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Erfahrungsbericht
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Susanne (37)
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Ich möchte mich
sehr herzlich bei Nicole bedanken, weil sie diesen Bericht hier
auf der Homepage veröffentlicht. Alles was ich hier
aufgeschrieben habe, sind meine eigenen subjektiven Erfahrungen.
Sie sollen Mut machen, nicht an Hashimoto zu verzweifeln. Es
gibt für jedes Problem eine Lösung. Was nicht passend
ist, müssen wir eben für uns passend machen. Ich
musste lernen, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen
und diese Erfahrungen möchte ich gern an Euch weitergeben.
Solltet Ihr Fragen etc. zu meinem Bericht haben, könnt Ihr
Euch gern unter hashimoto-hannover
gmx.net
mit mir in Verbindung setzen.
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Krankheitsverlauf,
Diagnose und Therapie
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Auswirkungen
der Krankheit im Alltag
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Anhaltende
Symptome der Erkrankung
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Erfahrungsbericht von Susanne können Sie sich auch als
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downloaden.
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Krankheitsverlauf,
Diagnose und Therapie
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Diagnose
Hashimoto/Schilddrüsenunterfunktion
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Mut zum Leben, trotz
der Diagnose!!!
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Ich bin 37 Jahre alt
und weiß seit 3 Jahren, daß ich Hashimoto habe.
Wobei, so ganz richtig ist das nicht. Mir wurde zunächst
gesagt, ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion. Erst durch
mühseliges Nachforschen fand ich selbst heraus, daß
ich Hashimoto habe.
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Wie wurde Hashimoto
bzw. eine Schilddrüsenunterfunktion bei mir entdeckt?
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Schon seit frühester
Jugend war ich zwar geistig ziemlich rege und fit, aber
körperlich nie zu Höchstleistungen imstande. Sport war
für mich Mord! Leider wurde es auch im Erwachsenenalter
nicht besser. Mir fehlte einfach der Schwung. Ich wurde als faul
betitelt. Ich war nicht faul, ich hatte nur einfach nicht die
Kraft und Energie mehr zu leisten als das absolut Notwendige.
Selbst das fiel mir schon schwer genug. Ich lief von Arzt zu
Arzt, von Heilpraktiker zu Heilpraktiker. Keiner konnte mir
helfen. Meiner Freundin ging es ähnlich. Nur waren die
Symptome bei ihr umgekehrt. Sie wußte vor lauter Energie
und Kraft nicht mehr wohin. Auch bei ihr stellten sich dauernd
Infekte ein. Sie war genauso oft krank wie ich. Irgendwann ließ
sie ihre Schilddrüse untersuchen. Ich dachte mir damals,
daß kann auch mir nicht schaden. Schließlich hatte
man mich bei einer Untersuchung im Krankenhaus [Anm.: Name wurde
entfernt] im Alter von ca. 20 Jahren schon dezent darauf
hingewiesen, daß ich bei einer Schwangerschaft Probleme
mit der Schilddrüse bekommen könnte. Also ließ
ich mich zu einer Nuklearmedizinerin überweisen. Das
Ergebnis war dann eindeutig. Schilddrüsenunterfunktion.
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Dosierung der
Schilddrüsenhormontabletten
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Total glücklich,
daß ich endlich wußte, was ich habe, schmiß
ich die Schilddrüsentabletten ein. Damit sollte nun alles
besser werden, laut Aussage der Nuklearmedizinerin. Die ersten 3
Monate war das auch so. Ich nahm ab, hatte Energie. Mir ging es
richtig gut. Nach 3 Monaten ging es mir wieder schlecht. Ein
Termin bei der Ärztin war nicht sofort zu bekommen, denn
ich bin nicht privat versichert. In einem Telefongespräch
riet sie mir, die Dosierung zu erhöhen. Das tat ich. Damit
fing die Spirale der Dosierung und Kontrolle der Werte an. Am
Anfang der Tabletteneinnahme begann ich mit einer ganz kleinen
Dosierung, ca. 12,5 µg eines T4-Präparates [Anm.:
Produktname wurde entfernt]. Immer wenn es mir dann wieder
schlechter ging, steigerte ich die Dosis. Schließlich
landete ich bei 100 µg. Toll ging es mir dabei immer noch
nicht, aber die Ärztin warnte mich, nicht in eine
Überfunktion zu kommen. Überfunktion wäre viel
gefährlicher als Unterfunktion. Mein Krebsrisiko würde
rapide steigen und Osteoporose wäre schon vorprogrammiert.
