt befragen.
Allgemein empfohlen wird Nahrungsergänzungsmittel (NEM) wie Magnesium mit mindestens zweistündigem Abstand zu den Schilddrüsenhormonen einzunehmen. Allerdings kenne ich viele Betroffene die ihre NEMs bereits zum Frühstück oder auch direkt danach einnehmen.
Grundsätzlich würde ich sagen: Wenn Sie das immer so machen, Ihre Schilddrüsenmedikation vernünftig eingestellt wurde, die Werte regelmässig kontrolliert werden und Sie keine gesundheitlichen Probleme haben, sollte das in Ordnung gehen.
MFG Nicole Rolfsmeier

104. Jolanthe, jolanthemollweb.de am 15.06.2009 um 22:26 Uhr
Hallo,
super Seite, vorallem
"Farbe bekennen" find ich
eine super Aktion!
LG
Jolanthe

103. andrea am 11.06.2009 um 21:12 Uhr
Hallo,
ich versuche grad Hilfe für meine Mutter zu finden.
Ich hoffe, diese Seite kann mir weiterhelfen. Sie ist mit Schilddrüsenproblemen in Behandlung und bekommt ein T4-Präparat [Anm.: Produktname wurde entfernt]. Ihre Werte sind im Normbereich. Trotzdem ist sie immer extrem müde (12 oder mehr Stunden Schlaf pro Nacht), sie friert ständig, ist vergesslich geworden, hat depressive Verstimmungen, Knochen- und Muskelschmerzen, ihre Nägel sind butterweich und voller Rillen.
Die Ärzte wundern sich über ihre schlechten Blutwerte (BSG a und b stark erhöht) aber finden keine Erkrankung.
Kann das eine Hashimoto Thyreoiditis sein?
Sie hat auch Knoten in der Schilddrüse vor drei Tagen wurde eine Punktion gemacht.
Vielen Dank für diese informative Seite.

102. Helga, infoheiwasch.de am 06.06.2009 um 11:56 Uhr
Nach der Entfernung meiner Schilddrüse(November 06) habe ich immer noch hormonelle Probleme im Allgemeinbefinden.
Kann mir jemand irgendetwas raten oder helfen?
Freue mich auf Rückmeldung!

101. Susanne am 30.05.2009 um 20:09 Uhr
Diese Seiten sind sehr informativ und haben mir schon öfters mal geholfen. Danke dafür!!!!!!!!!!


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