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Hausarzt hat bei der Sonografie einen großen, echoarmen
Knoten in meiner Schilddrüse entdeckt. Jetzt sollte eine
Szintigrafie gemacht werden, aber ich habe Angst vor der
Strahlenbelastung und bin deshalb nicht hingegangen. Habe ich
Krebs? Ist eine Szintigrafie wirklich notwendig? Wie hoch ist
die Strahlenbelastung?
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Schilddrüsenknoten
können sich bei der Sonografie als echoarm (dunkel),
echonormal oder echoreich (hell) darstellen. Kalte Knoten sind
häufig - nicht immer - echoarm (dunkel). Aber eine
Sonografie als alleiniges Diagnoseverfahren ist zu unsicher.
Deswegen sollte immer zusätzlich eine Szintigrafie
durchgeführt führen. Kann ein echoarmer (dunkler)
Knoten im Szintigramm ausserdem als "kalt"
klassifiziert werden und ist der Knoten größer als 1
cm wird als nächster Diagnoseschritt eine Feinnadelbiopsie
durchgeführt. Besteht dann der Verdacht auf Bösartigkeit,
wird oft sofort operiert. Kalte Knoten sind in den meisten
Fällen gutartig. In ca. 5 % der Fälle sind sie jedoch
bösartig (Schilddrüsenkrebs). Auch wenn
Schilddrüsenkrebserkrankungen selten sind, sollten
vorhandene Schilddrüsenknoten zeitnah durch einen
Radiologen oder Facharzt für Nuklearmedizin abgeklärt
werden. Schilddrüsenkrebs hat, wenn er rechtzeitig erkannt
wird, sehr gute Heilungschancen.
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Die
Strahlenbelastung bei einer Szintigrafie der Schilddrüse
ist sehr gering. Sie entspricht ungefähr 0,5 msv. Zum
Vergleich: Die natürliche Strahlenbelastung der wir
ausgesetzt sind liegt bei 1 - 3 msv pro Jahr. Es besteht also
wirklich kein nennenswertes, gesundheitliches Risiko, wogegen
der diagnostische Nutzen klar im Vordergrund steht. Die
Szintigrafie ist ein schmerzfreies und nebenwirkungsarmes
Untersuchungsverfahren.
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