Also lebe ich bis heute mit einer leichten Unterfunktion. Mir
ist es nie gelungen, den idealen Wohlfühlwert von TSH basal
1 zu erreichen. So bestehen mein Leben aus Anpassung der
Dosierung und die Kontrolle der Werte durch den Arzt. Mein
Befinden stimmt aber nicht immer mit den Werten überein. So
habe ich mir angewöhnt, vor einem Arztbesuch meinen Zustand
schriftlich festzuhalten. Nach der Besprechung mit dem Arzt
überprüfe ich, ob Werte und Befinden übereinstimmen.
Ich entscheide dann selbständig, welche Dosierung für
mich die richtige ist. Ein Wechsel zu einem
T3-T4-Kombinationspräparat [Anm.: Produktname wurde
entfernt] haben zu einer Stabilisierung meines Zustandes
geführt. Der Endokrinologe ist für mich zum Partner
geworden, der mir ratend zur Seite steht. Die Entscheidungen
über meinen Körper treffe ich aber selbst.
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Krankheitsauslöser
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Die Krankheit trage
ich bestimmt schon mein ganzes Leben in mir. Aber Pubertät,
Schwangerschaft oder Wechseljahre kann ich nicht als Auslöser
für mich verbuchen. Ich nehme an, daß es die
Lebensumstellung war. Ich begann Sozialwissenschaften zu
studieren und mein sonst so geregeltes Leben kam dadurch völlig
aus dem Tritt. Es gab keine festen Stundenpläne mehr.
Kommilitonen wechselten ständig. Um Sitzplätze mußte
ich kämpfen. Pflichtfächer, die ich belegen mußte,
standen nicht in ausreichender Anzahl für alle Studierenden
zur Verfügung. Zum ersten Mal mußte ich mich völlig
allein durchschlagen. Freiheit kann auch belastend sein, wenn
man sie nicht gewohnt ist. Ich schaffte dann meinen Abschluß
als Diplom Sozialwissenschaftlerin in der vorgegebenen
Regelstudienzeit, was damals nicht selbstverständlich war.
Aber in ein geregeltes Leben bin ich nie wieder zurückgekommen.
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Phasen der
Krankheit
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Ich habe für
mich festgestellt, daß es mehrere Phasen der Krankheit
gibt. Zunächst einmal hat sich mein Körper unangenehm
bemerkbar gemacht, indem er nicht mehr so funktionierte, wie er
sollte. Ich ignorierte das lange. Bis die Anzeichen überdeutlich
wurden. Als es mir dann gelungen war, nach einer langen Odyssee
meiner Krankheit einen Namen zu geben, begann die Euphorie.
Jetzt wird alles wieder gut! Nach ersten Rückschlägen
begann ich alles über die Krankheit zu lesen. Ich sog alles
in mich auf. Leider fand ich das Allheilmittel nicht. Ich
verfiel in eine depressive Phase. Mir war alles egal. Irgendwann
habe ich dann begonnen, mich mit der Krankheit zu arrangieren.
Denn ich habe gelernt, daß die Krankheit auch eine Art
Schutz für mich war, weil ich nicht Nein sagen konnte. Die
Krankheit hat mir gezeigt, daß ich nicht so weiter machen
konnte wie bisher. Ich habe gelernt, meine Ressourcen besser
einzusetzen. Seitdem geht es mir besser. Aber der Kampf hört
nie auf. Ich nehme ihn aber jetzt an und versuche Hashimoto mit
Humor und positivem Denken zu begegnen.
