www.schilddruesenguide.deDer unabhängige Internetwegweiser zu Erkrankungen der Schilddrüse.
FAQ – Frequently asked questions
Navigation: Übersicht der bisher beantworteten Fragen
Es geht mir so schlecht, dass ich auf keinen Fall arbeiten gehen kann. Was soll ich jetzt tun? Habe ich mit meiner Schilddrüsenerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis Anspruch auf Erwerbsunfähigkeitsrente?

Offiziell gibt es das Problem der Arbeitsunfähigkeit als Folge einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung nicht. Es heisst: „Schilddrüsenfunktionsstörungen (Überfunktion und Unterfunktion [auch nach Schilddrüsenresektion]) sind gut behandelbar, so dass in der Regel anhaltende Beeinträchtigungen nicht zu erwarten sind. Selten auftretende Organkomplikationen (z.B. Exophthalmus, Trachealstenose) sind gesondert zu beurteilen. Bei der nicht operativ behandelten Struma richtet sich der GdB/MdE-Grad nach den funktionellen Auswirkungen. Nach Entfernung eines malignen Schilddrüsentumors ist in den ersten fünf Jahren eine Heilungsbewährung abzuwarten; GdB/MdEGrad während dieser Zeit nach Entfernung eines papillären oder follikulären Tumors, ohne Lymphknotenbefall 50 sonst 80.“ (Bundesministerium für Arbeit und Soziales Hrsg.: Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit (PDF)).

Die Ignoranz kennt also keine Grenzen. Patienten, deren Schilddrüsenerkrankung z.B. über Jahre hinweg nicht erkannt wurde oder die 20% der Hashimoto-Thyreoiditis- und Morbus-Basedow-Betroffenen die unter anhaltenden Beschwerden leiden und deswegen häufig arbeitsunfähig sind werden im Stich gelassen. Sie haben praktisch keinerlei Möglichkeit finanzielle Unterstützug zu erhalten. Etwas anders sieht es nur bei Endokriner Orbitopathie (Schilddrüsenliga: Grad der Behinderung bei Endokriner Orbitopathie (PDF)) und Schilddrüsenkrebs (Ulrich Wendler: Informationen zum Versorgungs- und Schwerbehindertenrecht – Fallbeispiel Schilddrüsenkrebs) aus
SDG-Tipp
Insbesondere neu diagnostizierte Schilddrüsenpatienten sind oft verunsichert und von der Vielzahl der hier veröffentlichten Informationen überfordert. Deshalb der Hinweis: Speziell zur Hashimoto-Thyreoiditis und zum Morbus Basedow gibt es sehr empfehlenswerte und leicht verständliche Patientenratgeber vom Autorenteam Prof. Dr. Heufelder und Dr. Brakebusch: „Leben mit Hashimoto-Thyreoiditisund „Leben mit Morbus Basedow(Amazon-Partnerlinks).
Homepage erstellt am 22.03.05, aktualisiert am 02.09.11.
Impressum (Anbieterkennung)