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Sie sich bereits Aussagen wie „Nehmen Sie Ihre Hormone und
dann ist alles gut!?“ oder „Ihre Werte sind in
Ordnung, kommen Sie in einem Jahr zur Kontrolle.“ von
Ihrem behandelnden Arzt anhören mussten, obwohl Sie alles
andere als beschwerdefrei sind, dann geht es Ihnen wie sehr
vielen Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen.
Es wäre zwar sehr schön, wenn es denn immer so einfach
wäre, wie viele Ärzte es ihren Patienten bei der
Diagnose erzählen. Aber die Realität sieht später
leider oft ganz anders aus. Ein Teil der Hashimoto-Thyreoiditis-
und auch Morbus-Basedow-Erkrankten (genaue Zahlen sind nicht
bekannt) leidet trotz einer durch die Behandlung mit
Schilddrüsenhormonpräparaten euthyreoten
Stoffwechsellage an anhaltenden Beschwerden wie ausgeprägten
Lokalsymptomen, einem Grippegefühl, Muskel- und
Gelenkschmerzen, Erschöpfungszuständen und
Konzentrationsstörungen. Ein weiteres Problem ist die
ungewollte Kinderlosigkeit von Frauen mit einer autoimmunen
Schilddrüsenerkrankung. Obwohl dieser Umstand, wie
nachfolgende Aussagen und Studien verdeutlichen,
Schilddrüsenexperten längst bekannt ist – warum
dies so ist, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden.
Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem überaktiven
Immunsystem bzw. den oft sehr stark erhöhten Antikörpern,
über deren genaue Auswirkungen nur wenig bekannt ist.
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Da aber selbst
ausgewiesene Schilddrüsenexperten mangels
wissenschaftlicher Forschung nur über ein sehr begrenztes
Wissen diesbezüglich verfügen ist es verständlich,
dass weniger spezialisierte Ärzte aus Unkenntnis heraus
Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankung eine
psychosomatische Erkrankung unterstellen.
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psychosomatisch
(griech. psyche = Seele, griech. soma = Körper) Erkrankung
mit körperlichen und/oder seelischen Beschwerden für
die keine organische Ursache gefunden werden kann und deren
Auslöser deshalb in einer psychischen Störung vermutet
wird. Ein selbstkritischer Arzt würde sagen: „Ich
weiss nicht, was Sie haben!“ Bis vor wenigen Jahren galten
beispielsweise etliche Krankheiten des Magens als
psychosomatisch bedingt. Fast jeder kennt Äußerungen
wie: „Das schlägt dir auf den Magen.“ oder „Das
kommt, weil du deinen Ärger immer nur hinunterschluckst.“
Heute weiss man, dass eine Infektion mit dem Bakterium
heliobacter pylori an der Entstehung der unterschiedlichen
Magenerkrankungen wie Magenschleimhautentzündung,
Magengeschwür bis hin zum Magenkrebs massgeblich beteiligt
ist. Leider wird vielen Betroffenen der autoimmunen
Schilddrüsenerkrankungen aus Unkenntnis über die
ohnehin wenig erforschten Zusammenhänge heutzutage
ähnliches Unrecht zugefügt.
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Zu
welchen dauerhaften Einschränkungen kann es kommen?
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- Problematische,
schwer kontrollierbare Krankheitsverläufe
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- Unzureichende
und/oder instabile Hormonsubstitution
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- Schmerzhafte
Lokalsymptome
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- Starke Muskel- und
Gelenkschmerzen
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- Anhaltende
Konzentrationsstörungen sowie eine verminderte
Gedächtnisleistung
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- Depressionen und
Angstzustände
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- Ungewollte
Kinderlosigkeit, häufigere Fehlgeburten und
Schwangerschaftskomplikationen
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