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Gründung
einer Selbsthilfegruppe
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Als es mir so
schlecht ging, suchte ich verzweifelt nach Gleichgesinnten.
Leider gab es damals in Hannover keine Selbsthilfegruppe zu dem
Thema. Im Internet erfuhr ich dann von einer weiter entfernten
Gruppe. Mit letzter Kraft fuhr ich dort hin. Hashimoto- und
Morbus Basedow-Betroffene waren in dieser Gruppe gemischt. Das
hat mir nicht so gut gefallen. Nach dieser Erfahrung war mir
klar, ich muß selbst aktiv werden. Jedes Mal diesen weiten
Weg zu fahren, hätte ich damals nicht geschafft. Also
erkundigte ich mich überall, wie man eine Selbsthilfegruppe
gründet. Meine Erfahrungen aus der Öffentlichkeitsarbeit
kamen mir dabei zugute. Ich beschloß, mich nur auf
Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion zu beschränken.
Nach einigen Anfangsschwierigkeiten gibt es uns nun schon seit
mehreren Jahren. Unsere Gruppe steht neuen Betroffenen immer
offen. Wer also Interesse hat, sich persönlich über
die Krankheit auszutauschen, kontaktiert mich einfach unter
hashimoto-hannover gmx.net -
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Seitenanfang
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Auswirkungen
der Krankheit im Alltag
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Hashimoto und
Arbeit
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An meinem
körperlichen Tiefpunkt sagte mir mein Arzt, er könne
mich nur noch arbeitsunfähig schreiben. Und das mit 34
Jahren! Ich war total geschockt. Vom Studium in die Frührente.
Wobei ich mit Hashimoto wahrscheinlich wenig Erfolg gehabt
hätte, eine Frührente zu bekommen. Betroffene, die es
versucht haben, waren bis jetzt nicht erfolgreich. Also dann,
vom Studium zum Sozialfall! Ich wollte mich aber nicht damit
abfinden, untätig und ohne selbst verdientes Geld zu Hause
herumzusitzen. Also begann ich mir zu überlegen, was ich
tun könnte. Ich hatte Glück. Meine Mutter verwaltete
und vermietete Häuser. Sie wollte ihre Tätigkeit
aufgeben und so übernahm ich das Vermieten und Verwalten.
Ich kann selbständig arbeiten und mir meine Zeit einteilen.
Wenn ich müde bin oder nicht mehr kann, lege ich mich
einfach hin. Mein Büro ist praktischerweise neben meiner
Wohnung. Ich brauche also nur eine Tür weitergehen.
Zufrieden bin ich damit aber nicht. Dafür habe ich nicht
studiert. Deswegen möchte ich mich beruflich noch einmal
umorientieren. Ich habe längere Zeit für ein Museum in
der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gearbeitet. Mein
absoluter Traumjob. Leider konnte ich dort nicht weiterarbeiten.
Das Museum hatte kein Geld. Aber auch hier mußte ich mir
den Job nach meinen Bedingungen und Bedürfnissen gestalten.
Stück für Stück habe ich die Tätigkeit so
umgestaltet, daß ich sie gern und gut ausführen
konnte. Was nicht passend ist, muß ich mir passend machen.
Sollte jemand im Raum Hannover bei einem Non-Profit-Unternehmen
einen Job in der Öffentlichkeitsarbeit zu vergeben haben
und sich nicht scheuen, eine gehandikapte, aber motivierte
Mitarbeiterin einzustellen, nehmen Sie bitte sofort Kontakt zu
mir auf.
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Hashimoto und
Perfektion
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Ich bin eine
Perfektionistin! Perfektionisten können nicht glücklich
sein! Da ist etwas Wahres dran. Mein Streben nach Vollendung hat
mit Sicherheit den Ausbruch meiner Krankheit begünstigt.
