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FAQ – Frequently asked questions
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Ich habe eine Hashimoto-Thyreoiditis. Muss ich jetzt auf jodhaltige Nahrungsmittel und Jodsalz verzichten?
Sie sind doch auch hashimotokrank – wie handhaben Sie das?

Nach der gängigen medizinischen Lehrmeinung ist das üblicherweise in unserer Ernährung enthaltene Jod sowie die Verwendung von Jodsalz auch für uns Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte gesundheitlich unbedenklich. Unumstritten ist aber auch, dass Jod in hohen Dosen (ab ca. 200 µg täglich) die Entstehung der Hashimoto-Thyreoiditis fördert und den Krankheitsverlauf beschleunigt. Deshalb wird Hashimoto-Thyreoiditis-Patienten beispielsweise vom regelmässigen Verzehr stark jodhaltiger Lebensmittel (Algen, Sushi usw.) abgeraten.

Ich persönlich verwende zu Hause kein Jodsalz, sondern stattdessen naturbelassenes Meersalz. Bei abgepackter Ware achte ich darauf, dass kein Jodsalz zugefügt wurde. Aber ich esse durchaus gelegentlich Seefisch und auch Obst/Gemüse mit natürlichem Jodgehalt (Feldsalat, Kiwi usw). Problematisch ist aus meiner Sicht der nicht deklarierte „künstlich erhöhte“ Jodgehalt in tierischen Lebensmitteln, d.h. insbesondere in Milch- und Milchprodukten, Eiern sowie Fleisch. Gelegentlich reagiere ich darauf mit Lokalsymptomen, Lymphknotenschwellungen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Ödemen. Beschwerden, die sich nach ein bis zwei Tagen wieder bessern. Dann versuche ich diese Lebensmittel zukünftig wegzulassen bzw. den Verzehr einzuschränken. Ansonsten betreibe ich diesbezüglich keinerlei Aufwand, d.h. ich kaufe in normalen Supermärkten ein und gehe auch ganz normal auswärts essen.

Bei mir ist die Hashimoto-Thyreoiditis erst diagnostiziert worden als überhaupt kein funktionsfähiges Schilddrüsengewebe mehr vorhanden war und bereits eine deutliche Schilddrüsenunterfunktion vorlag. Hätte ich die Diagnose im Anfangsstadium erhalten, würde ich mich streng jodkarent ernähren, hochdosiert Selen einnehmen sowie eine homöopathische Konstitutionsbehandlung machen. Ich will nicht von „Heilung“ sprechen, aber mir sind mehrere Fälle bekannt, bei denen die Betroffenen auf diese Weise die Hashimoto-Thyreoiditis zum „Stillstand“ (keine Antikörper mehr messbar, keine Entzündung der Schilddrüse sonografisch nachweisbar, laborchemische Euthyreose, subjektive Beschwerdefreiheit) bringen konnten.
SDG-Tipp
Insbesondere neu diagnostizierte Schilddrüsenpatienten sind oft verunsichert und von der Vielzahl der hier veröffentlichten Informationen überfordert. Deshalb der Hinweis: Speziell zur Hashimoto-Thyreoiditis und zum Morbus Basedow gibt es sehr empfehlenswerte und leicht verständliche Patientenratgeber vom Autorenteam Prof. Dr. Heufelder und Dr. Brakebusch: „Leben mit Hashimoto-Thyreoiditisund „Leben mit Morbus Basedow(Amazon-Partnerlinks).
Homepage erstellt am 22.03.05, aktualisiert am 02.09.11.
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