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Gewichtsprobleme mit der Schilddrüsenerkrankung
zusammenhängen?
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Aufgrund
des beschleunigten Stoffwechsels geht eine
Schilddrüsenüberfunktion
normalerweise immer mit einem Gewichtsverlust
einher. Durch eine unangemessene Appetitsteigerung und Zufuhr
stark erhöhter Nahrungsmengen oder auch eine
Insulinresistenz (s.u.) kann es aber auch untypischerweise zu
einer Gewichtszunahme kommen. Außerdem ist der
Cholesterinabbau beschleunigt und es kommt zu einer Senkung von
Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin.
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Der
Zusammenhang
zwischen Gewicht und Schilddrüsenfunktionslage
wurde in mehreren
wissenschaftlichen Studien eindeutig nachgewiesen. Ein Anstieg
des TSH führt zu einer Gewichtszunahme, während ein
Abfall des TSH oder eine Erhöhung von fT3/fT4 zu einer
Gewichtsabnahme führen. Bei einer dänischen Studie
wurde festgestellt, dass bereits Personen mit einem genzwertig
hohen TSH im Durchschnitt rund 6 kg mehr wiegen als Personen mit
einem grenzwertig niedrigen TSH.
(N.
Knudsen, P. Laurberg, L. B. Rasmussen, I. Bülow, H.
Perrild, H. Ovesen, T. Jorgensen: “Small
Differences in thyroid function may be important for Body Mass
Index and the occureence of obesity in the population”
J
Clin Endoc a Metab, 2005, 7(90):
4019 – 4024).
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Eine Unterversorgung
mit Schilddrüsenhormonen führt aufgrund der
Verlangsamung vieler Stoffwechselprozesse trotz gleichbleibender
Ernährung oder sogar Appetitverlust mit reduzierter
Nahrungszufuhr sehr häufig zu Übergewicht.
Auch der verringerte Energieverbrauch fördert die
Gewichtszunahme. Als Folge einer Schilddrüsenunterfunktion
kann es außerdem zu weiteren hormonellen
Probleme kommen, die ebenfalls zu Übergewicht führen
können. „Auch nach Normalisierung der
Schilddrüsenwerte im Blut kommt es bei einigen Betroffenen
weiterhin zu hartnäckigen Gewichtsproblemen. Die Ursache
der meist unangemessenen Gewichtszunahme ist noch nicht geklärt.
Neben den Schilddrüsenhormonen dürften auch andere
Hormone eine Rolle spielen“ (L.
Brakebusch, A. E. Heufelder: „Leben mit
Hashimoto-Thyreoiditis“, Zuckschwerdt-Verlag, München
2004, Seite 38 ff. Symptome der Unterfunktion). Dazu
gehören insbesondere der bei Frauen mit
Hashimoto-Thyreoiditis häufige Progesteronmangel, bei dem
es im Rahmen des praemenstruellen Syndroms besonders in der
zweiten Zyklushälfte zu Beschwerden wie rascher
Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen kommt. Progesteron
unterstützt die Wirkung der Schilddrüsenhormone und
kurbelt den Stoffwechsel an. Kommt es zusätzlich zu einem
Progesteronmangel, ist es nahezu unmöglich ein normales
Gewicht zu halten. Zum anderen kann das ebenfalls oft
vergesellschaftete PCO-Syndrom (PCO = Polycystisches
Ovarsyndrom) ein Grund für Übergewicht sein. Neben
Eierstockzysten und Übergewicht treten dabei noch andere
Beschwerden wie eine verstärkte Körperbehaarung,
ausbleibende Regelblutungen, Akne oder eine Insulinresistenz
(Vorstufe Diabetes Typ II) auf.
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Bei einigen
Betroffenen kommt es ungewöhnlicherweise jedoch auch in
Unterfunktionsphasen zu einer deutlichen Gewichtsabnahme. Dafür
verantwortlich sind möglicherweise gehäuft mit den
autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen auftretende
zusätzliche Erkrankungen wie Zöliakie
(Glutenunverträglichkeit, Sprue), Morbus Crohn oder Colitis
ulzerosa (chronische Darmentzündungen). Auch eine
Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) sowie eine
perniziöse Anämie (chronische, autoimmun bedingte
Magenschleimhautentzündung) können eine
Gewichtsabnahme zur Folge haben.
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