Ich wollte überall die Beste und Erste sein. Dazu mußte
ich sehr viel leisten, um dieses Ziel zu erreichen. Letztendlich
blieb ich oft hinter meinen eigenen Ansprüchen zurück,
weil mein Körper mir nicht gehorchte. Er versagte den
Dienst. Dadurch mußte ich lernen, loszulassen (Kraft zum
Loslassen, Melody Beattie). Auch heute noch finde ich es sehr
schwierig, positiv zu denken, an mich zu glauben. Aber wenn ich
meine Gefühle nicht nach außen bringe, richten sie
sich gegen mich selbst. Das will ich nicht mehr. Geholfen hat
mir dabei die Selbsthypnose. Die Hypnose beeinflußt mein
Unterbewußtsein und hilft mir dabei, mich selbst zu finden
und zu mir zu stehen.
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Hashimoto und
Streß
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Wie für jede
andere Krankheit gilt auch für Hashimoto: Streß ist
„tödlich“. Aber wie baue ich Streß ab?
Sport kann ich nicht treiben, dazu reichen meine Kräfte
nicht aus. Spazieren gehen kann ich aber. Morgens höre ich
immer meine Kassette mit der Hypnose. Das entspannt. Zusätzlich
mache ich noch bestimmte Fingerübungen (Gesundheit in
unseren Händen, Kim Da Silva), die mich für den Tag
fit machen. Seit kurzem mache ich auch eine Übung aus dem
Lachyoga, die mir Energie gibt. Morgens erledige ich gern
Aufgaben, die meinen Geist fordern, z. B. die Buchführung.
Erst gegen Nachmittag oder Abend werde ich auch körperlich
mobil. Meine Knochen scheinen dann wach zu sein. Also richte ich
meinen Tagesablauf darauf aus.
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Hashimoto und
Beziehung
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Ich bin Single, weil
ich Angst vor Nähe habe. In den Hochphasen meiner Krankheit
lebte ich wie eine Einsiedlerin. Ich ließ niemanden an
mich heran, machte alles mit mir selbst aus. Mich strengten zu
enge Beziehungen und Kontakte sehr an. Ich brauchte meine
Rückzugsmöglichkeit. Ich mußte erst einmal
selbst begreifen, was mit mir und meinem Körper los war.
Natürlich gab es Kontakte zu Menschen. Ich fand es aber
sehr schwierig, mich zu outen. Meine Krankheit für andere
begreiflich zu machen. Äußerlich sieht man mir
Hashimoto nicht an. Das macht das Verstehen für die anderen
umso schwieriger. Richtig kompliziert wurde es dann, als ich
mich wieder verliebt hatte. Wie und wann sage ich es dem
Betreffenden? Ich hatte mich dafür entschieden, relativ
bald die Wahrheit zu sagen. Aber was sollte ich sagen, wie
sollte ich es begreiflich machen? Ich habe es versucht. Der
Versuch ist gescheitert. Trotzdem bin ich der Meinung, daß
ich zu der Krankheit stehen muß. Inzwischen gehe ich
selbstbewußter damit um. Wer mit mir in Beziehung tritt,
muß auch meine Krankheit akzeptieren. Sie ist ein Teil von
mir.
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Hashimoto und
Termine
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Wenn ich mich mit
jemand verabredet hatte, konnte es passieren, dass ich
kurzfristig absagen musste, weil es mir nicht gut ging. Auch vor
wichtigen Geschäftsterminen passierte mir das öfter.
Ich überlegte mir, warum das so ist. Meistens hatte ich mir
den Terminkalender so voll gepackt, dass ich keine Ruhepausen
dazwischen hatte. Der Körper holte sich dann einfach die
nötige Ruhe, indem er schlapp machte. Jetzt plane ich meine
Termine nicht mehr so eng und damit geht es mir besser. Auch
habe ich gelernt, dass Wichtige von dem Unwichtigen zu trennen.
Das hilft ungemein. Oder ich geriet aus irgendeinem Grund in
Panik vor dem Termin. Also begann ich die Termine so
vorzubereiten, dass ich das Heft in der Hand behalten konnte und
mich nicht ausgeliefert fühlte.
