- Welchen
Einfluß hat die Ernährung auf
Schilddrüsenkrankheiten?
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Einige Erkrankungen
der Schilddrüse lassen sich auch durch die richtige
Ernährung in ihrer Symptomatik bzw. ihrem Verlauf positiv
beeinflussen. Bei einer Hyperthyreose sollte z. B. auf Kaffee
und Cola weitgehend verzichtet werden, weil das darin enthaltene
Koffein zusätzlich anregend wirkt und die vorhandenen
Symptome verschlimmern kann. Einer jodmangelbedingten
Unterfunktion der Schilddrüse kann durch den regelmäßigen
Verzehr von Seefisch und Algenprodukten sowie die Verwendung von
jodiertem Speisesalz vorgebeugt werden. Beim Morbus Basedow und
bei der Hashimoto-Thyreoiditis sollten stark jodhaltige
Lebensmittel hingegen gemieden werden. Isoflavonhaltige
Lebensmittel (Soja, Hirse) und thiocyanithaltige Gemüse
(Blumenkohl, Weißkohl, Kohlrabi, Wirsing, Rosenkohl)
sollten bei einer Hypothyreose nur in Maßen genossen
werden, weil sie die Schilddrüsenhormonproduktion hemmen
können. Bei der autoimmunen Schilddrüsenentzündung
Hashimoto-Thyreoiditis kommt es gelegentlich zu einer
Beteiligung der Leber. Da Alkohol über die Leber abgebaut
wird, sollte darauf weitgehend verzichtet werden. Vorsicht ist
auch bei einer leichtfertigen Einnahme von
Nahrungsergänzungsmitteln geboten. Viele dieser Präparae
enthalten Jod. Größere Mengen an Vitamin A hemmen
außerdem die Schilddrüsenhormonproduktion. Eines der
Bindungsproteine für Schilddrüsenhormone, das
Transthyretin, transportiert auch Abkömmlinge des Vitamin
A. Theoretisch sind bei extremer Zufuhr unerwünschte
Wirkungen denkbar. Da das Hauptbindungseiweiss Thyreoglobulin
durch Vitamin A nicht beeinflusst wird, sind Nebenwirkungen bei
Dosierungen im Bereich des Tagesbedarfs aber unwahrscheinlich.
Darüber hinaus werden, immer mal wieder, weitere
Wechselwirkungen mit den verschiedenen Nährstoffen (z. B.
Vitamin E soll in hohen Dosen eine Schilddrüsenunterfunktion
auslösen können) diskutiert, aber diesbezüglich
gibt es keinerlei wirklich verlässliche Untersuchungen oder
gar Beweise.
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