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habe eine Schilddrüsenautoimmunerkrankung – soll ich
mich trotzdem gegen Grippe impfen lassen?
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Im letzten Jahr
habe ich mich nach der Grippeimpfung tagelang schlecht gefühlt.
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Das Ziel einer
Impfung ist es, einen Menschen unempfindlich gegenüber
einer bestimmten, z. B. durch Viren oder Bakterien ausgelösten,
Erkrankung zu machen. Zu diesem Zweck werden aktive und passive
Impfungen durchgeführt. 1. Aktive Impfung: Durch künstliche
Verabreichung von Viren oder Bakterien (Antigenen) in
abgeschwächter Form wird das Immunsystem stimuliert
körpereigene Antikörper gegen diese Antigene zu
bilden. Dadurch wird eine langanhaltende Immunität
erreicht. 2. Passive Impfung: Mittels Injektion werden
körperfremde Antikörper gegen bestimmte Antigene
verabreicht, wodurch eine kurzzeitige Immunität gegen diese
Antigene besteht. Wenn das Immunsystem nicht auf jede Impfung
reagieren würde, wären Impfungen wirkungslos.
Nebenwirkungen wie ein leichtes Krankheitsgefühl, erhöhte
Temperatur sowie lokale Schmerzen, Rötungen und
Schwellungen an der Einstichstelle sind deshalb nichts
Ungewöhnliches und auch nicht besorgniserregend. Nur in
sehr seltenen Fällen kommt es durch den Impfstoff zu einer
schweren allergischen Reaktion, dem anaphylaktischen Schock.
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Umstritten ist
hingegen, ob es durch Impfungen zu schwerwiegenden
Komplikationen in Bezug auf Autoimmunerkrankungen kommen kann.
Also ob sich bereits bestehende Autoimmunerkrankungen durch
Impfungen verschlechtern oder ob durch Impfungen sogar
Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden können.
Speziell für die Hashimoto-Thyreoiditis oder den Morbus
Basedow wurde dieser mögliche Zusammenhang bisher nicht
untersucht. Laut Ärzte Zeitung geht Professor Sieghart
Dittmann (STIKO) davon aus, dass es z.B. durch die Grippeimpfung
zu keiner Verschlechterung von Autoimmunkrankheiten kommt. Er
hält die Impfung auch für Personen mit
Autoimmunkrankheiten für sinnvoll, weil sie schwere und
komplikationsreiche Verläufe verhindern kann, während
das Risiko einer Verschlechterung bestehender
Autoimmunerkrankungen eher als gering einzuschätzen sei.
Allerdings scheint die Influenza-Impfung bei Personen mit
Autoimmunerkrankungen einen weniger guten Schutz vor Grippe zu
bieten als bei gesunden Personen (Ärzte
Zeitung: „Grippe-Impfung nützt auch bei
Autoimmunleiden“ 19.12.2003). Die Ständige
Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes in Berlin
veröffentlicht regelmäßig Impfempfehlungen, die
allgemein als medizinischer Standard angesehen werden. Darin
sind weder die Hashimoto-Thyreoiditis noch der Morbus Basedow
als Kontraindikation für Impfungen genannt. Allerdings ist
die STIKO nicht unumstritten. So werfen ihr Kritiker vor, dass
einige Studien, auf deren Grundlage diese Impfempfehlungen
ausgesprochen wurden, ausgerechnet durch Pharmaunternehmen
finanziert wurden, welche die betreffenden Impfstoffe
herstellen. Weitgehende Übereinstimmung herrscht darüber,
dass bei akuten, besonders infektiösen und fiebrigen
Erkrankungen nicht geimpft werden sollte. Deshalb sollten
sicherheitshalber auch während eines akuten
Krankheitsschubs bei der Hashimoto-Thyreoiditis oder dem Morbus
Basedow keine Impfungen durchgeführt werden. Grundsätzlich
gilt es Nutzen und Risiko einer Impfung genau gegeneinander
abzuwägen.
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