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Zum
Seitenanfang
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Anhaltende
Symptome der Erkrankung
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Hashimoto und
Gewicht
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Ein großes
Thema in meinem Leben ist mein Gewicht. In guten Zeiten wog ich
bei einer Größe von 1,73 m 54 kg. Heute kann ich
davon nur träumen. Ich versuchte jede Diät (Weight
Watchers, Trennkost usw.). Nichts half. Ich nahm immer noch zu.
Außerdem torpedierte mein Körper fast jede Diät,
da ich Gemüse und Obst nur sehr begrenzt und gekocht
vertrage. Heute kümmere ich mich nicht mehr um mein Essen.
Denn Essen hat viel mit Kontrolle zu tun und ich möchte
loslassen. Ich esse, was mir Spaß macht. Wenn ich mich
eiweißreicher ernähre, geht es mir besser. Ich nehme
dann auch ein wenig ab. Leider halte ich mich nicht konsequent
daran. Durch Eiweißriegel schaffe ich es aber zumindest,
mein Gewicht zu halten. Auch portioniere ich meine Süßigkeiten,
so daß ich damit ganz gut leben kann. Freßorgien
halten sich so in Grenzen. Für mich schon ein Erfolg. Ich
bin nicht übermäßig dick, da ich eigentlich nur
einen „Babybauch“ habe. Als Schwangere hätte
ich eine klasse Figur, wie mir letztens eine Verkäuferin
bestätigte.
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Hashimoto und
Ödeme
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Seit geraumer Zeit
nehme ich an meinem Körper Beulen war, sogenannte Ödeme
(Wassereinlagerungen in der Haut, Orangenhaut). Ungeheuer
schmückend. Leider gibt es dagegen keine wirksame Hilfe,
laut Ärzte und Heilpraktiker. Aber anstatt mich darüber
aufzuregen, habe ich auch das akzeptiert. Es lebt sich einfach
besser, wenn ich mich so akzeptiere wie ich bin.
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Hashimoto und
Gelenkschmerzen
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Mir schliefen die
Hände ein. Manchmal hatte ich das Gefühl, daß
meine Füße mein Gewicht nicht mehr tragen konnten.
Sie schienen mir einfach weg zu knicken. Das Schreiben mit
Füller fiel mir schwer. Zum Glück gibt es ja heute
Computer. Nachts wachte ich auf, weil ich Wadenkrämpfe
bekam. Auch hierfür habe ich für mich eine Lösung
gefunden. Gegen die Krämpfe hilft mir Magnesium
Phosphoricum D6. Bei Gelenkbeschwerden nehme ich Vitamin E. Da
mir auch sicher ein paar andere Vitamine nicht schaden können,
schlucke ich ein Nahrungsergänzungspräparat [Anm.:
Produktname wurde entfernt], welches vor allem Vitamin B
enthält. Aber am schnellsten Hilfe bringen meine
Fingerübungen.
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Hashimoto und
Konzentration
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Manchmal komme ich
mir schon vor wie eine alte Frau. Dauernd vergesse ich etwas.
Meist nichts Wichtiges, aber doch ärgerlich. Menschen
stehen vor mir und ich kann mich partout nicht mehr an ihre
Namen erinnern. Ich gehe aus dem Zimmer und weiß nicht
mehr, was ich eigentlich machen wollte. Das hat mich in Panik
versetzt. Nachts hatte ich Albträume, etwas Wichtiges zu
vergessen. Seit dem ich mir eingestehe, auch Fehler machen zu
dürfen, ist diese Panik schon wesentlich abgemildert
worden.
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Nachtrag
am 03.02.2009
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Fortsetzung
meiner Geschichte Mut zum Leben wegen Hashimoto
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Vertrag mit mir
selbst
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Am 19. Mai 2007
schloß ich einen Vertrag mit mir selbst. Ein Jahr lang
wollte ich mich nur um meine Gesundheit kümmern. Denn nur
wenn ich wieder gesund werden würde, würde ich auch
eine Arbeit und ein erfülltes Privatleben bekommen können.
Diesen Vertrag fand ich in dem Buch „So bleibe ich gesund“
von Matthias Lauterbach und Susanne Hilbig. Am Anfang hielt ich
mich sklavisch an die Vorgaben in dem Buch. Später lag es
nur noch zur Zierde auf meinem Tisch.
