www.schilddruesenguide.deDer unabhängige Internetwegweiser zu Erkrankungen der Schilddrüse.
FAQ – Frequently asked questions
Navigation: Übersicht der bisher beantworteten Fragen
Welchen Einfluß hat die Ernährung auf Schilddrüsenkrankheiten?

Einige Erkrankungen der Schilddrüse lassen sich auch durch die richtige Ernährung in ihrer Symptomatik bzw. ihrem Verlauf positiv beeinflussen. Bei einer Hyperthyreose sollte z. B. auf Kaffee und Cola weitgehend verzichtet werden, weil das darin enthaltene Koffein zusätzlich anregend wirkt und die vorhandenen Symptome verschlimmern kann. Einer jodmangelbedingten Unterfunktion der Schilddrüse kann durch den regelmäßigen Verzehr von Seefisch und Algenprodukten sowie die Verwendung von jodiertem Speisesalz vorgebeugt werden. Beim Morbus Basedow und bei der Hashimoto-Thyreoiditis sollten stark jodhaltige Lebensmittel hingegen gemieden werden. Isoflavonhaltige Lebensmittel (Soja, Hirse) und thiocyanithaltige Gemüse (Blumenkohl, Weißkohl, Kohlrabi, Wirsing, Rosenkohl) sollten bei einer Hypothyreose nur in Maßen genossen werden, weil sie die Schilddrüsenhormonproduktion hemmen können. Bei der autoimmunen Schilddrüsenentzündung Hashimoto-Thyreoiditis kommt es gelegentlich zu einer Beteiligung der Leber. Da Alkohol über die Leber abgebaut wird, sollte darauf weitgehend verzichtet werden. Vorsicht ist auch bei einer leichtfertigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln geboten. Viele dieser Präparae enthalten Jod. Größere Mengen an Vitamin A hemmen außerdem die Schilddrüsenhormonproduktion. Eines der Bindungsproteine für Schilddrüsenhormone, das Transthyretin, transportiert auch Abkömmlinge des Vitamin A. Theoretisch sind bei extremer Zufuhr unerwünschte Wirkungen denkbar. Da das Hauptbindungseiweiss Thyreoglobulin durch Vitamin A nicht beeinflusst wird, sind Nebenwirkungen bei Dosierungen im Bereich des Tagesbedarfs aber unwahrscheinlich. Darüber hinaus werden, immer mal wieder, weitere Wechselwirkungen mit den verschiedenen Nährstoffen (z. B. Vitamin E soll in hohen Dosen eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen können) diskutiert, aber diesbezüglich gibt es keinerlei wirklich verlässliche Untersuchungen oder gar Beweise.
SDG-Tipp
Insbesondere neu diagnostizierte Schilddrüsenpatienten sind oft verunsichert und von der Vielzahl der hier veröffentlichten Informationen überfordert. Deshalb der Hinweis: Speziell zur Hashimoto-Thyreoiditis und zum Morbus Basedow gibt es sehr empfehlenswerte und leicht verständliche Patientenratgeber vom Autorenteam Prof. Dr. Heufelder und Dr. Brakebusch: „Leben mit Hashimoto-Thyreoiditisund „Leben mit Morbus Basedow(Amazon-Partnerlinks).
Homepage erstellt am 22.03.05, aktualisiert am 02.09.11.
Impressum (Anbieterkennung)