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Neurodermitis
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Eine Neurodermitis
lenkte den Fokus nämlich wieder auf das Thema Krankheit.
Ich rannte von Arzt zu Arzt, von, nein, diesmal sparte ich mir
die Heilpraktiker und wendete mich sofort an den Verband
Deutscher Neurodermitiker. Sie empfahlen mir entsprechende
Produkte und eine Ernährungsumstellung. Diesen Rat befolgte
ich. Das verschaffte mir erst einmal eine Pause von dem
elendigen Jucken. Ich sah zwar immer noch im Gesicht und am
Dekolletee zum Gruseln aus, konnte aber erst einmal wieder
nachts schlafen ohne mich ständig zu kratzen.
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Neubeginn
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Durch die
Neurodermitis zur Untätigkeit gezwungen, (wer stellt schon
jemanden ein, der so aussieht), begann ich über mich und
mein Leben nachzudenken. Bis jetzt hatte ich mich beruflich und
privat sehr nach anderen Menschen gerichtet. Ich wollte geliebt
werden und niemanden verletzten. Aber glücklich bin ich
damit nicht geworden, sondern nur krank. Die Neurodermitis hat
mir das noch einmal ganz klar gemacht. Ich nutzte meine
Zwangspause dazu, mich selbst kennenzulernen. Ich tat Dinge, die
mir Spaß machten. Ich versuchte mich meinen Problemen
gestalterisch zu nähern. Es entstanden viele Collagen. Ich
bildete mich weiter. Bis mir irgendwann klar wurde, dass ich
Menschen helfen möchte, denen es ähnlich geht, wie mir
damals. Die helfende Hand, die mir damals gefehlt hat, will ich
anderen Menschen anbieten, damit sie nicht so leiden müssen,
wie ich. So wurde ich psychologische Beraterin. Endlich kann ich
anderen Menschen helfen. Das wollte ich schon immer.
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Gesundheit
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Der Verein für
Schüsslersalze empfahl ein Buch, „Heilen ohne
Medikamente“ von Andreas Winter. Ich besorgte es mir
gleich. Der Text war mir eigentlich zu trocken und zu
langweilig, aber heute weiß ich, dass darin
Suggestionspunkte versteckt waren, die eine schnelle
Selbsthypnose ermöglicht haben. Nachdem ich die CD
eingeworfen hatte, durchlebte ich in 20 Minuten sämtliche
Gefühlszustände. Von traurig bis wütend bis
verzeihend. Auf einmal wusste ich, warum ich zuviel aß und
warum ich krank war. Ich nahm innerhalb kürzester Zeit
mehrere Kilos ab, ohne mich zu quälen.
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Heute bin ich
gesund. Im Job bin ich ebenfalls erfolgreich. Seitdem ich
gelernt habe, mich selbst zu lieben und zu akzeptieren, bin ich
glücklich. Geholfen haben mir dabei die Bücher von
Louise L. Hay und die darin enthaltenen liebevollen
Illustrationen von Joan Perrin Falquet, die ich auch gleich für
meine eigene Homepage engagiert habe. Außerdem die CD
Glücksbringer von Dr. med. Eckart von Hirschhausen, dem
besten Mann und Arzt der Welt! Danke an Euch alle, Ihr seid
toll!
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Wer mehr wissen
möchte, kann mir gerne unter hashimoto-hannover
gmx.net
schreiben.
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Weitere
Erfahrungsberichte finden Sie im Buch „Leben mit
Hashimoto-Thyreoiditis“ von Leveke Brakebusch u. Armin E.
Heufelder
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Das
Buch ist informativ und verständlich geschrieben. Für
neu diagnostizierte Betroffene ist es sehr empfehlenswert, weil
es einen soliden ersten Überblick über das
Krankheitsbild Hashimoto-Thyreoiditis vermittelt. ...“
Hier
finden Sie meine ausführliche Buchbesprechung!
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erstellt am 31.10.06, aktualisiert am 03.02.09
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